Großaitingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Großaitingen
Großaitingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großaitingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 14′ N, 10° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Großaitingen
Höhe: 539 m ü. NHN
Fläche: 39,05 km2
Einwohner: 4986 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 128 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86845
Vorwahl: 08203
Kfz-Kennzeichen: A
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 151
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Alten Markt 3
86845 Großaitingen
Webpräsenz: www.grossaitingen.de
Bürgermeister: Erwin Goßner
Lage der Gemeinde Großaitingen im Landkreis Augsburg
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Über dieses Bild
Großaitingen von Südwesten

Großaitingen (ugs. Groidinga) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Großaitingen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großaitingen liegt etwa 15 Kilometer südwestlich von Augsburg an der Singold und der Wertach, am westlichen Rand der Lech-Wertach-Ebene. Etwa fünf Kilometer südlich von Großaitingen befindet sich die Stadt Schwabmünchen, fünf Kilometer nördlich Bobingen. Zwischen Bobingen und Großaitingen liegt die Gemeinde Wehringen. Im Westen grenzt der Ortsteil Reinhartshofen, im Osten Kleinaitingen. Zu Großaitingen gehört auch die 1948 von Heimatvertriebenen aus Siebenbürgen gegründete Gnadentalsiedlung.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Großaitingen
  • Gnadental
  • Am Bahnhof
  • Hardt
  • Reinhartshofen
  • Sankt Justina
  • Eggerhof
  • Jansenhof

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird angenommen dass Großaitingen eine ursprünglich alemannisch-germanische Siedlung ist, die um das Jahr 500 gegründet wurde. Erstmals schriftlich belegt ist Großaitingen um 972/973 in der Lebensbeschreibung des Fürstbischofs Ulrich von Augsburg. Das Gebiet gehörte zum verhältnismäßig geschlossensten und bedeutendsten Besitz des Domstifts Augsburg. 1803 kam der Ort im Zuge der Säkularisation zu Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde der Großteil der aufgelösten Gemeinde Reinhartshofen eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im 16-köpfigen Gemeinderat (Stand Kommunalwahl 2014):

  • CSU: 5 Sitze
  • SPD: 4 Sitze
  • Freie Wählervereinigung: 3 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Reinhartshofen-Hardt: 2 Sitze
  • Freie Bürger-Union: 1 Sitz
  • Junge Liste: 1 Sitz

Seit 2014 ist Erwin Goßner Bürgermeister von Großaitingen. Sein Vorgänger war Franz Stellinger (SPD) (2002 - 2014).

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde befindet sich ein seit 1979 betriebenes Ölfeld. 2012 wurden im Umfeld durch Wintershall neue Bohrungen für eine Aufrechterhaltung der Förderung in den nächsten beiden Jahrzehnten abgeteuft. [3]

Gewerbegebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großaitingen besitzt ein abgeteiltes Gewerbegebiet an der Bahnstrecke Augsburg–Buchloe, das aus dem ehemaligen Bahnhof Großaitingen entstand. Wintershall betreibt hier eine Erdgas-Abfackelung sowie den Versand des hier geförderten Öles.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cyrill Kistler (* 1848 in Großaitingen, † 1907 in Bad Kissingen), Komponist
  • Josef Heigl (* 1953 in Großaitingen, † 2013 in Augsburg), Domkapitular im Bistum Augsburg

Kirchen und Kapellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • katholische St. Nikolaus-Kirche
  • evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Kirche
  • Sebastianskapelle
  • Leonhardskapelle
  • Ottilienkapelle
  • Schächerkapelle

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 768.
  3. Erdölförderung in Aitingen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großaitingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien