Griechischer Salat

Griechischer Salat, auch Griechischer Bauernsalat, Bauernsalat oder Choriatiki (griechisch χωριάτικη σαλάτα), ist eine Vorspeise der griechischen Küche. Er besteht in seiner einfachsten Variante aus Gurken, Tomaten, grünen Paprika, Oliven, Schafskäse (Feta) und Zwiebeln und ist mit Salz, Pfeffer und Olivenöl angemacht. Oft finden Kräuter wie Oregano, Dill oder Majoran Verwendung, teilweise wird auch mit Essig oder Zitronensaft mariniert.
Bezeichnung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die in Griechenland gebräuchliche Bezeichnung Choriátiki bedeutet wörtlich „dörflich“ oder „vom Land stammend“. Sie verweist auf die Herkunft des Gerichts aus der ländlichen Küche, die von saisonalen und lokal verfügbaren Zutaten geprägt ist.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die heutige Form des griechischen Salats entwickelte sich im Laufe des frühen 20. Jahrhunderts. Während Oliven, Zwiebeln und Kräuter seit der Antike zu den Grundnahrungsmitteln des östlichen Mittelmeerraums zählen, verbreiteten sich Tomaten in Griechenland erst im 19. Jahrhundert. Die Kombination der heute typischen Zutaten entstand aus regionalen Bauernmahlzeiten, die insbesondere während der Sommermonate zubereitet wurden.
Ein amerikanisches Kochbuch von 1961 empfahl den Griechischen Salat aufgrund seiner Farben für Heiligabend.[1]
Zutaten und Zubereitung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zu den klassischen Zutaten gehören:
- Tomaten
- Gurken
- grüne Paprika
- rote oder weiße Zwiebeln
- Kalamata-Oliven oder andere griechische Olivensorten
- Feta
- natives Olivenöl extra
- Oregano
Traditionell werden die Zutaten grob geschnitten und nicht mit dem Dressing vermischt. Der Feta wird häufig als ganzer Block auf das Gemüse gelegt und erst am Tisch zerteilt. Essig oder Zitronensaft können ergänzend verwendet werden, gehören jedoch nicht in allen Regionen zur klassischen Rezeptur.
Regionale Varianten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Je nach Region Griechenlands existieren unterschiedliche Varianten.
Kreta
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf Kreta wird der Salat häufig mit Dakos (Paximadia) kombiniert, einem Gerstenzwieback, der mit Tomaten, Olivenöl und Käse serviert wird. Dieser wird nach Einweichen zerstückelt und gemischt.
Kykladen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Inselregionen ergänzen den Salat teilweise um Kapern oder Meerfenchel.
Nordgriechenland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In einigen Gebieten werden scharfe Paprikaschoten oder regionale Käsesorten verwendet.
Je nach Region variieren die Zutaten mit gekochten Eiern, grünem Kopfsalat, Weißkohl, Kapern und sogar Fleischstücken.
Außerhalb Griechenlands
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- In den USA wird der „Greek Salad“ auch mit Feldsalat zubereitet.
Ernährungsphysiologische Bedeutung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der griechische Salat wird häufig im Zusammenhang mit der mediterranen Ernährung genannt. Die enthaltenen Gemüse liefern Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Tomaten enthalten Lycopin, ein Carotinoid, das für ihre rote Farbe verantwortlich ist. Olivenöl ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren, während Feta Eiweiß und Calcium liefert.
Die Kombination aus Gemüse, Olivenöl und Käse führt zu einer hohen Nährstoffdichte bei vergleichsweise geringer Energiedichte. Aus diesem Grund wird der griechische Salat in zahlreichen ernährungswissenschaftlichen Veröffentlichungen als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährungsweise beschrieben.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Marianthi Milona (Verf.); Werner Stapelfeldt (Hrsg.): Griechenland. Griechische Spezialitäten. Könemann Verlag, Köln 2001, ISBN 3-8290-7422-0, S. 264–268.
- Alekos Valavanis: Gesunde Kost der Griechen. Fotorama-Verlag, Athen 2003, ISBN 960-7524-17-9.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ American Recipes, Seite 101 Junior Welfare League of Americus, Georgia · 1961