Grenfell Tower

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Grenfell Tower
Grenfell Tower
Grenfell Tower vor der Modernisierung, 2009
Basisdaten
Ort: North Kensington, London
Bauzeit: 1972–1974
Eröffnung: 1974
Sanierung: Februar 2015 – Juli 2016
Status: Ruine, nach Großbrand am 14. Juni 2017
Baustil: Moderne
Architekt: Nigel Whitbread und Team (Errichtung)
Architekten: Studio E LLP (Sanierungs- und Umbaumaßnahmen)
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Geschäfts- und Wohnhaus
Wohnungen: 129 (Stand Juni 2017)[1][2]
Eigentümer: Royal Borough of Kensington and Chelsea
Bauherr: London Borough of Kensington and Chelsea (LBKC)
Hausverwaltung: Kensington and Chelsea Tenant Management Organization (KCTMO)
Technische Daten
Höhe bis zur Spitze: 67[3] oder 70[4] m
Höhe bis zum Dach: 67 oder 70 m
Etagen: 24
Konstruktion: Stahl-Ortbeton, Leichtbauwände
Anschrift
Anschrift: Lancaster West Estate, Grenfell Walk
Postleitzahl: London W11 1TG

Der Grenfell Tower ist ein 24-geschossiges Wohnhochhaus im Stadtteil North Kensington im Royal Borough of Kensington and Chelsea im Westen Londons, unweit der U-Bahn-Station Latimer Road.[5] Am 14. Juni 2017 brannte das 1974 fertiggestellte und 2015/16 modernisierte Sozialwohnungsobjekt weitgehend aus. Der Brand breitete sich über die neu wärmegedämmte vorgehängte hinterlüftete Fassade innerhalb weniger Minuten aus. 71 Menschen kamen dabei ums Leben.[6][7]

Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nachkriegszeit kam es wie in vielen Teilen Europas auch in den Ballungsgebieten des Vereinigten Königreiches zu einem erhöhten Bedarf an günstigem Wohnraum. Zugleich gab es den Wunsch nach einem moderneren Umfeld, die vor den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts erbauten Wohnviertel wurden als defizitär angesehen und galten vielfach als Slums. Überall auf den britischen Inseln entstanden bis in die 1970er Jahre neue moderne Wohngebiete, die zu 20 % auch Hochhäuser umfassten. Im Zuge des Stadtteilsanierungsprojektes Lancaster Road West entstand so die mit Mitteln der öffentlichen Hand finanzierte Großsiedlung Lancaster West Estate. Der Bau eines Hochhauses, des einzigen seines Architekten Nigel Whitbread,[8] wurde 1970 genehmigt und A.E. Symes mit der Umsetzung beauftragt.[5][9] Ab 1972 entstanden so in Phase 1 der geplanten Maßnahmen 120 Zwei- und Dreizimmerwohnungen.[10] Der Grenfell Tower getaufte Bau wurde 1974 fertiggestellt. Die Konstruktion besteht aus Stahlbeton mit äußeren Betonstützen und einem Gebäudekern aus Ortbeton.[11]

Das Gebäude, in dem etwa 600 Menschen lebten, wird im Auftrag des Eigentümers, der Kommunalverwaltung Kensington and Chelsea London Borough Council, von der Kensington and Chelsea Tenant Management Organisation (TMO) verwaltet.[12] Die TMO ist ein gemeinnütziges Unternehmen mit einem mehrheitlich mit Mietervertretern besetzten (acht Mietervertreter, vier Vertreter der Kommunalverwaltung, drei unabhängige Mitglieder) Verwaltungsrat bzw. „Board“. Die TMO betreute zum Zeitpunkt des Brandes 9.459 Immobilienobjekte in ihrem Einzugsbereich.[13]

Flache Aluminium-Verbundplatte. Seitenansicht, 2,7 mm dick.

Im Jahr 2012 wurde mit Hilfe der Architekten von Studio E ein Sanierungsplan für das Gebäude entwickelt, der auch eine Mieterbefragung beinhaltete. Den Wünschen der Mieter nach doppelverglasten Fenstern, einer Wärmedämmung der Fassade und Gasetagenheizungen in den Wohnungen wurde nachgekommen. Zudem wurden einige leerstehende Gebäudeteile neu zugeschnitten und teilweise als zusätzliche Wohnfläche umgewidmet. Eine Neugestaltung der Wege wurde ebenso durchgeführt. Für die Umsetzung der Maßnahmen wurde Rydon Ltd. beauftragt. Die Arbeiten fanden von Februar 2015 bis Juni 2016 statt, die Kosten beliefen sich auf 10 Mio. Pfund, was im Juni 2016 etwa 13 Mio. Euro entsprach.[14]

Für die Wärmedämmung wurden 150 mm dicke, beidseitig mit Aluminiumfolie kaschierte Hartschaumplatten aus Polyisocyanuraten (PIR) des Typs Celotex RS5000[15] auf die ursprüngliche Betonfassade geklebt.[16] PIR ist thermisch verhältnismäßig stabil, eine Zersetzung beginnt oberhalb 400 °C und es enthält Cyanursäure.[17]

Unterhalb der Fensterzeilen sah die Planung in jedem Stockwerk horizontale, gebäudeumlaufende, sogenannte Brandriegel vor, ebenso um die Fenster. Dämmung und Brandriegel wurden mit einer vorgehängten hinterlüfteten (25–50 mm) Fassade aus 3 mm Aluminium-Verbundplatten vom Typ Reynobond[18] von Arconic (zuvor Alcoa) durch Harley Facades zu einem Preis von 2,6 Mio. Pfund (3,38 Mio. Euro im Juni 2016) mehrfarbig verkleidet.[19][16] Der Hersteller beschreibt die Reynobond-Verbundplatten als „aus zwei einbrennlackierten Aluminiumblechen“ bestehend, „die beidseitig im Schmelzfixierverfahren auf einen Polyethylenkern aufgebracht werden.“[20] Polyethylen hat einen Schmelzpunkt von 130 bis 145 °C. Die günstig herstellbare Platte ist in der Schichtung vergleichbar mit Dibond-Platten und erreicht ebenso die Brandschutzklasse B2 „normal entflammbar“.[21] Es wird bislang angenommen, dass diese Ausführung am Hochhaus verbaut wurde.[22] Von der Platte gibt es zwei weitere Versionen mit anderen Kernmaterialien, die nach EN-13501 höhere Brandschutzklassen B-s1, d0 („schwer entflammbar“) und A2-s1, d0 („nicht brennbar“) erreichen.[22][21]

Grenfell Action Group: Warnungen vor Sicherheitsmängeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anwohner der Lancaster West Estate organisierten sich 2010 in der Grenfell Action Group[23] und wandten sich seit 2012, als sie in die Planung der Sanierung des Grenfell Towers eingebunden wurden, regelmäßig an die gemeinnützige Hausverwaltung, um auf Missstände aufmerksam zu machen. 2013 veröffentlichten sie Teile eines im Vorjahr erstellten Gutachtens, das signifikante Verstöße gegen Brandschutzvorgaben publik machte. So waren Teile der Brandbekämpfungsausrüstung seit drei Jahren nicht gewartet worden. Ihre Bemühungen dokumentierten sie in einem Blog.[24] So schrieben sie im November 2016:[25]

“It is a truly terrifying thought but the Grenfell Action Group firmly believe that only a catastrophic event will expose the ineptitude and incompetence of our landlord, the KCTMO, and bring an end to the dangerous living conditions and neglect of health and safety legislation that they inflict upon their tenants and leaseholders. We believe that the KCTMO are an evil, unprincipled, mini-mafia who have no business to be charged with the responsibility of looking after the every day management of large scale social housing estates and that their sordid collusion with the RBKC Council is a recipe for a future major disaster.”

„Es ist ein wahrlich erschreckender Gedanke, aber die Grenfell Action Group ist der entschiedenen Ansicht, dass nur ein katastrophales Ereignis das Unvermögen und die Inkompetenz unseres Vermieters, der KCTMO [Kensington and Chelsea Tenant Management Organisation], entlarven und den gefährlichen Lebensumständen und Missachtung der Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften ein Ende setzen wird, die dieser seinen Mietern und Pächtern zumutet. Wir glauben, dass die KCTMO eine bösartige prinzipienlose Mini-Mafia ist, die ihre Aufgabe nicht in der Verantwortung des Tagesgeschäfts in der Leitung großer sozialer Wohnsiedlungen sieht, und dass ihre niederträchtige Abmachungen mit dem RBKC [Royal Borough of Kensington and Chelsea] Council ein Rezept für ein zukünftiges großes Desaster ist.“

Die Londoner Feuerwehr hatte nach einem Brand eines anderen Hochhauses dem Betreiber des Grenfell Tower auferlegt, die Brandsicherheit auch im Fluchttreppenhaus zu verbessern.[26]

Stay-put-Regel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brandbekämpfung in Hochhäusern basiert auf der Grundannahme, dass ein normaler Wohnungsbrand im Innenangriff beherrscht werden kann und sich aufgrund des baulichen Brandschutzes nicht auf weitere Wohnungen ausbreitet. Menschenrettung sollte nicht im größeren Umfang erforderlich werden, weil die Bewohner zum Verbleib in ihren, prinzipbedingt einstweilig sicheren, Wohnungen aufgefordert werden, solange sie nicht von Feuer, Hitze oder Rauch direkt betroffen sind.[27]

Auch nach der Sanierung galt in dem Gebäude als Verhaltensvorgabe diese Stay-put-Regel.[28][29] Im Zuge der Renovierungs- und kleineren Umbauarbeiten wurden als Wohnungseingangstüren feuerhemmende T30-Türen verbaut, die Feuer 30 Minuten lang widerstehen.[30]

Die Brandschutzingenieurin Dr. Lane schrieb 2018 in ihrem Bericht für die richterliche Untersuchung der Katastrophe, die Stay-put-Regel sei kaum eine halbe Stunde nach Ausbruch des Feuers gescheitert gewesen. Den Bewohnern sei aber erst etwa eine Stunde später geraten worden, das Hochhaus zu verlassen.[27][31]

Flucht- und Rettungswege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiederholt wurde von der Grenfell Action Group darauf hingewiesen, dass Flucht- und Rettungswege nicht freigehalten würden. Als Beispiele gaben sie mehrfach parkende Autos in Feuerwehrzufahrten an und wiesen auch auf Sperrmüll hin, der im Eingangsbereich des Hauses von der Hausverwaltung stillschweigend geduldet wurde. Dies geschah nicht nur unter dem Aspekt der unnötigen Brandlasten, sondern auch mit Verweis darauf, dass das Gebäude nur einen Ein- und Ausgang aufweist.[32]

Großbrand vom 14. Juni 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hergang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. Juni 2017 brach in dem Gebäude ein Feuer aus. Ein defekter Kühlschrank in Wohnung 16 im 4. Stock setzte die Küche in Brand.[33] Um 0:54 Uhr Ortszeit wurde die London Fire Brigade alarmiert; sechs Minuten später trafen erste Feuerwehreinheiten am Grenfell Tower ein.[34][35] Sie konnten laut BBC-Recherchen den vom Kühlschrank ausgehenden Wohnungsbrand löschen. Das Feuer hatte jedoch bereits durch die Fensteröffnung auf die Fassadenverkleidung übergegriffen und entwickelte sich zum Großbrand.[36] Es brannte oberhalb des Brandherdes binnen der ersten halben Stunde zunächst senkrecht bis zur Dachkante empor und breitete sich in den folgenden drei Stunden V-förmig horizontal über alle vier Fassaden des Gebäudes aus. Auf Grund der Sommerhitze standen viele Fenster und Türen offen. Der Brand drang gleichzeitig an vielen Stellen von außen in die Wohnungen ein.[37][38] Zur Bekämpfung des Brandes waren schließlich über 200 Feuerwehrleute mit 40 Löschfahrzeugen sowie 100 Sanitäter im Einsatz. Feuerwehrangehörige konnten 65 Personen aus dem Haus retten.[39][40][41] Unbekannt ist die Zahl der Personen, die das Gebäude noch aus eigener Kraft über das einzige vorhandene Treppenhaus verlassen haben. Im Gebäudeinneren brannte das Feuer an vielen Stellen mehr als 24 Stunden lang. Zerstörte Gasleitungen erschwerten die Löscharbeiten. Am 15. Juni um 1:14 Uhr Ortszeit, also nach etwas mehr als 24 Stunden Dauer, war der Brand laut Feuerwehr unter Kontrolle. Feuerwehr und Polizei begannen daraufhin eine erste, wegen möglicher Einsturzgefahr und noch aufflammenden Brandnestern vorübergehend unterbrochene Suche nach Vermissten über alle Stockwerke.[42]

Nach vorläufiger Schätzung der Polizei vom 20. Juni starben 79 Menschen;[43] mindestens 79 Verletzte wurden in Krankenhäusern behandelt.[44] Eine zunächst befürchtete Einsturzgefahr des Gebäudes wurde von einem Experten an Ort und Stelle ausgeschlossen.[45] Die Feuerwehr schätzte, dass die Bergung der Opfer mehrere Wochen dauern könne.[46]

Einsatzverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die durch die Premierministerin eingesetzte Untersuchungskommission „Grenfell Tower Inquiry“ veröffentlichte einen Bericht der Brandschutzexpertin Dr. Lane[31] verbunden mit Anhörungsprotokollen von Beschäftigten der London Fire Brigade (LFB), aus denen sich die nachfolgend ausgeführte Zeitleiste ableiten lässt.[47][48]

Um 00:55 Uhr am Morgen des 14. Juni 2017 ging in der LFB-Leitstelle der erste Notruf ein. Es handelte sich um eine Reserve-Leitstelle im Stadtteil Stratford. Dass die Räumlichkeiten der eigentlichen Leitstelle in Merton in jener Nacht nicht zur Verfügung standen, sollte sich als Problem erweisen: In Stratford stand kein Fernsehschirm zur Verfügung, auf dem die Leitstellenbesatzung im Einsatzverlauf die Bilder der Nachrichtenagenturen oder eines Hubschraubers hätte betrachten können.

Der Anrufer meldete einen brennenden Kühlschrank in seiner Wohnung Nummer 16 im 4. Stockwerk des Grenfell Tower.

Der Einsatz wurde eröffnet, wobei die Einsatzleitsoftware Vision 4DS nicht auf Anhieb erkannte, dass es sich bei dem Objekt um ein Hochhaus handelte. Entsprechend wurden zunächst Kräfte wie für einen gewöhnlichen Wohnungsbrand alarmiert. Ein Leitstellenmitarbeiter korrigierte dies in den folgenden Minuten von Hand, so dass nun die für ein Hochhaus vordefinierte Anzahl von vier Löschfahrzeugen ausrückte.[47] Der Gruppenführer (Watch Manager) auf dem ersten Löschfahrzeug, G271 von der Wache North Kensington, wurde per Funk über den erhöhten Kräfteansatz in Kenntnis gesetzt.

Um 00:57 Uhr übermittelte die Firma Tunstall Response, bei der die Brandmeldeanlage des Grenfell Tower aufgeschaltet war, eine Alarmauslösung an die Leitstelle.

Um 00:59 Uhr trafen die beiden Löschfahrzeuge der Wache North Kensington ein.[49] Der Gruppenführer übernahm die Rolle des Einsatzleiters und ließ einen Trupp zur Brandbekämpfung im Innenangriff vorgehen. Dieser betrat um 01:07 Uhr die Brandwohnung.

Um 01:13 Uhr forderte der Einsatzleiter per Rückmeldung Make Pumps 6, Aerials x1 standardmäßig Verstärkung nach. Im Feuerwehrwesen des Vereinigten Königreichs definiert die Anzahl der eingesetzten Pumps, d. h. Löschfahrzeuge, das Ausmaß eines Einsatzes. Führungsfunktionen und Einsatzleitfahrzeuge werden durch die Leitstelle jeweils anhand dieser Anzahl und des Einsatztyps hinzugefügt. Verschiedene Sonderfahrzeuge, wie in diesem Fall Aerials, also Hubrettungsfahrzeuge, können ausdrücklich angefordert werden. Die Einsatzleitung hätte nach dieser Alarmstufenerhöhung an einen besser qualifizierten Zugführer (Station Manager) übergehen sollen, was sich jedoch verzögerte.

Um 01:16 Uhr ließ der Einsatzleiter der Leitstelle mitteilen: „Wohnblock, 20 Geschosse, 25 mal 25 Meter Grundfläche, Fünfraumwohnung im 4. Stock zu 75% in Flammen, Hochhaus-Vorgehensweise implementiert, […] Angriffmodus OSCAR“. Dies blieb bis 02:42 Uhr die einzige Lagemeldung aus dem sich nun rapide zuspitzenden Einsatzgeschehen an die Leitstelle, deren Besatzung sich aufgrund des defekten Fernsehers in Stratford auch nicht auf anderem Weg selbst ein Bild vom Ausmaß machen konnte.

Die „Hochhaus-Vorgehensweise“ besagt, dass sich die Feuerwehrangehörigen auf einem sicheren Geschoss unterhalb des Brandes sammeln und von dort aus zur Brandbekämpfung vorgehen. Ein Innenangriff bei Hochhausbränden ist personalintensiv und eine logistische Herausforderung, weil er unter Atemschutz und Atemschutzüberwachung erfolgen muss, langwieriges Treppensteigen erfordern kann, und alle Ausrüstung auf dem sicheren Geschoss bereitgelegt und ständig ergänzt werden muss. Das offensive Vorgehen im Innenangriff wird bei der Londoner Feuerwehr als „Modus OSCAR“ bezeichnet. Das Löschwasser für den Innenangriff wurde aus der trockenen Steigleitung entnommen, gespeist vom Löschfahrzeug G271.

Außen wurde eine Riegelstellung mit einem tragbaren Monitor aufgebaut, um die aus dem Küchenfenster schlagenden Flammen zu kontrollieren. Nachdem das Feuer unter die Fassadenverkleidung gekrochen war, wurde die Besatzung des Monitors zur Menschenrettung im Gebäude abgezogen. Der Einsatzleiter ließ laufend die Alarmstufe erhöhen, um mehr Personal und Atemschutzgeräte, aber auch Werkzeuge wie Türöffnungssets zum Durchsuchen von Wohnungen, heranzuführen.

01:19 Uhr: Make Pumps 8

01:21 Uhr: Der 1. Angriffstrupp, unterstützt vom 2., meldete den Küchenbrand als gelöscht. Ein 3. Trupp war zur Erkundung im 5. und 6. Stockwerk aktiv. Ein 4. Angriffstrupp wurde vorgeschickt, um einen Brand in Wohnung 26, direkt über der Ursprungswohnung, zu löschen.[49]

01:24 Uhr: Make Pumps 10

01:28 Uhr: Make Pumps 15, Make Aerials x2, Personen eingeschlossen.

01:29 Uhr: Make Pumps 20, Make FRUs x2. Die Fire Rescue Units (FRU) sind Rüst- und Gerätewagen, die u. a. mit Langzeitatemschutzgeräten und Material zur Rettung aus Höhen und Tiefen beladen sind. Ihre Besatzungen sind für besondere Aufgaben ausgebildet. Der Einsatzleiter hatte feststellen müssen, dass ihm die Lage entglitt, und hoffte, die Höhenretter von außen zum Löschen einsetzen zu können.[48]

Zu diesem Zeitpunkt hatte eine Welle an Notrufen von betroffenen Bewohnern eingesetzt, das Feuer sich entlang der Ostfassade vertikal zum Dach vorgefressen. Anrufe, die in Stratford aufgrund ihrer schieren Menge nicht angenommen werden konnten, liefen stattdessen in weiteren Notrufzentralen auf, u. a. in den an London angrenzenden Grafschaften Surrey, Kent und Essex, bei der Polizei und bei British Telecom.[49]

01:31 Uhr: Make Pumps 25. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Drehleiter A213 von der Wache Paddington als erstes Hubrettungsfahrzeug bis zur Ostseite des Grenfell Tower vorgearbeitet. Einmal in Stellung gebracht, reichte der Wasserdruck jedoch nicht aus, um nennenswerten Erfolg bei der Bekämpfung des Fassadenbrandes zu erzielen. Wegen der brennend herabfallenden Fassadenteile musste sich die Drehleiter schließlich zurückziehen und wurde durch einen tragbaren Monitor ersetzt, der bis zum 10. Stock wirkte und erfolgreich diesen Bereich der Fassade schützte.[50]

Gegen 01:40 Uhr traf ein Zugführer (Station Manager) ein, übernahm aber nicht die Einsatzleitung, sondern einvernehmlich den Einsatzabschnitt Menschenrettung und den Abgleich der Notrufe mit der Leitstelle. Erst gegen 01:50 Uhr wurde der Einsatzleiter zunächst durch einen weiteren Zugführer (Station Manager), bald darauf durch einen Verbandsführer (Group Manager) abgelöst.[49][51]

02:04 Uhr: Make Pumps 40. Zu dieser Zeit ging der 14. Atemschutztrupp im Inneren vor.[49]

Um 02:06 Uhr wurde die Großschadenslage ausgerufen. In Räumlichkeiten der Leitstelle Stratford richtete sich der Führungsstab ein.

02:11 Uhr: Der Direktionsdienst (Deputy Assistant Commissioner) E6 übernahm die Einsatzleitung.[31]

02:12 Uhr: Make FRUs x6, gefolgt von 02:16 Uhr: Make FRUs x10 und 02:32 Uhr: Make Aerials x4.

Um 02:42 Uhr ging in der Leitstelle die zweite Lagemeldung von der Einsatzstelle ein: „Vollbrand auf allen Stockwerken, 58 Erwachsene und 16 Kinder betroffen.“

Um 02:47 Uhr entschieden die Einsatzleitung und die (bis dahin über das wahre Ausmaß im Unklaren gelassene) Leitstelle anhand dieses neuen Lagebilds, die Stay-put-Regel aufzugeben.[47] Alle Anrufenden wurden fortan aufgefordert, nicht mehr in den Wohnungen auf Rettung zu warten, sondern sich selbst in Sicherheit zu bringen. In der Folgezeit wurde mit einigem Aufwand ein Baustatiker ausfindig gemacht und dringlich zur Einsatzstelle befördert, um die Stabilität des Hochhauses zu bewerten.

Um 02:50 Uhr traf die Leiterin der Wehr (Commissioner for Fire and Emergency Planning) Dany Cotton ein.

Um 04:28 Uhr wurden 20 Löschfahrzeuge aus der ganzen Stadt zur Ablösung der erschöpften Kräfte alarmiert.

Ab ungefähr 05:30 Uhr verebbten die Notrufe aus dem Gebäude selbst, nur noch Angehörige und sonstige Personen riefen an. Um 08:05 Uhr wurde die letzte Person lebend aus dem Gebäude gerettet.[49]

Entwicklung der Opferzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Personenanzahl im Gebäude zur Brandzeit nicht bekannt war, stützten sich die Veröffentlichungen der Polizei zur Zahl der Todesopfer auf die Zahl der aufgefundenen Toten und der in den Krankenhäusern verstorbenen Menschen, später auch auf die Zahl der bekannten Vermissten. Zusammen mit anfänglichen Verzögerungen der Sucharbeiten wegen des andauernden Brandes und Sicherheitsrisiken im ausgebrannten Gebäude führte dies zunächst zu relativ niedrigen veröffentlichten Opferzahlen. In der Bevölkerung kamen Spekulationen auf, dass wesentlich höhere „wahre“ Zahlen absichtlich zurückgehalten würden.[52][53]

Ein Web-Artikel der BBC News schilderte zusätzliche Probleme dabei, eine genaue Vermissten- beziehungsweise Opferzahl zu nennen: Zwar wurde das gesamte Gebäude schon durchsucht, aber eine Zahl an Opfern ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Dazu sind einige Datenquellen wie die Mieterliste, die Informationen des Casualty Bureau und das Wählerregister zwar relativ robust, jedoch erfassen diese je nach dem keine Kinder, Ausländer, Besucher oder Fälle von illegaler Untervermietung. (Im Vereinigten Königreich existiert keine zu Deutschland vergleichbare Pflicht, den Wohnsitzwechsel zu melden.) Ebenso wurden die eingegangenen Feuernotrufe ausgewertet, und die überlebenden Bewohner wurden danach gefragt, welche anderen Bewohner sie kannten, und wer sich zum Zeitpunkt des Brandes im Gebäude aufhielt. Letztlich fragte die Londoner Polizei auch Kindertagesstätten, Sozialarbeiter, Botschaften und sogar Fastfood-Lieferanten nach nützlichen Informationen über die Anzahl und Identität von Bewohnern.[54]

Folgende Zahlen wurden von der Polizei bekanntgegeben:

Datum Zahl Bedeutung
14. Juni 2017 mindestens 6 Bestätigte Zahl von Toten; „diese Zahl wird wahrscheinlich noch ansteigen“.[55]
14. Juni 2017 mindestens 12 Bestätigte Zahl von Toten, „wir glauben dass diese Zahl weiter steigen wird“.[56]
15. Juni 2017 mindestens 17 Bestätigte Zahl von Toten, „wird voraussichtlich in den folgenden Tagen weiter ansteigen“.[57]
16. Juni 2017 mindestens 30 Bestätigte Zahl von Toten, kann weiter ansteigen.[58]
17. Juni 2017 mindestens 58 Die Pressemeldung der Polizei ließ Spielraum für Interpretationen; sie wurde wahlweise als Zahl der vermissten und wahrscheinlich gestorbenen Menschen verstanden, oder als eine Gesamtschätzung einschließlich der bereits bestätigten 30 Todesfälle. Nach Zusatzinformationen der BBC wurde zu diesem Zeitpunkt mit bis zu 70 Toten gerechnet.[59][60][61]
19. Juni 2017 79 Geschätzte Gesamtzahl der Todesfälle; man erwarte keinen großen Anstieg mehr.[43] Manche Medien meldeten es als „bis zu 79“[62] oder „mindestens 79“.[63]
28. Juni 2017 mindestens 80 Die Opferzahl basiert auf der Zahl der gefundenen Leichen und einer geschätzten Bewohnerzahl der 23 Wohnungen, von denen keine Überlebenden bekannt sind. Hinzu kommen bestätigte Vermisste; denn in 106 anderen Wohnungen gab es mindestens einen Überlebenden, der über vermisste Mitbewohner Auskunft geben konnte.[2]
5. Juli 2017 mindestens 80 / bislang 87 Überreste gefunden 21 Todesopfer wurden formell identifiziert. Von 23 der 129 Wohnungen sind nach wie vor keine überlebenden Bewohner bekannt. Da die Zuordnung der Funde noch im Gange ist, kann aus den 87 Überresten nicht mit Gewissheit auf 87 Opfer geschlossen werden. Nach Polizeiangaben wurden auch Anthropologen zugezogen, damit bei der Durchsuchung der rund 15,5 Tonnen Schutt pro Stockwerk keine menschlichen Überreste übersehen werden.[64]
19. Juli 2017 mindestens 80 Bislang wurden 39 Tote formell identifiziert. Die Sucharbeiten werden voraussichtlich erst nächstes Jahr abgeschlossen sein. Die Behörden werden von Experten, welche nach den Terroranschlägen vom 11. September menschliche Überreste identifizierten, unterstützt.[65]
19. September 2017 möglicherweise unter 80 Zu diesem Zeitpunkt wurden 60 der geschätzten 80 Todesopfer formell identifiziert.[66]

Am 19. Juni erklärte ein Vertreter der Londoner Polizei New Scotland Yard, wegen der Intensität der Flammen sei es sehr wahrscheinlich, dass einige Opfer nie identifiziert werden können.[67] Laut einer weiteren Erklärung von Ende Juni könnten die Identifizierungsarbeiten bis zum Jahresende oder darüber hinaus andauern.[1]

Mögliche Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgangspunkt war nach offiziellen Feststellungen eine im vierten Obergeschoss aus ungeklärten Gründen in Brand geratene Kühl-Gefrierkombination des von Indesit zwischen März 2006 und Juli 2009 produzierten Typs Hotpoint FF175BP (die Marke Hotpoint wird auch im deutschsprachigen Raum vertrieben, die Rechte für Europa liegen heute bei der Whirlpool Corporation). Dieser Brandherd kann als gesicherter Ausgangspunkt gelten, da er von der zuerst eintreffenden Feuerwehreinheit lokal beherrscht wurde. Die Flammen griffen aber durch die Fensteröffnung auf die Gebäudefassade über (→ Fassadenbrand).

In der öffentlichen Diskussion über die Ursache der raschen Ausbreitung des Brandes über viele Stockwerke hinweg wird die Fassadenverkleidung thematisiert. In verschiedenen Medien wird auf Grund der Bildberichte der brennenden Fassaden vermutet, dass die vorgehängte hinterlüftete Fassade aus Aluminium-Verbundplatten den Brand der dahinterliegenden aluminiumkaschierten Dämmplatten durch den Einschluss der Wärmeenergie förderte und durch einen Kamineffekt zur schnellen Ausbreitung des Feuers beitrug.[16][68][69][70][71] Experten, unter anderem der Leiter der Frankfurter Feuerwehr, geben an, dass die brennbare Fassade ein wesentlicher Grund der Katastrophe war.[72]

Es wird außerdem vermutet, dass bei dem Brand giftige Gase wie Kohlenmonoxid und Blausäure entstanden, die zu der verhältnismäßig hohen Zahl der Todesopfer beitrugen.[73][74][75]

Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grenfell Tower im Juni 2018 mit dem Schriftzug „Grenfell forever in our hearts“ (dt. Grenfell – Für immer in unseren Herzen)

Schnell wurde Kritik gegenüber den Behörden laut, dass die Warnungen der Grenfell Action Group ignoriert worden seien.[76]

Das Unglück hatte sich fünf Tage nach einer Wahl zum britischen Unterhaus ereignet. Premierministerin Theresa May war seit der Wahl großer Kritik ausgesetzt.[77] Der Abgeordnete John McDonnell der konkurrierenden Labour Party rief am Tag nach dem Großbrand zu Massenprotesten gegen die angeschlagene Premierministerin auf; innerhalb von zwei Wochen wollte er in London eine Million Demonstranten mobilisieren. Das Ziel waren Neuwahlen, bei denen sich Labour einen Sieg ausrechnete.[78]

In den nachfolgenden Tagen kam es zu Protesten gegen die Regierung, insbesondere gegen May, da sie erst verspätet Kontakt zu den Opfern gesucht habe, während diese bereits zuvor von Oppositionsführer Jeremy Corbyn, Londons Bürgermeister Sadiq Khan, Prinz William und Königin Elizabeth II. besucht worden waren. Am Freitag, den 16. Juni, drangen Demonstranten in das Bezirksrathaus von Kensington ein. Polizei und Rettungskräfte verhinderten das Vordringen in die oberen Stockwerke. Danach verlagerten sich die Proteste an den Brandort. Demonstranten zeigten Banner und Plakate mit Parolen wie „Gerechtigkeit für Grenfell! Wir fordern die Wahrheit“, „Werft die Tories raus!“ und „Trotzt der Tory-Herrschaft“. Am frühen Abend zogen Demonstranten mit Rufen wie „May muss gehen!“ und „Keine Gerechtigkeit, kein Frieden“ im Zentrum von London durch Whitehall in Richtung Downing Street und dann weiter zum Broadcasting House in der Oxford Street. Zuvor hatte May am Vormittag Opfer in einem örtlichen Krankenhaus besucht und war am späten Nachmittag mit Opfern und Verwandten in einer Kirche in der Nachbarschaft des ausgebrannten Hochhauses zusammengetroffen. May sagte beim Besuch fünf Millionen Pfund (5,7 Millionen Euro) an Hilfen für die Opfer zu. Ferner versicherte sie den Bewohnern vom Grenfell Tower, in der Nähe ihres bisherigen Wohnorts neue Wohnungen zu bekommen. Auch die Bezirksverwaltung von Kensington und Chelsea sagte am Abend, dass obdachlos gewordene Bewohner innerhalb des Stadtteils umgesiedelt würden. Bei Mays Besuch kam es zu Protesten, so dass sie von der Polizei vor wütenden Demonstranten in Sicherheit gebracht wurde.[79][80]

Am 17. Juni bei Trooping the Colour, der alljährlichen Militärparade zu Ehren des Geburtstages der Königin, gab es eine Schweigeminute.[81]

Londons Bürgermeister Sadiq Khan brachte den Abriss veralteter Hochhäuser ins Gespräch. Dies könne bei Hochhäusern aus den 1960er und -70er Jahren aus Sicherheitsgründen nötig werden, schrieb Khan in einem Beitrag für die Sonntagszeitung The Observer. In der Wiederaufbauphase nach dem Krieg seien viele Hochhäuser entstanden, die heutigen Standards nicht mehr entsprächen.[82]

Nach Aussage der britischen Behörde Department for Communities and Local Government entspricht eine Verkleidung aus Aluminium-Polyethylen-Verbundplatten nicht der Building Regulations Guidance. Dieses Material sollte nicht bei über 18 Meter hohen Gebäuden verwendet werden. Schatzkanzler Philip Hammond erklärte aufgrund dieser Angaben, dass dieses Material im Vereinigten Königreich verboten sei und dass nun untersucht werde, ob im Fall des Grenfell Tower gegen Bauvorschriften verstoßen worden sei.[83][84]

Am 21. Juni 2017 veröffentlichte der britische Musikproduzent Simon Cowell eine Version des von Simon & Garfunkel stammenden Liedes Bridge over Troubled Water. An der Neuaufnahme, die unter dem Namen Artists for Grenfell erschien, waren über 50 Künstler beteiligt. Die Erlöse sollen über die Hilfsorganisation The London Community Foundation den Opfern der Brandkatastrophe zugutekommen. Cowell selbst hat nach eigenen Angaben bereits 100.000 Pfund für diesen Zweck gespendet.[85][86]

Die erste Phase der strafrechtlichen Aufarbeitung liegt bei Scotland Yard, wo eine 250-köpfige Sonderkommission gebildet wurde. Im besonderen Fokus stehen die Planung und Realisierung der dem Brand vorausgegangenen Sanierungsmaßnahmen, wobei auch Ermittlungen in Richtung fahrlässiger Tötung nicht ausgeschlossen werden.[87]

Zum ersten Jahrestag wird mit mehreren Gedenkveranstaltungen an die Opfer erinnert.[88]

Konsequenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anderthalb Wochen nach der Grenfell-Brandkatastrophe wurden die Bewohner von fünf anderen Hochhäusern im Norden Londons wegen Brandgefahr evakuiert und in Notunterkünften und Hotels untergebracht. Die Feuerwehr hatte dort erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt: unter anderem brennbare Fassaden, Fehler bei der Isolierung von Gasleitungen und das Fehlen von Brandschutztüren.[89] In den fünf Hochhäusern der Großwohnsiedlung Chalcots Estate im Stadtviertel Swiss Cottage des London Borough of Camden waren rund 800 Haushalte bzw. 4000 Bewohner des Burnham Tower, Bray Tower, Blashford Tower, Taplow Tower und Dorney Tower betroffen. In den kommenden Wochen sollte die Fassadenverkleidung der Häuser entfernt werden.[90] Der Grund seien „dringende Arbeiten zur Brandsicherheit“, teilten die Behörden am 23. Juni 2017 mit. Die Entscheidung sei nach einer Inspektion der Feuerwehr getroffen worden. Die Feuerwehrleute sagten demnach, sie könnten die Sicherheit der Bewohner nicht garantieren.[91] Eines der fünf Gebäude, der Blashford Tower, wurde nachträglich jedoch als sicher eingestuft, es war von 2006 bis 2009 von demselben Unternehmen saniert worden wie der Grenfell Tower.

Die Grenfell-Brandkatastrophe entwickelte sich landesweit zu einem Skandal.[92] Nachdem das Kabinett von Theresa May angekündigt hatte, landesweit insgesamt 600 Hochhäuser mit ähnlichen Fassadenkonstruktionen wie beim Grenfell Tower überprüfen zu lassen, wurden bei den ersten untersuchten 75 Häusern ohne Ausnahme Brandschutzmängel festgestellt. 60 Hochhäuser in 25 Gemeinden wurden nach Prüfungen der Fassadenverkleidung als brandgefährdet eingestuft; betroffen waren unter anderem Häuser in den Städten Manchester, Portsmouth und Plymouth.[93][94]

Am 25. Juni 2017 brach bei einem Brand im Wohnblock „Waxham House“ in West-Hampstead eine Panik aus.[95][96] Die Nachrüstung der Londoner Hochhäuser mit besserem Brandschutz und Sprinkleranlagen soll mehr als 400 Millionen britische Pfund kosten.[97]

Der Vorsitzende des zuständigen Gemeinderats und der Chef der kommunalen Hausverwaltung traten am 30. Juni 2017 in London zurück.[98] Britische Medien hatten zuvor Dokumente veröffentlicht, denen zufolge zunächst weniger leicht entflammbare Fassadenteile für die Sanierung des Hochhauses vorgesehen waren. Um Geld zu sparen, habe sich die Verwaltung aber für eine billigere Variante entschieden.[99]

Die Londoner Feuerwehr stellt im Rahmen der turnusgemäßen Flottenerneuerung ab dem Jahr 2019 zwölf Drehleiter-Fahrzeuge mit einer Rettungshöhe von 32 Metern, sowie erstmals drei mit einer Rettungshöhe von 64 Metern in Dienst.[100][101]

In anderen Ländern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Juni 2017 wurde in Wuppertal wegen einer ähnlichen Fassadendämmung und Brandschutzmängeln ein elfstöckiges Wohnhaus im Wohnquartier Hilgershöhe im Stadtteil Barmen von Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt evakuiert und der Zutritt ins Gebäude auch tagsüber verboten.[102]

Feuerwehr und Verwaltung der Stadt Dortmund stellten bei einer Begehung schwere Brandschutzmängel am Wohnkomplex Hannibal im Stadtteil Dorstfeld fest. Das Gebäude mit seinen mehr als 750 Bewohnern und über 400 Wohneinheiten wurde am 21. September 2017 geräumt und ist seither unbewohnbar.[103]

In Frankreich soll ein neues Gesetz bei Gebäuden, die mehr als 28 m hoch sind, brennbare Fassadenbestandteile verbieten. Bereits jetzt müssen die Fassaden unbrennbar sein, wenn das Gebäude 50 Meter oder höher ist.[104]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandunglücke, bei denen vorgehängte Fassaden mit Aluminium-Verbundplatten eine Rolle spielten:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grenfell Tower – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Grenfell Tower death toll may not be known until end of year – police, The Guardian, 28. Juni 2017.
  2. a b Grenfell Tower death toll increases to at least 80, say police – video, Video der Metropolitan Police auf theguardian.com, 28. Juni 2017.
  3. Planning Policy Consultations: Adoped Kensington Academy and Leisure Centre (KALC) SPD, The Royal Borough of Kensington and Chelsea, 2011. Consultation Documents, Abschnitt 3.1.2.
  4. Grenfell Tower: firefighters search overnight with toll expected to rise, The Guardian, 15. Juni 2017.
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  9. Glendinning, Miles; Muthesius, Stefan: Tower block: Modern public housing in England, Scotland, Wales, and Northern Ireland. Published for the Paul Mellon Centre for Studies in British Art by Yale University Press, 1994, ISBN 0-300-05444-0, S. 355 (towerblock.org).
  10. Grenfell Tower floorplan shows how 120 flats were packed into highrise. In: The Telegraph. (telegraph.co.uk [abgerufen am 14. Juni 2017]).
  11. London tower block’s refurbishment raises fire safety questions. In: Financial Times vom 14. Juni 2017, abgerufen am 14. Juni 2017.
  12. Grenfell Tower. (Nicht mehr online verfügbar.) 14. Juni 2017, archiviert vom Original am 14. Juni 2017; abgerufen am 14. Juni 2017.
  13. Eleanor Rose: Who are KCTMO, the management company behind Grenfell Tower. In: standard.co.uk. 14. Juni 2017, abgerufen am 18. Juni 2017.
  14. Rydon lands Grenfell Tower refurbishment. (Nicht mehr online verfügbar.) 14. Juni 2017, archiviert vom Original am 14. Juni 2017; abgerufen am 14. Juni 2017.
  15. Celotex. 15. Juni 2017, abgerufen am 12. September 2017.
  16. a b c James Tapsfield, Martin Robinson: 'It's corporate manslaughter': London MP calls for arrests saying hundreds may have died after warnings over dangerous cladding were ignored. MailOnline, 15. Juni 2017, abgerufen am 16. Juni 2017 (englisch).
  17. PUR und PIR: Was ist der Unterschied?, 26. Juni 2006
  18. Jonathan Bore, Executive Director Planning and Borough Development: TOWN AND COUNTRY PLANNING ACT 1990 - TOWN AND COUNTRY PLANNING - (DEVELOPMENT MANAGEMENT PROCEDURE) ORDER 2010 - APPROVAL OF DETAILS RESERVED BY CONDITION(S). 30. September 2014.: „Main building panels: Reyondbond/Reynolux, in Smoke Silver Metallic (colour No. E9107S) attached with a concealed fixings“
  19. Grenfell Tower :: Harley Facades Limited. (Nicht mehr online verfügbar.) 14. Juni 2017, archiviert vom Original am 14. Juni 2017; abgerufen am 14. Juni 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.harleyfacades.co.uk
  20. Reynobond Europe ACM ACP Aluminium Composite Material. In: arconic.com. 2017. Abgerufen am 15. Juni 2017: „Reynobond Aluminiumverbundplatte besteht aus zwei einbrennlackierten Aluminiumblechen, die beidseitig im Schmelzfixierverfahren auf einen Polyethylenkern aufgebracht werden.“
  21. a b Reynobond Architecture and Reynolux Building certifications. (PDF (647 kB)) Arconic, 20. April 2017, abgerufen am 16. Juni 2017 (englisch).
  22. a b Alexi Mostrous, David Brown, Sean O’Neill, John Simpson, Sam Joiner: US banned cladding that was used on Grenfell Tower. In: The Times. Times Newspapers Ltd., 16. Juni 2017, abgerufen am 16. Juni 2017 (englisch).
  23. Grenfell Action Group: About. Abgerufen am 22. Juni 2017 (amerikanisches Englisch).
  24. Another fire safety scandal auf Grenfell Action Group
  25. KCTMO – Playing with fire! Original des häufig zitierten Blogs der Grenfell Action Group, der die Katastrophe erstaunlich genau vorhersagt.
  26. Wie schützt man Bewohner von Hochhäusern vor Feuer? Frankfurter Allgemeine vom 15. Juni 2017, abgerufen am 2. April 2018
  27. a b Jens Witte: Versagen auf allen Ebenen. In: Spiegel Online. SPIEGEL ONLINE GmbH & Co. KG, Hamburg, 4. Juni 2018, abgerufen am 20. März 2019.
  28. grenfellactiongroup: KCTMO – Feeling the Heat! In: Grenfell Action Group. 14. März 2017, abgerufen am 14. Juni 2017.
  29. Stefanie Bolzen: Hochhausbrand in London: „Es war so schrecklich. Die Schreie. Die Hilflosigkeit“. In: welt.de. 14. Juni 2017, abgerufen am 18. Juni 2017.
  30. Grenfell Tower Regeneration Newsletter. Kensington & Chelsea TMO, Juli 2014 (PDF)
  31. a b c Dr. Barbara Lane: Dr Barbara Lane's expert report (supplemental). In: Grenfell Tower Inquiry. Abgerufen am 20. März 2019 (englisch).
  32. grenfellactiongroup: Grenfell Tower Still A Fire Risk. In: Grenfell Action Group. 24. Januar 2016, abgerufen am 14. Juni 2017.
  33. Daniel Zylbersztajn: Ein Jahr nach dem Hochhausbrand: Grenfell Tower – Asche im Herzen. In: Die Tageszeitung: taz. 13. Juni 2018, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 15. Juni 2018]).
  34. Hochhaus Inferno in London – Menschen versuchen sich abzuseilen – Trümmerteile stürzen herab, N24, 14. Juni 2017.
  35. Hochhaus in London steht in Flammen: Mehrere Tote. Der Standard, 14. Juni 2017.
  36. Richard Bilton: London Tower Fire: Britain’s Shame. BBC One Panorama vom 19. Juni 2017.
  37. Grenfell Tower residents say managers 'brushed away' fire safety concerns. In: www.theguardian.com 14. Juni 2017.
  38. London fire: A visual guide to what happened at Grenfell Tower. BBC News vom 19. Juni 2017, abgerufen am 21. Juni 2017.
  39. Grenfell Tower fire update. London Fire Brigade, abgerufen am 21. Juni 2017.
  40. London fire: Six killed as Grenfell Tower engulfed, BBC, 14. Juni 2017.
  41. „Wir konnten nichts tun“, Spiegel Online, 14. Juni 2017.
  42. Met confirms 17 dead with further fatalities expected from Grenfell blaze – as it happened. The Guardian vom 15. Juni 2017, abgerufen am 21. Juni 2017.
  43. a b Grenfell Tower fire: police raise death toll to 79, The Guardian, 19. Juni 2017.
  44. London fire latest: Twelve confirmed dead in Grenfell Tower as death toll expected to rise. In: The Telegraph. (telegraph.co.uk [abgerufen am 14. Juni 2017]).
  45. Zwölf Tote und mindestens 79 Verletzte bei Hochhausbrand in London, sueddeutsche.de 14. Juni 2017
  46. Feuerwehr unterbricht Suche in ausgebranntem Hochhaus, Deutschlandfunk, 15. Juni 2017.
  47. a b c Statement of Control Operations Manager Alexandra Norman. In: Grenfell Tower Inquiry. 18. Juli 2018, abgerufen am 9. Februar 2019 (englisch).
  48. a b Witness Statement - LFB - Michael Dowden MET00010915. In: Grenfell Tower Inquiry. 25. Juni 2018, abgerufen am 9. Februar 2019 (englisch).
  49. a b c d e f Enquiring Grenfell, Chronological Events of 14th June 2017. Abgerufen am 19. März 2019 (englisch).
  50. Firefighter tells inquiry dousing Grenfell Tower fire was like ‘using garden hose’. In: ITV News. 18. Juli 2018, abgerufen am 19. März 2019 (englisch).
  51. Robert Booth: Grenfell fire chief says he failed to make safety checks before disaster. In: The Guardian. 25. Juni 2018, abgerufen am 9. Februar 2019 (englisch).
  52. Lily Allen and the row on how Grenfell Tower's death toll is being reported, BBC, 17. Juni 2017.
  53. Wir schicken da keine Leute rein. In: Zeit online vom 15. Juni 2017, abgerufen am 19. Juni 2017.
  54. London fire: Why don't we know how many died in Grenfell Tower?, BBC, 29. Juni 2017.
  55. 6 confirmed dead in Grenfell Tower inferno, figure ‘likely to rise’ – police, travelwirenews, 14. Juni 2017.
  56. Death Toll Rises to 12 in London High-Rise Blaze, Bloomberg, 14. Juni 2017.
  57. Grenfell Tower fire: At least 17 dead as police say they may not be able to identify all the bodies, The Independent, 15. Juni 2017.
  58. Hochhausbrand: Zahl der Toten steigt auf mindestens 30, Deutschlandfunk, 16. Juni 2017.
  59. UPDATE: Grenfell Tower fire investigation (Memento vom 27. Juni 2017 im Internet Archive), Metropolitan Police, 18. Juni 2017.
  60. London fire: 58 missing, presumed dead - police, BBC, 17. Juni 2017.
  61. Grenfell Tower: 58 people missing, presumed dead as Theresa May admits response was 'not good enough', The Telegraph, 17. Juni 2017.
  62. Bis zu 79 Tote nach Hochhausbrand (Memento des Originals vom 25. Juni 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mdr.de, MDR, 19. Juni 2017.
  63. Polizei rechnet mit mindestens 79 Toten nach Hochhausbrand, Die Zeit, 19. Juni 2017.
  64. Grenfell Tower police make 87 recoveries of human remains, The Guardian, 5. Juli 2017.
  65. Grenfell fire investigators turn to 9/11 experts to help identify victims, The Guardian, 19. Juli 2017
  66. Grenfell death toll 'may be below 80'. In: BBC News. Abgerufen am 3. September 2017.
  67. London: Polizei rechnet mit 79 Toten nach Londoner Hochhausbrand, Augsburger Allgemeine, 19. Juni 2017
  68. Hochhaus-Inferno in London – War die Dämmung der Brandbeschleuniger?, n-tv, 14. Juni 2017
  69. Did faulty fridge cause Grenfell Tower fire? The theories fire chiefs will examine, telegraph.co.uk, 14. Juni 2017.
  70. London fire: Grenfell Tower's design helped spread blaze up the outside, experts say. www.independent.co.uk vom 14. Juni 2017.
  71. Grenfell Tower had just had an £8.7m refurb – but was new cladding to blame?, metro.co.uk, 14. Juni 2017.
  72. Warum ein Hochhaus-Feuer wie in London in Deutschland unwahrscheinlich ist, FAZ.net, 14. Juni 2017.
  73. Thomas L. Junod: Gaseous Emissions and toxic hazards associated with plastics in fire situations - a literature review. NASA. 1976. Archiviert vom Original am 15. Mai 2017. Abgerufen am 23. Juni 2017.
  74. Fire Hazard of Polyurethane and Other Organic Foam Insulation Aboard Ships and in Construction. Arbeitsministerium der Vereinigten Staaten, Occupational Safety and Health Administration. Archiviert vom Original am 28. April 2017. Abgerufen am 23. Juni 2017.
  75. Danny Boyle: Grenfell Tower victims 'poisoned by cyanide' after insulation 'released highly toxic gas'. In: The Telegraph, 22. Juni 2017. Archiviert vom Original am 22. Juni 2017. Abgerufen am 23. Juni 2017. 
  76. Die Feuer-Katastrophe vom Grenfell Tower. In: Die Presse. (diepresse.com [abgerufen am 14. Juni 2017]).
  77. Heftige Kritik an May nach Wahlschlappe in Großbritannien, Stern, 10. Juni 2017.
  78. Labour will in Großbritannien mit Protesten Neuwahlen erzwingen, Tiroler Tageszeitung, 15. Juni 2017.
  79. Wütende Demonstranten dringen in Londoner Rathaus ein, welt.de, 16. Juni 2017.
  80. ‘We want justice’: Grenfell Tower protests spill on to streets, The Guardian am 17. Juni 2017
  81. Minute's silence for Grenfell Tower victims at Trooping the Colour for Queen's official birthday. In: ITV News, ITV, 17. Juni 2017. Abgerufen am 18. Juni 2017. 
  82. Feuer in Londoner Hochhaus: Gebäudeverkleidung war möglicherweise verboten. In: Tagesschau. 18. Juni 2017, abgerufen am 18. Juni 2017.
  83. Andrew Sparrow: Cladding on Grenfell Tower is banned on UK high-rises, says Philip Hammond. In: The Guardian. 18. Juni 2017, abgerufen am 20. Juni 2017.
  84. „Der britische Schatzkanzler Philip Hammond sagte der BBC, dass die brennbare Gebäudeverkleidung des Grenfell Towers in Großbritannien verboten sei. Die strafrechtliche Untersuchung solle nun prüfen, ob bei der Renovierung des Hochhauses gegen Gesetze verstoßen worden ist.“ – Grenfell Tower: Gebäudeverkleidung war offenbar verboten, Die Zeit, 18. Juni 2017
  85. Simon Cowell to release Grenfell Tower charity single on Wednesday. The Daily Telegraph, 22. Juni 2017, abgerufen am 1. Juli 2017. (englisch)
  86. Charity single for Grenfell Tower released as Simon Cowell donates £100,000. The Guardian, 22. Juni 2017, abgerufen am 1. Juli 2017. (englisch)
  87. https://www.theguardian.com/uk-news/2017/jun/28/grenfell-tower-death-toll-may-not-be-known-until-end-of-year-say-police
  88. FAZ.net, 14. Juni 2018, Ein Jahr nach Brand im Grenfell Tower: Gedenken in London@1@2Vorlage:Toter Link/www.faz.net (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  89. 4000 Personen wegen Feuergefahr aus Hochhäusern in London evakuiert, Neue Zürcher Zeitung, 24. Juni 2017.
  90. Behörden lassen fünf Londoner Hochhäuser evakuieren, Die Zeit, 23. Juni 2017.
  91. Nach Grenfell-Brandkatastrophe – Behörden lassen fünf Londoner Hochhäuser evakuieren (Memento des Originals vom 27. Juni 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.heute.de, ZDFheute, 24. Juni 2017.
  92. Britische Behörden fürchten um Sicherheit von Hochhäusern
  93. Huge fire at Mansfield Road flat now under control: London Fire Brigade, Geo Television Network, 26. Juni 2017.
  94. TOTAL FAILURE: First 60 tower blocks tested after Grenfell tragedy fail fire safety checks
  95. Residents' panic as fire guts flat in council block
  96. More than 50 firefighters called to blaze at London block of flats
  97. Grenfell tower: Fire safety upgrade and sprinkler works to top £400m in London, Architects Journal, 16. Oktober 2017
  98. Erste Rücktritte nach Brand von Londoner Hochhaus orf.at, 1. Juli 2017.
  99. Bereits 160 Risiko-Hochhäuser in Großbritannien entdeckt, FAZ, 1. Juli 2017.
  100. Lucy Pasha-Robinson: London Fire Brigade 'buying aerial ladders that could have reached block's upper floors'. In: The Independent. Abgerufen am 19. März 2019 (englisch).
  101. Tom George: We've ordered 15 new Turntable Ladders with @EOneUKLtd @MCamiva 12 x 32 metres and 3 x 64 metres, they'll be the longest ladders in the country, can't wait.pic.twitter.com/PKOjJGS2aE. In: @lfbtomgeorge. 7. Februar 2019, abgerufen am 19. März 2019 (englisch).
  102. Feuergefahr in Wuppertal: Bewohner des evakuierten Hochhauses sind wütend. RP Online, 27. Juni 2017, abgerufen am 27. Juni 2017.
  103. Dortmund räumt riesigen Hochhauskomplex. Spiegel Online, 21. September 2017, abgerufen am 21. September 2017.
  104. Sky News: France plans new cladding law after Grenfell fire disaster
  105. Alubond stops making plastic-filled cladding used in The Address Downtown Dubai. The National. 13. Juni 2016. Abgerufen am 15. Juni 2017.
  106. New fire code requires builders to reduce cladding flammability in UAE buildings. The National. 23. Januar 2017. Abgerufen am 15. Juni 2017.
  107. Fire Risks From External Cladding Panels – A Perspective From The UK. Probyn Miers. 2016. Abgerufen am 15. Juni 2017.
  108. London Fire: Melbourne skyscraper fire, caused by shoddy cladding, may have been a warning for London. news.com.au. 15. Juni 2017. Abgerufen am 15. Juni 2017.
  109. a b Cladding fire risk ignored by officials. The Australian. 4. Juni 2015. Abgerufen am 15. Juni 2017.
  110. a b Lei Peng, Zhaopeng Ni, Xin Huang: Review on the Fire Safety of Exterior Wall Claddings in High-rise Buildings in China. In: Procedia Engineering (= 9th Asia-Oceania Symposium on Fire Science and Technology). Band 62, 1. Januar 2013, S. 663–670, doi:10.1016/j.proeng.2013.08.112 (sciencedirect.com [abgerufen am 15. Juni 2017]).
  111. Lessons from Lakanal. Inside Housing. 10. März 2017. Abgerufen am 15. Juni 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.insidehousing.co.uk (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Koordinaten: 51° 30′ 50,5″ N, 0° 12′ 56,7″ W