Grevenmacher

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Grevenmacher
Wappen Karte
Wappen von Grevenmacher Lage von Grevenmacher im Großherzogtum Luxemburg
Basisdaten
Staat: Luxemburg
Koordinaten: 49° 41′ N, 6° 26′ OKoordinaten: 49° 40′ 46″ N, 6° 26′ 0″ O
Kanton: Grevenmacher
Einwohner: 4921 (1. Januar 2018)[1]
Fläche: 16,5 km²
Bevölkerungsdichte: 298,6 Einw./km²
Postleitzahl: 6701–6850
Gemeindenummer: 00007004
Website: www.grevenmacher.lu
Politik
Bürgermeister: Léon Gloden (CSV)
Wahlsystem: Proporzwahl

Grevenmacher (luxemburgisch Gréiwemaacher) ist Hauptort des gleichnamigen Kantons Grevenmacher im Großherzogtum Luxemburg. Bis 2015 war Grevenmacher auch Hauptort des Distrikts Grevenmacher; 2015 wurden die Distrikte abgeschafft und deren Befugnisse ins Innenministerium verlegt. Die Gemeinde Grevenmacher, zu der Potaschberg gehört, zählt nur eine Sektion.

In Grevenmacher leben Menschen mit 79 verschiedenen Nationalitäten; 58,51 Prozent der 4917 Einwohner sind Luxemburger, 41,85 Prozent sind Nicht-Luxemburger.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortschaften Grevenmacher und Potaschberg. Sie ist Mitglied verschiedener Kommunalverbände.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Zuge der Moselkanalisierung errichtete Staustufe Grevenmacher schleust im Jahr ca. 10.000 Wasserfahrzeuge. Eine weitere Aufgabe ist die Regulierung des Moselpegels.

Unmittelbar an der Stadt führt die A1 (TrierLuxemburg) vorbei. Diese erreicht man über die Nationalstraße 14. Das Moselufer entlang führt die Nationalstraße 10 durch die Stadt nach Wasserbillig bzw. Wormeldingen und Remich.

Mit einer Straßenbrücke über die Mosel besteht eine direkte Verbindung auf das deutsche Moselufer hinüber zur Gemeinde Wellen. Die baufällig gewordene Moselbrücke wurde 2011 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Der Bahnhof Grevenmacher war bis zur Einstellung des Verkehrs Endpunkt der Bahnstrecke Ettelbrück–Grevenmacher. Lediglich einzelne Güterzüge fahren noch auf dem Teilstück von Wasserbillig zum Moselhafen Mertert. Der Bahnhof in Wellen an der Bahnstrecke Thionville–Trier liegt jedoch nur rund 300 Meter von der Moselbrücke entfernt. Hier halten Züge der deutschen Regionalbahn-Linie RB 82 in Richtung Trier, Perl und Wittlich.

Der große Brand von 1822[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. November 1822 kam es zu einer großen Brandkatrastophe, u. a. wurden 147 Wohnhäuser sowie Stallungen und Scheunen zerstört. Als Folge der Katastrophe veranlasste die Deputation der Stände des Großherzogtums von Lützemburg eine große Sammelaktion zugunsten der Opfer.[3]

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 1980 wurde die Städtepartnerschaft zwischen Grevenmacher und Aubière, Puy-de-Dôme, Frankreich in Aubière besiegelt.[4] Es finden regelmäßig Treffen zwischen Einwohnern, Schulklassen, Vereinen oder anderen Gruppen aus Aubière und Grevenmacher statt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. STATEC Luxembourg – Population par canton et commune 1821–2018 (franz.)
  2. Syndicats. In: Administration Communale de la Ville de Grevenmacher. (grevenmacher.lu [abgerufen am 24. August 2018]).
  3. Monique Hermes: Der Brand von 1822 in Grevenmacher aus bulletin municipal 10/2012. Abgerufen am 4. Mai 2017 (deutsch).
  4. Aubière - ville jumelée. In: Administration Communale de la Ville de Grevenmacher. (grevenmacher.lu [abgerufen am 24. August 2018]).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Philippe Knaff: Geschichtliche Abhandlung über die Stadt und ehemalige Festung und Landrichterei Grevenmacher, Luxemburg, 1867.
  • Anton Wagner: Alterthümliche Merkwürdigkeiten der Stadt Grevenmacher, Grevenmacher, 1885.
  • Adolphe Berens: Die Anfänge der Stadt und Festung Grevenmacher, Grevenmacher, 1952.
  • Grevenmacher 1252–1952: Festschrift zur 700-Jahrfeier des Freiheitsbriefes, Grevenmacher, 1952.
  • Jos. Hurt: Der Kreuzerberg und seine Geschichte, Grevenmacher, 1956.
  • Jos. Hurt: Zur Vorgeschichte von Machern – Von der angeblich ersten Erwähnung (634) bis zur Stadtbefreiung (1252); in: T’Hémecht 11 (1958), Nr. 4, Ss. 62–84; Luxemburg, Sankt Paulus Druckerei, 1958.
  • Kanton Gréiwemaacher, nos cahiers 3, Luxembourg, 1999.
  • Monique Hermes, Emile Krier, Carlo Weber: Gréiwemaacher – Mein Gemeen, éditions revue s. a., Luxembourg, 2016.
  • Émile Donckel: Fragmente aus der Kirchengeschichte von Grevenmacher; in: Grevenmacher 1252–1952; Festschrift (…); Grevenmacher, 1952.
  • Edouard M. Kayser: De la „curtis Machera“ à la ville-marché de Grevenmacher. Un exemple particulier de développement urbain dans le Luxembourg médiéval (XIIe-XIVe siècles); in: Hémecht 45 (1993), Ss. 5–30 (ill.); Luxemburg (Sankt Paulus Verlag), 1993.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grevenmacher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien