Groß Stöckheim

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Groß Stöckheim
Wappen von Groß Stöckheim
Koordinaten: 52° 10′ 20″ N, 10° 31′ 8″ O
Fläche: 2,99 km²
Einwohner: 1395 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 467 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 38304
Vorwahl: 05331
Karte
Lage von Groß Stöckheim in Wolfenbüttel
Groß Stöckheim
Groß Stöckheim
Ortsratswahl[2]
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Groß Stöckheim ist ein Stadtteil der Kreisstadt Wolfenbüttel im gleichnamigen Landkreis in Niedersachsen. Die benachbarten Stadtteile sind Fümmelse, Auguststadt und Schwedenschanze sowie der Braunschweiger Stadtbezirk Stöckheim-Leiferde und der Salzgitteraner Stadtteil Thiede.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1051, als Kaiser Heinrich III. (HRR) die Kirche dem Bistum Hildesheim übertrug; es wurde eine Archidiakonatskirche. Der Archidiakon war zugleich Domkanoniker am Hildesheimer Dom, darunter Dietrich von Dasle, der 1398 beurkundet ist.[3] Der Ort war regelmäßig Sitz eines Sendgerichts und eines Landgerichts.

Über Jahrhunderte war das Fürstbistum Hildesheim im Ort begütert. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort zerstört. Danach versorgte der jeweilige Herzog hier Bedienstete mit Besitz.

Am 1. März 1974 wurde Groß Stöckheim in die Kreisstadt Wolfenbüttel eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat setzt sich seit der Kommunalwahl am 11. September 2016 wie folgt zusammen (Veränderungen zu 2011):

  • SPD: 5 Sitze (+1)
  • CDU: 2 Sitze (−1)

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Axel Kohnert (SPD).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ortswappen greift die Wappenfarben des Bistums Hildesheim auf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die heutige Kirche wurde nach den Zerstörungen des Ortes 1678 und 1792 jeweils neu gebaut. Das Kirchenschiff steht heute noch, der Turm wurde 1892 erneuert.
  • Ende des 17. Jahrhunderts wurde der langgestreckte Barockbau im Nordosten des Dorfs errichtet, der sogenannte "Schriftsassenhof".
  • Ein Grabhügel am Leiferder Weg soll aus der Zeit vor dem ersten Jahrtausend stammen.

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groß Stöckheim wird über die Ausfahrt Wolfenbüttel Nordwest der Bundesautobahn 36 erreicht. Am Rand der Ortschaft verlaufen die Bundesstraßen B 79 und B 248.

Durch Groß Stöckheim verläuft die hier zweigleisige Bahnstrecke Braunschweig–Bad Harzburg. Zugang zum Regionalverkehr erhält man in Wolfenbüttel und Salzgitter-Thiede. Der nächste Bahnhof des Fernverkehrs ist Braunschweig Hbf.

Die Ortschaft wird von Bussen der Kraftverkehrsgesellschaft Braunschweig sowie lokalen Busunternehmern angefahren.

Eine Grundschule befindet sich im Ort, weiterführende Schulen müssen in Wolfenbüttel besucht werden. Das Städtische Klinikum Wolfenbüttel befindet sich im benachbarten Ortsteil Schwedenschanze. Das Vereinsleben bestreiten u. a. die Freiwillige Feuerwehr und der Männergesangsverein.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Keidel (1877–1954), deutsch-argentinischer Geologe

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesine Schwarz: Geschichte des Dorfes Groß Stöckheim, Heft 10 der Beiträge zur Geschichte der Stadt Wolfenbüttel, 2003, OCLC 163366729.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Groß Stöckheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Ortschaften und Stadtteile von Wolfenbüttel
  2. Webseite der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg, abgerufen am 2. Oktober 2016
  3. Urkundenbuch der Stadt Braunschweig. Band 8, 2008, S. 1119.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 273.