Griechisches Parlament

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Βουλή των Ελλήνων
Griechisches Parlament
Logo Parlamentsgebäude
Logo Gebäude
Basisdaten
Sitz: Athen
Legislaturperiode: 4 Jahre
Abgeordnete: 300
Aktuelle Legislaturperiode
Letzte Wahl: 25. Januar 2015
Vorsitz: Parlamentspräsidentin
Zoi Konstantopoulou (LAE)
        
Sitzverteilung:
Website
www.hellenicparliament.gr
Vereidigungszeremonie im Griechischen Parlament 2009

Das griechische Parlament (griechisch Vouli ton Ellinon Βουλή των Ελλήνων, vom altgriechischen Verb βουλεύομαι [bouleúomai] , ‚denken‘, ‚entscheiden‘, ‚an einem Rat teilnehmen, um Entscheidungen zu treffen‘[1]) ist das Parlament Griechenlands, das sich am Syntagma-Platz in Athen befindet.

Das Parlament hat eine Kammer und 300 auf vier Jahre gewählte Mitglieder. Es ist ein Element im politischen System Griechenlands.

Geschichte[Bearbeiten]

Parlamentssitzung Ende des 19. Jh. (Gemälde von N.Orlof)

Im Jahr 1829 fanden in der Ersten Hellenischen Republik die ersten demokratischen Direktwahlen statt, aus denen eine 236 köpfige Nationalversammlung hervorging, die in Argos tagte. Die Nationalversammlung war noch kein ständiges Parlament, sondern stattete das Staatsoberhaupt Griechenlands Ioannis Kapodistrias sowie einen 27 köpfigen Senat, in Bezug auf die alltäglichen Regierungsgeschäfte bewusst mit weitreichenden Kompetenzen aus. Trotz politischer Kontroversen konnte Kapodistrias durchsetzen, dass alle Einwohner griechischer Herkunft wahlberechtig sein sollten und nicht etwa nur diejenigen, die Landbesitz vorweisen konnten.

Nachdem in Griechenland u.a. auf Drängen der Signatarmächte der griechischen Unabhängigkeit Großbritannien, Frankreich und Russland im Jahr 1832 die absolute Monarchie eingeführt worden war, wurde die Nationalversammlung aufgelöst. Als Griechenland infolge der Revolution des 3. September 1843 zur konstitutionellen Monarchie überging, fanden 1843 und 1844 erneut Wahlen nach dem alten republikanischen Wahlgesetz von 1829 statt. Im Jahr 1843 wurde zunächst eine verfassungsgebende Versammlung gewählt, im Folgejahr 1844 das erste ständige Parlament.

Der Grundstein für das alte Parlamentsgebäude in der Athener Straße Odos Stadiou wurde von Prinzessin Amalie 1858 gelegt. Das alte Parlamentsgebäude beherbergt heute das Nationale Historische Museum Athen. Die Verlegung in das heutige Parlamentsgebäude, das bis 1910 als königlicher Palast diente, wurde 1929 beschlossen.

Zum Parlamentspräsidenten wurde unter anderem auch der Jurist Konstantin von Hößlin gewählt.

Funktion[Bearbeiten]

Das griechische Parlament muss jeder neuen Regierung das Vertrauen aussprechen und kann jederzeit ein destruktives Misstrauensvotum abgeben. Das Parlament stimmt über Gesetzesvorlagen der Regierung ab und hat das volle Initiativrecht im Gesetzgebungsverfahren. Ferner kann jedes Mitglied des Parlaments im Rahmen einer parlamentarischen Kontrollfunktion Interpellationen an die Regierung richten, über die im Plenum (Vollversammlung) beraten werden muss.

Für alle parlamentarischen Beschlüsse genügt die einfache Mehrmehrheit der anwesenden Abgeordneten, es gilt jedoch immer ein Zustimmungsquorum von 25 % der Mitglieder des Parlaments. Fast alle Abstimmungen erfolgen offen, geheime Abstimmungen sind nur in Ausnahmefällen vorgesehen (z.B. Eröffnung eines strafrechtlichen Verfahrens wegen Pflichtverletzung gegen einen Minister, Wahl der Mitglieder bzw.Misstrauensvotum gegenüber den Mitgliedern des Parlamentspräsidiums). In der parlamentarischen Praxis ist eine tatsächliche Stimmenthaltung nur durch Abwesenheit möglich, da die förmliche Stimmenenthaltung bei Anwesenheit als negative Stimme gewertet wird.

Für eine Änderung des Wahlgesetzes, die die übernächsten Wahlen betrifft, genügt eine einfache Mehrheit, soll die Änderung jedoch bereits für die kommenden Wahlen gelten, ist eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich. Gesetze zur Änderung der Verfassung können vom Parlament nur in zwei aufeinanderfolgenden Legislaturperioden beschlossen werden. Verfassungsändernde Gesetzentwürfe, die in der ersten Legislaturperiode eine Dreifünftel-Mehrheit erhielten, bedürfen in der nächsten Legislaturperiode nur der absoluten Mehrheit um in die Verfassung aufgenommen zu werden. Umgekehrt bedürfen Gesetzte, die nur die absolute Mehrheit erhielten, in der zweiten Legislaturperiode der Dreifünftel-Mehrheit.

Das Parlament wählt den Staatspräsidenten für eine Amtszeit von fünf Jahren. Für die Wahl des Staatspräsidenten ist in den ersten beiden Wahlgängen eine Zweidrittel-Mehrheit im dritten Wahlgang eine Dreifünftel-Mehrheit erforderlich, wird auch diese Mehrheit nicht erreicht, muss das Parlament aufgelöst werden. Das neue Parlament kann den Staatspräsidenten auch mit relativer Mehrheit wählen. Weiterhing besteht eine Zuständigkeit für die Besetzung von regierungsunabhängigen Stellen, wie der griechischen Zentralbank, dem Medienrat, oder der Datenschutzbehörde. Das Parlament ist jedoch nicht für die Wahl der obersten Richter zuständig, die fast immer aufgrund förmlicher Verfahren ausgewählt werden.

Das Parlament besitzt kein Recht zur Selbstauflösung, es besteht jedoch die Möglichkeit der Auflösung des Parlaments durch den Staatspräsidenten auf Vorschlag des Premierministers. Außerdem erfolgt eine Auflösung des Parlaments im Fall eines Scheiterns der Regierungsbildung, sowohl zu Beginn der Legislaturperiode, als auch bei einem Scheitern der Neubildung der Regierung nach einem erfolgreichen destruktiven Misstrauensvotum.

Privilegien[Bearbeiten]

Alle Abgeordneten genießen strafrechtliche Immunität, die nur durch Beschluss des Parlaments aufgehoben werden kann. Alle steuerrechtlichen und sonstigen Vergünstigungen wurden im Rahmen der griechischen Finanzkrise nahezu vollständig aufgehoben.

Parlamentarische Praxis[Bearbeiten]

Während der Beratungen im Gesetzgebungsverfahren in den Ausschüssen oder im Plenum, richten die Abgeordneten aller Fraktionen (auch der oppositionellen) üblicherweise Änderungsanträge direkt an den Minister, der das Gesetz eingebracht hat. Dieser nimmt sie entweder an, oder weist sie zurück.

In den meisten Fällen wird von den Abgeordneten Fraktionsdisziplin erwartet. Deren Nichteinhaltung wird bei kritischen Abstimmungen wie der Vertrauensfrage, dem Haushalt, oder sonstigen wichtigen Gesetzentwürfen fast immer mit dem unmittelbaren Ausschluss aus der Fraktion und dem Ausschluss von den Wahlvorschlagslisten der Partei für die nächste Parlamentswahl sanktioniert. Im Laufe einer Legislaturperiode kommt es jedoch, insbesondere im Vorfeld wichtiger Abstimmungen auch häufig zu Wiedereingliederungen von Abgeordneten in die Fraktionen. Von ihrer Fraktion ausgeschlossene Abgeordnete gründen aber auch regelmäßig eigene Parteien.

Zusammensetzung[Bearbeiten]

Das Parlament setzt sich aktuell wie folgt zusammen:

Parteien
Logo Name Ausrichtung Vorsitz Sitze Regierungsstützung
Logo der SYRIZA Synaspismos Rizospastikis Aristeras (SYRIZA)
Συνασπισμός Ριζοσπαστικής Αριστεράς (ΣΥΡΙΖΑ)
Koalition der Radikalen Linken
linksradikal Alexis Tsipras Alexis Tsipras 123 Ja
Logo der ND Nea Dimokratia (ND)
Νέα Δημοκρατία (ΝΔ)
Neue Demokratie
liberal-konservativ Vangelis Meimarakis Vangelis Meimarakis 76 Nein
Laiki Enotita (LAE)
Λαϊκή Ενότητα (ΛΑΕ)
Volkseinheit
linksradikal Panagiotis Lafazanis Panagiotis Lafazanis 26 Nein
Logo der Chrysi Avgi Chrysi Avgi (XA)
Χρυσή Αυγή (XA)
Goldene Morgenröte
neonazistisch Nikolaos Michaloliakos 17 Nein
Logo von To Potami To Potami (TP)
Το Ποτάμι
Der Fluss
sozialliberal Stavros Theodorakis Stavros Theodorakis 17 Nein
Logo der KKE Kommounistiko Komma Elladas (KKE)
Κομμουνιστικό Κόμμα Ελλάδας (KKE)
Kommunistische Partei Griechenlands
kommunistisch Dimitris Koutsoumbas Dimitris Koutsoumbas 15 Nein
Logo der ANEL Anexartiti Ellines (ANEL)
Ανεξάρτητοι Έλληνες (ΑΝΕΛ)
Unabhängige Griechen
rechtspopulistisch Panos Kammenos Panos Kammenos 13 Ja
Logo der PASOK Panellinio Sosialistiko Kinima (PASOK)
Πανελλήνιο Σοσιαλιστικό Κίνημα (ΠΑΣΟΚ)
Panhellenische Sozialistische Bewegung
sozialdemokratisch Fofi Gennimata Fofi Gennimata 13 Nein
Gesamt 300 ca 136 von 300

Parlamentsgebäude[Bearbeiten]

Die große Moschee in Nafplio, 1825 bis 1828 provisorischer Sitz der Nationalversammlung
Das ehemalige Parlamentsgebäude in der Athener Odos Stadiou

Das Parlament tagte im alten Parlamentsgebäude an der Odos Stadiou von 1844 bis 1854 und von 1875 bis 1932.

Das Parlament vom Dach des Hotels Grande Bretagne aus gesehen, davor das Grabmal des unbekannten Soldaten

Stadtschloss und seine Nutzung als Parlament[Bearbeiten]

Erste Entwürfe zu einer Residenz stammten von Leo von Klenze. Friedrich von Gärtner erhielt schließlich den Auftrag zur Ausführung des Gebäudes. Er übernahm dessen Grundkonzept der rechteckigen Grundform mit zwei Innenhöfen. Einflüsse können auch von einem älteren Entwurf Karl Friedrich Schinkels stammen, der das Schloss zuvor auf der Akropolis geplant hatte. 1836 legte König Otto den Grundstein für das neue Stadtschloss. Das Gebäude zeichnet sich durch eine reduzierte und sehr strenge klassizistische Formensprache aus. Das Gebäude wurde bis 1910 als Residenz genutzt, nach einem Brand nutzte die königliche Familie das Schloss Tatoi als Hauptstadtsitz, formell blieb das Stadtschloss bis zur 1. Abschaffung der Monarchie 1924 Sitz der Königlichen Familie. Bereits zuvor wurde das Schloss nach dem verlorenen Griechisch-Türkischen Krieg, (in Griechenland als „kleinasiatische Katastrophe“ bezeichnet) als Auffanglager für Flüchtlinge genutzt. Anschließend diente es als Krankenhaus und dann als Museum.

1929 wurde der Umzug des griechischen Parlaments in das ehemalige Schloss beschlossen, nach Abschluss der Umbauarbeiten tagte erstmals am 2. August 1934 und die Nationalversammlung am 1 Juli 1935. Nach Wiederherstellung der Monarchie wurde Tatoi auch offiziell Sitz der Königlichen Familie. Über dem Plenarsaal befindet sich ein gleich großer Saal um Platz für ein Zweikammersystem zu bieten, was jedoch nie eingetreten ist. Dieser Saal dient heute als großer Konferenzsaal.

Aufgrund der Enge in der Athener Innenstadt wird gegenwärtig über den Umzug des Parlaments diskutiert. Man erhofft sich durch einen Neubau von Parlamentsgebäude und wichtigen Ministerien am Stadtrand mehr Platz und geringere Kosten (viele Ministerien sind in gemieteten Bürogebäuden im Zentrum untergebracht). Das bisherige Gebäude am Syntagma-Platz soll dann für eine kulturelle Nutzung umgebaut werden.

Grabmal des unbekannten Soldaten[Bearbeiten]

1928 wurde die Seite zum Syntagma-Platz umgestaltet. Es wurden eine Stützmauer mit zwei Rampen angebaut und das Grabmal des unbekannten Soldaten errichtet. In Anlehnung an den Giebel des Ägina-Tempels entwarfen Phokion Rok (1891–1945) und Constantinos Demetriades (1881–1943) ein Relief mit Kriegerfiguren. Die Inschriften neben den Bronzeschilden nennen die Länder/Orte von allen Schlachten, in denen griechischen Soldaten seit den Freiheitskriegen gefallen sind (zb. El-Alamain, Korea, Zypern), außerdem den Anfang von Perikles’ Grabrede an die ersten Gefallenen des Peloponnesischen Krieges.

Park[Bearbeiten]

Hauptartikel: Nationalgarten

Der Architekt Gärtner hatte einen französischen Garten vorgesehen, doch Königin Amalia, die sich sehr für Gartenkunst und Landwirtschaft interessierte, ließ 1836 von François-Luis Barrauld einen deutschen Landschaftsgarten im Stil der Romantik anlegen. Von 1855 bis 1889 verlieh ihm Friedrich Schmidt den Charakter eines botanischen Gartens mit Pflanzen aus der ganzen Mittelmeerregion. König Ludwig I. von Bayern soll mit einer Schiffsladung von 15.000 Stecklingen dazu beigetragen haben.

Die aufwändige Bewässerung wurde besonders im Trockenjahr 1843 sehr kritisiert, seit 1855 folgt sie dem Verlauf einer antiken Wasserleitung aus dem 6. Jahrhundert v. Chr, die man bei der Anpflanzung gefunden hatte. 1857 wurde ein kleines Botanisches Museum zur Geschichte des Parks errichtet. Seit 1923 ist der Park als Nationalgarten öffentlich zugänglich. Nahe dem Ausgang zur Vasilissis Sofias ist ein großflächiger römischer Mosaikfußboden erhalten.

Im Park befinden sich auch einige Büsten zumeist von griechischen Dichtern, aber auch von Philhellenen wie den Schweizer Bankier Jean Gabriel Eynard. Südwestlich des Parks liegt die Kaserne der Evzonen (Parlamentsgarde), südlich das Zappeion.

Garten und Parlament sind seit den 1920er Jahren getrennt, der Garten ist nur über die separaten Eingänge zu erreichen.

Parlamentswahlen[Bearbeiten]

Wahlsystem[Bearbeiten]

Gewählt werden 300 Abgeordnete. Die Wahl erfolgt nach einem im Wesentlichen von der Verhältniswahl geprägten Wahlsystem. Eine Partei muss aufgrund einer Sperrklausel eine Hürde von 3 Prozent überwinden, um in das Parlament einziehen zu können.

288 der 300 Sitze werden in 56 Wahlkreisen gewählt, wobei die je Wahlkreis vergebene Anzahl der Mandate je nach Bevölkerungszahl in den einzelnen Wahlkreisen unterschiedlich ist; so entfallen auf den größten Wahlkreis Athen-B mit 1,4 Millionen Wahlberechtigten 42 Sitze. Die Wahl erfolgt über Parteilisten. Die Wähler können innerhalb der Wahlkreisliste der von ihnen gewählten Partei die von ihnen bevorzugten Kandidaten ankreuzen. In acht kleinen Wahlkreisen wird nur je ein Mandat vergeben; dieses erhält der Kandidat mit den meisten Stimmen, sodass das Wahlsystem auch Elemente der Mehrheitswahl enthält. Zwölf Mandate werden aufgrund einer landesweiten Liste nach reiner Verhältniswahl vergeben.

Die Partei, auf die die meisten Stimmen entfallen, erhält 50 Sitze als Bonus; 2009 waren es nur 40 Sitze. Wahlbündnisse haben praktisch keine Aussicht auf diesen Bonus, da ihr Stimmanteil für die Ermittlung der stärksten Partei durch die Anzahl der in ihnen zusammengeschlossenen Parteien dividiert wird.[2] Die übrigen Sitze werden proportional unter allen Parteien verteilt, die die Sperrklausel von 3 Prozent überwinden. Hierdurch werden größere Parteien bevorzugt, und die Bildung regierungsfähiger Mehrheiten wird begünstigt.[3][4]

Wahlberechtigt waren alle griechischen Bürger ab dem vollendeten 18. Lebensjahr, 2012 waren dies insgesamt 9,85 Millionen Wähler. In Griechenland besteht Wahlpflicht; deren Verletzung wird jedoch nicht sanktioniert.

Übersicht von 1829 bis heute[Bearbeiten]

Parlamentswahl 2004[Bearbeiten]

Parlamentswahl in Griechenland am 7. März 2004
Partei Stimmen  % Sitze Sitzverteilung
Nea Dimokratia (ND) 3.359.682 45,36 165
    


Panellinio Sosialistiko Kinima (PASOK) 3.003.275 40,55 117
Kommounistiko Komma Elladas (KKE) 436.706 5,90 12
Synaspismos tis Rizospastikis Aristeras (SYRIZA) 241.637 3,26 6
Sonstige 365.286 4,93
Gesamt 7.406.619 100,00 300
Quelle: Griechisches Innenministerium[5]

Parlamentswahl 2007[Bearbeiten]

Parlamentswahl in Griechenland am 16. September 2007
Partei Stimmen  % Sitze Sitzverteilung
Nea Dimokratia (ND) 2.994.979 41,84 152
     


Panellinio Sosialistiko Kinima (PASOK) 2.727.279 38,10 102
Kommounistiko Komma Elladas (KKE) 583.750 8,15 22
Synaspismos tis Rizospastikis Aristeras (SYRIZA) 361.101 5,04 14
Laikos Orthodoxos Synagermos (LAOS) 271.809 3,80 10
Sonstige 220.088 3,07
Gesamt 7.159.006 100,00 300
Quelle: Griechisches Innenministerium[6]

Parlamentswahl 2009[Bearbeiten]

Parlamentswahl in Griechenland am 4. Oktober 2009
Partei Stimmen  % Sitze Sitzverteilung
Panellinio Sosialistiko Kinima (PASOK) 3.011.521 43,92 160
     


Nea Dimokratia (ND) 2.295.318 33,48 91
Kommounistiko Komma Elladas (KKE) 517.062 7,54 21
Laikos Orthodoxos Synagermos (LAOS) 386.063 5,63 15
Synaspismos tis Rizospastikis Aristeras (SYRIZA) 315.501 4,60 13
Sonstige 332.956 4,83
Gesamt 6.858.421 100,00 300
Quelle: Griechisches Innenministerium[7]

Parlamentswahlen 2012[Bearbeiten]

Mai 2012[Bearbeiten]

Parlamentswahl in Griechenland am 6. Mai 2012
Partei Stimmen  % Sitze Sitzverteilung
Nea Dimokratia (ND) 1.192.054 18,85 108
       


Synaspismos tis Rizospastikis Aristeras (SYRIZA) 1.061.265 16,78 52
Panellinio Sosialistiko Kinima (PASOK) 833.529 13,18 41
Anexartiti Ellines (ANEL) 670.596 10,60 33
Kommounistiko Komma Elladas (KKE) 536.072 8,48 26
Chrysi Avgi (XA) 440.894 6,97 21
Dimokratiki Aristera (DIMAR) 386.116 6,11 19
Sonstige 1.203.578 19,03
Gesamt 6.324.104 100,00 300
Quelle: Griechisches Innenministerium[8]

Juni 2012[Bearbeiten]

Parlamentswahl in Griechenland am 17. Juni 2012
Partei Stimmen  % Sitze Sitzverteilung
Nea Dimokratia (ND) 1.825.609 29,66 129
       


SYRIZA – Enotiko Kinoniko Metopo (SYRIZA-EKM) 1.655.053 26,89 71
Panellinio Sosialistiko Kinima (PASOK) 755.832 12,28 33
Anexartiti Ellines (ANEL) 462.456 7,51 20
Chrysi Avgi (XA) 425.980 6,92 18
Dimokratiki Aristera (DIMAR) 385.079 6,26 17
Kommounistiko Komma Elladas (KKE) 277.179 4,50 12
Sonstige 368.339 5,98
Gesamt 6.155.527 100,00 300
Quelle: Griechisches Innenministerium[9]

siehe auch Kabinett Andonis Samaras

Parlamentswahlen 2015[Bearbeiten]

Januar 2015[Bearbeiten]

Am 25. Januar 2015 fand eine vorgezogene Parlamentswahl statt. Sie wurde nötig, nachdem es dem Parlament im Dezember 2014 dreimal nicht gelungen war, einen neuen griechischen Staatspräsidenten zu wählen. Gemäß der Griechischen Verfassung wurde nach dem dritten Versuch das Parlament aufgelöst und Neuwahlen angesetzt. Bei der Wahl erhielt das Linksbündnis SYRIZA unter ihrem Vorsitzenden Alexis Tsipras 36,3 Prozent der abgegebenen Stimmen.[10] SYRIZA und ANEL bildeten am Tag nach der Wahl eine Koalitionsregierung.

Parlamentswahl in Griechenland am 25. Januar 2015
Partei Stimmen  % Sitze Sitzverteilung
SYRIZA – Enotiko Kinoniko Metopo (SYRIZA-EKM) 2.246.064 36,34 149
       


Nea Dimokratia (ND) 1.718.815 27,81 76
Chrysi Avgi (XA) 388.447 6,28 17
To Potami (TP) 373.868 6,05 17
Kommounistiko Komma Elladas (KKE) 338.138 5,47 15
Anexartiti Ellines (ANEL) 293.371 4,75 13
Panellinio Sosialistiko Kinima (PASOK) 289.482 4,68 13
Sonstige 533.089 8,62
Gesamt 6.330.786 100,00 300
Quelle: Griechisches Innenministerium[11]

siehe auch Kabinett Alexis Tsipras

September 2015[Bearbeiten]

Minderheitenvertretung im Parlament[Bearbeiten]

Mit Unterstützung der Türkei bildete die muslimische Minderheit Parteiformationen. Diese waren zeitweise durch zwei Abgeordnete im Parlament vertreten, was jedoch nach Einführung einer 3-%-Hürde nicht mehr der Fall war. Seit der Parlamentswahl im Januar 2015 gibt es drei muslimische Abgeordnete.[12]

Sonstige Aktivitäten[Bearbeiten]

Das Parlament verfügt über einen eigenen Kindergarten, der allen Mitarbeitern des Parlaments eine Nähe zu deren Kindern ermöglichen soll.

VOULI TV ist der Fernsehsender des Parlaments, auf dem die Sitzungen über Satellit und Antenne übertragen werden. Die restliche Sendezeit werden ohne Moderation Filme und Konzerte gezeigt. Die Auswahl hat den Sender zum Geheimtipp für Kulturliebhaber werden lassen, zumal diese nicht nach Quote sondern nach Qualität erfolgt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Übersetzung von βουλεύομαι (altgriechisch-griechisch): http://www.greek-language.gr/greekLang/ancient_greek/tools/lexicon/search.html?lq=%CE%B2%CE%BF%CF%85%CE%BB%CE%B5%CF%8D%CF%89&dq=
  2. Artikel a a Satz 2 des Gesetzes vom 1. Februar 2008 (griechisch)
  3. IFES Election Guide: Election Profile for Greece
  4. Voting underway across the country. In: Athens News. 6. Mai 2012
  5. Offizielles Ergebnis Parlamentswahl 2004 Griechisches Innenministerium (griechisch, englisch)
  6. Offizielles Ergebnis Parlamentswahl 2007 Griechisches Innenministerium (griechisch, englisch)
  7. Offizielles Ergebnis Parlamentswahl 2009 Griechisches Innenministerium (griechisch, englisch)
  8. Offizielles Ergebnis Parlamentswahl Mai 2012 Griechisches Innenministerium (griechisch, englisch)
  9. Offizielles Ergebnis Parlamentswahl Juni 2012 Griechisches Innenministerium (griechisch, englisch)
  10. FAZ.net
  11. Offizielles Ergebnis Parlamentswahl Januar 2015 Griechisches Innenministerium (griechisch, englisch)
  12. Ορκίστηκε η νέα Βουλή, To Vima, 5. Februar 2015 (griechisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Griechisches Parlament – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

37.97527777777823.736944444444Koordinaten: 37° 58′ 31″ N, 23° 44′ 13″ O