Greundiek

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Greundiek
Greundiek 2009.jpg
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
andere Schiffsnamen

Rita Dölling
Hermann-Hans

Schiffstyp Küstenmotorschiff
Rufzeichen DHGB
Heimathafen Stade
Eigner Alter Hafen Stade e. V.
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
46,55 m (Lüa)
Breite 7,60 m
Tiefgang max. 3,30 m
Vermessung 348 BRT / 183 NRT
Maschinenanlage
Maschine Deutz-Dieselmotor
Maschinen-
leistung
250 PS (184 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
9 kn (17 km/h)
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 535 tdw
Sonstiges
Registrier-
nummern

IMO-Nr. 5148998

Die Greundiek ist ein Museumsschiff mit Heimathafen Stade. Eigner des ehemaligen Küstenmotorschiffs ist der Verein Alter Hafen Stade.

Geschichte des Schiffes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Greundiek wurde 1949 als Hermann-Hans auf der Rickmers-Werft in Bremerhaven auf Kiel gelegt; der Stapellauf war im Januar 1950. Der Bau nach Entwürfen der Werft geschah noch unter den Beschränkungen des Alliierten Kontrollrats nach dem Zweiten Weltkrieg, die ab 1948 den Neubau von Küstenmotorschiffen bis zu einer bestimmten Größe wieder erlaubten. Das Schiff war eines der ersten nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gebauten Schiffe und eines der ersten zivilen Schiffe in Vollschweißbauweise überhaupt.[1] Auftraggeber des Schiffes, das zunächst 33,79 Meter lang war und später verlängert wurde, war der Reeder Hermann Behrens, der das Schiff nach seinen beiden im Krieg gefallenen Söhnen benannte.[2]

1965 wurde die Hermann-Hans an Henry Dölling verkauft, der das Schiff nach seiner Frau in Rita Dölling umbenannte.[3]

Im Jahr 1986 kaufte der Landkreis Stade das Schiff für die Seefahrtschule Grünendeich, die an Bord Unterrichtseinheiten für die Ausbildung zum Schiffsmechaniker durchführte. Das Schiff, das jetzt in die plattdeutsche Ortsbezeichnung Greundiek umbenannt wurde, bekam einen Liegeplatz in der Lühemündung oberhalb des Lühesperrwerks. Als die maschinentechnische Ausbildung von der Seefahrtsschule an die Hamburger Fachhochschule verlegt wurde, wurde das Schiff für die praktische Ausbildung nicht mehr benötigt.[4]

Die Greundiek als Museumsschiff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1994 kaufte der Verein Alter Hafen Stade e. V. die Greundiek vom Landkreis Stade. Nach ersten Reparaturarbeiten im Dock der Hamburger Norderwerft bekam das Schiff am 22. April des Jahres seinen Liegeplatz im Hafen von Stade. Dort wurde es bis 2000 restauriert und wieder in einen fahrbereiten Zustand gebracht.[5]

Das Schiff, das weitgehend im Originalzustand erhalten ist, ist als technisches Kulturdenkmal in das Verzeichnis der beweglichen Kulturdenkmale Niedersachsens eingetragen.[1] Ende Januar 2003 erhielt der Verein Alter Hafen Stade e. V. den Landespreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung für Denkmalpflege für die Restaurierung des Schiffes.[6]

Genutzt wird das Museumsschiff für Veranstaltungen aller Art und für Fahrten auf der Elbe und im Ostseeraum. Das Schiff ist für die Küstenfahrt zugelassen.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Museumsschiff „Greundiek“ – Das Stader Küstenmotorschiff
  2. Museumsschiff „Greundiek“ – Das Stader Küstenmotorschiff und seine Geschichte bis 1965
  3. Museumsschiff „Greundiek“ – Das Stader Küstenmotorschiff und seine Geschichte von 1965 bis 1986
  4. Museumsschiff „Greundiek“ – Das Stader Küstenmotorschiff und seine Geschichte von 1986 bis 1994
  5. Museumsschiff „Greundiek“ – Das Stader Küstenmotorschiff und seine Geschichte nach 1994
  6. Preis für Denkmalpflege der Niedersächsischen Sparkassenstiftung an MS „Greundiek“, Stade, Pressemitteilung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, 30. Januar 2003.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 53° 36′ 11″ N, 9° 28′ 44″ O