Groß Ziescht

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Groß Ziescht
Koordinaten: 51° 59′ 16″ N, 13° 29′ 7″ O
Höhe: ca. 145 m ü. NN
Einwohner: 125 (24. Apr. 2014)
Eingemeindung: 31. Dezember 1997
Postleitzahl: 15837
Vorwahl: 033704
Groß Ziescht (Brandenburg)
Groß Ziescht

Lage von Groß Ziescht in Brandenburg

Dorfkirche Groß Ziescht

Groß Ziescht ist ein Ortsteil der Stadt Baruth/Mark im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Groß Ziescht liegt rund 50 Kilometer von der Südgrenze der Stadt Berlin und rund sieben Kilometer südlich von Baruth entfernt auf den nördlichen Ausläufern des Niederen Flämings. Groß Ziescht ist mit 145,4 m ü. NN der höchstgelegene Ortsteil von Baruth. Nachbarorte von Groß Ziescht und ebenfalls Ortsteile von Baruth sind (im Uhrzeigersinn, von Osten beginnend) Merzdorf, Kemlitz und Klasdorf sowie Mahlsdorf (Ortsteil der Gemeinde Golßen), Sellendorf (Ortsteil der Gemeinde Steinreich) und Damsdorf (Gemeindeteil der Gemeinde Steinreich). Groß Ziescht liegt an der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Landesstraße 712 zwischen Paplitz und Görsdorf (Ortsteil der Gemeinde Dahmetal).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das linsenförmige Angerdorf wurde erstmals in der Magdeburger Pergamentenurkunde 1444 als Ort Tzist erwähnt. Der Name soll wendischen Ursprungs und vom Wort cesta abgeleitet sein, das so viel wie Dorf am Waldesdickicht oder einfach nur Walddorf heißen soll. Bereits vor 1444 gehörten Groß Ziescht und Kemlitz zur Baruther Herrschaft, bis 1815 zum Königreich Sachsen und anschließend zu Preußen.

Am 31. Dezember 1997 wurde Groß Ziescht zusammen mit Horstwalde, Mückendorf und Radeland in die Stadt Baruth eingemeindet.[1]

Bauwerke und Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groß Ziescht hat fünf Teiche auf dem großzügigen Anger. Zwischen dem größten und einem kleineren Teich befindet sich die ganz aus Feldsteinen gebaute Dorfkirche Groß Ziescht. Sie wurde zwischen 1200 und 1230 erbaut; über dem Westteil befindet sich ein spätmittelalterlicher Turm. In dieser Kirche fand im Jahr 1529 von Wittenberg aus unter Mitwirkung von Martin Luther die erste Kirchen- und Schulvisitation statt.

Auf dem Groß Zieschter Höhenrücken sind besonders zahlreiche Findlinge zu finden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1997