Griechische Basketballnationalmannschaft

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Griechenland
Ελλάδα
Basketballverband-GRE.svg
Verband EOK
FIBA-Mitglied seit 1932 (Gründungsmitglied)
FIBA-Weltranglistenplatz 10
Trainer Fotis Katsikaris
Rekordspieler Panagiotis Giannakis
Weltmeisterschaften
Endrundenteilnahmen 7 (Erste: 1952)
Beste Ergebnisse 2. Platz (2006)
Olympische Spiele
Endrundenteilnahmen 4 (Erste: 1986)
Beste Ergebnisse 5. Platz (1996, 2004, 2008)
Kontinentale Meisterschaften
Meisterschaft Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 24 (Erste: 1949)
Beste Ergebnisse 1. Platz (1987, 2005)
(Stand: 28. Oktober 2013)

Die griechische Basketballnationalmannschaft repräsentiert die Republik Griechenland bei internationalen Spielen oder bei Freundschaftsspielen. Ihre bisher größten Erfolge waren die Europameisterschaftssiege 1987 und 2005 sowie die Vize-Weltmeisterschaft 2006.

Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weltmeisterschaft
    • Silber (1x): 2006
  • Europameisterschaft
    • Gold (2x): 1987, 2005
    • Silber (1x): 1989
    • Bronze (2x): 1949, 2009
  • Stanković Cup
    • Gold (1x): 2006
  • Mittelmeerspiele:
    • Gold (1x): 1979
    • Silber (4x): 1991, 2001, 2005, 2009
    • Bronze (3x): 1955, 1971, 1987

Abschneiden bei internationalen Turnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal an den Olympischen Spielen teilgenommen hat Griechenland 1952 im finnischen Helsinki. Bis 1996 sollte dies die einzige Teilnahme des Landes sein. Nach 1996 nahm Griechenland auch 2004 an den Wettbewerben im eigenen Land teil und erreichte dabei jeweils den fünften Platz.

  • 1936 - nicht teilgenommen
  • 1948 - nicht teilgenommen
  • 1952 - 17. Platz
  • 1956 - nicht teilgenommen
  • 1960 - nicht teilgenommen
  • 1964 - nicht teilgenommen
  • 1968 - nicht teilgenommen
  • 1972 - nicht teilgenommen
  • 1976 - nicht teilgenommen
  • 1980 - nicht teilgenommen
  • 1984 - nicht teilgenommen
  • 1988 - nicht teilgenommen
  • 1992 - nicht teilgenommen
  • 1996 - 5. Platz
  • 2000 - nicht teilgenommen
  • 2004 - 5. Platz
  • 2008 - 5. Platz
  • 2012 - nicht teilgenommen

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vizeweltmeisterschaft 2006

An einer Weltmeisterschaft nahm die griechische Nationalmannschaft erstmals 1986 teil und erreichte dort den zehnten Platz. Seit dem verpasste Griechenland lediglich die Endrunde 2002 in den Vereinigten Staaten und schaffte es dabei sich immer auf den vorderen Rängen zu platzieren. Während Griechenland 1994 und im eigenen Land 1998 zwar jedes Mal den Sprung ins Halbfinale schaffte, verloren sie in Folge ihre Spiele und schlossen beide Turniere lediglich mit dem vierten Platz ab. 2006 bei der Weltmeisterschaft in Japan gewann Griechenland die Silbermedaille und setzte sich dabei auf dem Weg ins Finale unter anderem gegen die hoch favorisierte Auswahl der USA durch.

  • 1950 - nicht teilgenommen
  • 1954 - nicht teilgenommen
  • 1959 - nicht teilgenommen
  • 1963 - nicht teilgenommen
  • 1967 - nicht teilgenommen
  • 1970 - nicht teilgenommen
  • 1974 - nicht teilgenommen
  • 1978 - nicht teilgenommen
  • 1982 - nicht teilgenommen

Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Szene aus der Begegnung Griechenland-Türkei (EM 2009)

Zum ersten Mal nahm die griechische Nationalmannschaft 1949 an einer Europameisterschaft teil und errang dort auf Anhieb den dritten Platz. In Folge nahm Griechenland bis 1985 nur unregelmäßig an den Endrunden teil und hatte keine besonderen Erfolge vorzuweisen. Der erste große Erfolg, der in Griechenland den Durchbruch für die Nationalmannschaft bedeuten sollte, war die gewonnene Europameisterschaft von 1987. Im eigenen Land besiegte Griechenland dabei im Finale nach Verlängerung die hoch favorisierte Mannschaft aus der Sowjetunion mit 103:101. Star dieses Turnier war die, bis heute, größte griechische Sportikone Nikos Galis, der zum MVP des Turniers gewählt wurde. Bei dem darauf folgenden Turnier von 1989 erreichte Griechenland abermals das Finale, musste sich dort jedoch der Mannschaft Jugoslawiens geschlagen geben die, angeführt von ihrem Star Dražen Petrović, ohne eine Niederlage das Turnier gewinnen konnten. Mit der Silbermedaille von 1989 festigte Griechenland seine zwei Jahre zuvor erreichte Position unter Europas führenden Basketballnationen. Seit dem verpasste die griechische Nationalmannschaft bis heute keine Endrunde bei Europameisterschaften und landete dabei in der Regel immer auf den vorderen Rängen. 2005 gewann Griechenland in Serbien schließlich seine zweite Goldmedaille nachdem man im Finale die deutsche Nationalmannschaft mit 78:62 schlagen konnte. Die Verteidigung des Titels beim folgenden Turnier scheiterte mit der Niederlage gegen Spanien im Halbfinale. Auch das Spiel um Platz 3 gaben die Griechen folgend an die Mannschaft von Litauen ab. 2009 scheiterte die Nationalmannschaft Griechenlands erneut im Halbfinale am späteren Europameister Spanien. Während man, an eigenen Ansprüchen gemessen, zwei eher enttäuschende Platzierungen bei den Turnieren 2011 und 2013 erreichte. Waren 2015 die Erwartungen, nachdem alle nominierten Spieler ihre Zusage zur Teilnahme am Turnier angekündigt hatten, mit dem erreichen einer Platzierung unter den ersten drei wieder höher gesteckt. Diese Hoffnung beendete im Viertelfinale erneut die spanische Mannschaft welche die Griechen knapp mit 73:71 Punkten bezwingen konnten. Nach dem erreichen von Rang 5 gab Vasilis Spanoulis, Kopf und Führungsspieler dieser Auswahl, seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt.

  • 1947 - nicht teilgenommen
  • 1949 - Bronzemedaille
  • 1951 - 8. Platz
  • 1953 - nicht teilgenommen
  • 1955 - nicht teilgenommen
  • 1957 - nicht teilgenommen
  • 1959 - nicht teilgenommen
  • 1961 - 17. Platz
  • 1963 - nicht teilgenommen
  • 1965 - 8. Platz
  • 1967 - 12. Platz
  • 1969 - 10. Platz

Mittelmeerspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Mittelmeeranrainer nahm Griechenland stets an den Mittelmeerspielen teil. Den größten Erfolg der Nationalmannschaft stellt die Goldmedaille aus dem Jahr 1979 dar. Des Weiteren konnten vier Silber- (1991, 2001, 2005, 2009) sowie drei Bronzemedaillen (1955, 1971, 1987) gewonnen werden.

Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft im Juli 2008

Rekordnationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Spieler Spiele [1]
1 Panagiotis Giannakis 351
2 Panagiotis Fasoulas 244
3 Theofanis Christodoulou 220
4 Antonios Fotsis 189
5 Georgios Sigalas 185
6 Liveris Andritsos 182
7 Nikolaos Zisis 180
8 Dimitrios Kokolakis 178
9 Nikos Galis 168
10 Manthos Katsoulis 165

Erfolgreichste Korbjäger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Spieler Punkte [2]
1 Panagiotis Giannakis 5309
2 Nikos Galis 5125
3 Panagiotis Fasoulas 2384
4 Theofanis Christodoulou 2270
5 Panagiotis Koroneos 1832
6 Georgios Kolokithas 1807
7 Vasilios Goumas 1641
8 Georgios Kastrinakis 1614
9 Fragiskos Alvertis 1606
10 Georgios Trontzos 1543

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Spieler mit...
  • Die höchsten Siege in der Geschichte:
Gegner Ergebnis Differenz Datum Austragungsort Wettbewerb
KanadaKanada Kanada 123-49 +74 17.08.2010 Athen Akropolis-Turnier 2010
LuxemburgLuxemburg Luxemburg 119-46 +73 10.05.1980 Vevey Olympisches Qualifikationsturnier
LibyenLibyen Libyen 123-51 +72 09.09.1967 Tunis Mittelmeerspiele
SchweizSchweiz Schweiz 112-47 +65 19.08.1972 Augsburg Olympisches Qualifikationsturnier
LibanonLibanon Libanon 119-62 +57 14.70.2008 Athen Olympisches Qualifikationsturnier
MarokkoMarokko Marokko 115-60 +55 26.06.2005 Almeria Mittelmeerspiele
DanemarkDänemark Dänemark 87-33 +54 04.05.1972 Arnheim Olympisches Qualifikationsturnier
BulgarienBulgarien Bulgarien 125-73 +52 16.04.1977 ? Freundschaftsspiel
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 103-52 +51 09.06.1997 Bari Mittelmeerspiele
JapanJapan Japan 98-49 +49 20.07.1998 Athen Akropolis-Turnier 1998

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr Name Position Größe [cm] Jahrgang Verein Einsätze
04 Ioannis Athineou Guard 196 1988 GriechenlandGriechenland Olympiakos Piräus 011
05 Ioannis Bourousis (C) Center 213 1983 GriechenlandGriechenland Panathinaikos Athen 141
08 Nick Calathes Guard 198 1989 GriechenlandGriechenland Panathinaikos Athen 085
09 Efstratios Perperoglou Forward 203 1984 SpanienSpanien FC Barcelona 067
34 Giannis Antetokounmpo Forward 211 1994 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Milwaukee Bucks 034
41 Kostas Koufos Center 213 1989 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sacramento Kings 060
17 Evangelos Mantzaris Guard 195 1990 GriechenlandGriechenland Olympiakos Piräus 045
18 Dimitrios Agravanis Forward 208 1994 GriechenlandGriechenland Olympiakos Piräus 009
43 Thanasis Antetokounmpo Forward 201 1992 AndorraAndorra BC Andorra 006
31 Georgios Bogris Center 210 1989 SpanienSpanien CB Bilbao Berri 007
25 Vasileios Charalampopoulos Forward 206 1997 GriechenlandGriechenland Panathinaikos Athen 005
19 Ioannis Papapetrou Forward 206 1994 GriechenlandGriechenland Olympiakos Piräus 006
  • Stand: 8. Juli 2016.

Erweiterter Kader
Zum erweiterten Kader zählen folgende Spieler:

Name Position Größe [cm] Jahrgang Verein Einsätze
Elefterios Bochoridis Guard 196 1994 GriechenlandGriechenland Panathinaikos Athen 001
Michael Bramos Forward 198 1987 ItalienItalien Reyer Venezia Mestre 048
Tyler Dorsey Guard 194 1996 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten University of Oregon 003
Vladimiros Giankovits Forward 202 1990 GriechenlandGriechenland Panathinaikos Athen 010
Dimitrios Katsivelis Guard 197 1991 GriechenlandGriechenland AEK Athen 005
Vasileios Kavvadas Forward 204 1991 GriechenlandGriechenland Olympiakos Piräus 018
Loukas Mavrokefalidis Center 210 1984 GriechenlandGriechenland AEK Athen 020
Konstantinos Papanikolaou Forward 206 1990 GriechenlandGriechenland Olympiakos Piräus 083
Nikolaos Pappas Guard 196 1990 GriechenlandGriechenland Panathinaikos Athen 003
Georgios Printezis Forward 206 1985 GriechenlandGriechenland Olympiakos Piräus 094
Zisis Sarikopoulos Center 213 1990 GriechenlandGriechenland Promitheas Patras 002
Ian Vougioukas Center 211 1985 LitauenLitauen Žalgiris Kaunas 046
Konstantinos Sloukas Guard 198 1990 TurkeiTürkei Fenerbahçe Ülker 070

Kadertiefe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Starter Bank Bank
C Bourousis Koufos Bogris
PF Papapetrou Agravanis
SF Perperoglou Antetokounmpo, T Charalampopoulos
SG Antetokounmpo, G Athineou
PG Calathes Mantzaris

Bedeutende ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der griechischen Basketballnationalspieler

Zweifacher Olympiateilnehmer und langjähriger Kapitän
Europameister von 2005, Vize-Weltmeister von 2006
Europameister von 1987, Vize-Europameister 1989
Europameister von 2005, Vize-Weltmeister von 2006
Europameister von 2005, Vize-Weltmeister von 2006
Europameister von 1987, Vize-Europameister 1989
Europameister von 2005, Vize-Weltmeister von 2006
Europameister von 1987, Vize-Europameister 1989, Mitglied der FIBA Hall of Fame, Europas Basketballer des Jahres 1987
Europameister von 1987, Vize-Europameister 1989, Rekordnationalspieler mit 351 Einsätzen
Europameister von 2005, Vize-Weltmeister von 2006
Europameister von 2005, Vize-Weltmeister von 2006
Europameister von 2005, Vize-Weltmeister von 2006,
Europameister von 2005, Vize-Weltmeister von 2006

Bilanz gegen Nationalmannschaften aus dem deutschsprachigen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Ergebnisse aus griechischer Sicht.

Nation Spiele Siege Remis Niederlagen Punkteverhältnis
DeutschlandDeutschland Deutschland 50 33 0 17 4.033 : 3.767[4]
Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR 5 1 0 4 342 : 362
LuxemburgLuxemburg Luxemburg 2 2 0 0 202 : 112
OsterreichÖsterreich Österreich 13 10 0 3 974 : 881
SchweizSchweiz Schweiz 9 8 0 1 751 : 547
Gesamt 79 54 0 25 6.302 : 5.669

Stand: 26. August 2013

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die italienische Sportzeitung Gazzetta dello Sport wählte die griechische Nationalmannschaft 1987 zur „Weltmannschaft des Jahres“.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Länderspielangaben auf offizieller Website des Verbands
  2. Punkteangaben auf offizieller Website des Verbands
  3. Angabe auf offizieller Website des Verbands
  4. http://mahr.sb-vision.de/dbb/html/herren/gegner/spielegegner.aspx?Gegner=Griechenland

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]