Gremersdorf
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 54° 20′ N, 10° 56′ O | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Ostholstein | |
| Amt: | Oldenburg-Land | |
| Höhe: | 19 m ü. NHN | |
| Fläche: | 45,76 km² | |
| Einwohner: | 1605 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 35 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 23758, 23779 | |
| Vorwahl: | 04361 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OH | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 55 015 | |
| LOCODE: | DE 64H | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Hinter den Höfen 2 23758 Oldenburg in Holstein | |
| Website: | www.amt-oldenburg-land.de | |
| Bürgermeister: | Henning Pries (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Gremersdorf im Kreis Ostholstein | ||
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Gremersdorf ist eine ländlich geprägte Gemeinde im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Im Gemeindegebiet liegen 13 Dörfer und vier historische Güter.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gremersdorf liegt am nördlichen Küstenabschnitt der Halbinsel Wagrien am südseitigen Übergang zur Hohwachter Bucht der Ostsee.[2]
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gemeindegebiet liegt umringt von den Gemeinden:[2]
| Ostsee | Heiligenhafen (Stadt) | |
| Großenbrode, Neukirchen | ||
| Oldenburg in Holstein (Stadt) | Göhl | Heringsdorf |
Ortschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Dörfer Dazendorf, Kembs, Neuratjensdorf, Sulsdorf und Teschendorf sowie der Ortsteil Altgalendorf liegen im Gemeindegebiet.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name Gremersdorf leitet sich von Gremerstorpe ab. Dies bedeutet Dorf des Grimhari, Grimheri, Grimher, Grimer. Es wurde im Jahre 1377 von den sechs Brüdern v. Siggen dem Rat der Stadt zu Kiel zum Nutzen des Heiligengeist- und St. Jürgenhospitals verkauft. Am Anfang des folgenden Jahrhunderts hatte das Dorf acht Hufen.
Teschendorf war das nördlichste der Kapitelsdörfer des Lübecker Domkapitels.
Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Gut Seegalendorf gegründet. Anfänglich zum Gut Putlos gehörig, kam es später in den Besitz der Familie Rantzau. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts kam es in den Besitz der Familie von Rumohr.
Das Herrenhaus von Seegalendorf wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Das ursprüngliche Hauptgebäude war ein einstöckiges Fachwerkhaus, an das zwei Kavaliersflügel aus rotem Backstein anschlossen. Während die Kavaliersflügel heute noch stehen, wurde das Herrenhaus 1839 durch einen spätklassizistischen Neubau ersetzt.
Das ehemalig im Gemeindegebiet liegende Gut Putlos ⊙ befindet sich heute im Sperrgebiet des 1935 eingerichteten Truppenübungsplatzes Putlos.
In ihrer heutigen Form besteht die Gemeinde seit 1968.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeindevertretung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wahl 2023 ergab folgendes Ergebnis:
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Blasonierung: „Von Grün und Blau durch einen schmalen silbernen Wellenbalken gesenkt geteilt. Oben eine silberne Rundscheune, links und rechts begleitet von je einer goldenen Getreideähre, unten ein silberner Fisch.“[4]
Verwaltung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Gremersdorf wird vom Amt Oldenburg-Land in kommunalen Angelegenheiten verwaltet.
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaftsstruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gemeindegebiet ist landwirtschaftlich geprägt, wobei der Raps- und Getreideanbau überwiegt. Es gibt jedoch auch einige kleine Gewerbebetriebe.
Im Gemeindegebiet befinden sich zwei Windparks und eine Biogasanlage.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gremersdorf befindet sich an der A 1 mit insgesamt zwei Anschlussstellen. Bis zur Fehmarnsundbrücke sind es im weiteren Verlauf der A 1 und der B 207 rund 15 km. Entlang dieser Straße verläuft die Europastraße 47 und die „Vogelfluglinie“, die nach etwa 28 km den Fährhafen Puttgarden auf Fehmarn mit einer Fährlinie nach Dänemark erreicht.
Durch den Süden verläuft die Landesstraße 60.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hof Bollbrügge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Rundscheune auf dem Hof Bollbrügge, in Gremersdorf, ist die einzige erhaltene Rundscheune Schleswig-Holsteins. Das Ortswappen zeigt die Rundscheune.[5]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Anne-Chatrine Rühlow (1936–2023), deutsche Leichtathletin, wurde im Ortsteil Altgalendorf als Anne-Chatrine Lafrenz geboren
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin Sterr et al.: Gremersdorf. Gemeinde mit zwanzig Ortsteilen. In: Schleswig-Holstein-Topographie. Band 3: Ellerbek - Groß Rönnau. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2003, ISBN 978-3-926055-73-6, S. 295–297.
- Deert Lafrenz: Gutshöfe und Herrenhäuser in Schleswig-Holstein. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, 2015, Michael Imhof Verlag Petersberg, 2. Auflage, ISBN 978-3-86568-971-9, S. 536.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2024 (XLSX-Datei); (Hilfe dazu).
- 1 2 Relation: Gremersdorf (382420) (Version #15) bei OpenStreetMap. Abgerufen am 3. April 2026.
- ↑ Gemeindewahlen Gemeindewahl in Gemeinde Gremersdorf. Abgerufen am 15. Juli 2023.
- ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
- ↑ Relevantes über die Geschichte der Rundscheune von Bollbrügge steht in dem Artikel von Klaus-Dieter Hahn im Jahrbuch für Heimatkunde (1981) Band 25, Seiten 111–121.
