Große Schwester, kleiner Bruder

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Große Schwester, kleiner Bruder (schwedisch Stora syster och lille bror) ist eine Geschichte von Astrid Lindgren.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Mädchen möchte ihrem kleinen Bruder ein Märchen erzählen. Das Märchen handelt von einem Prinzen, der sich auf den Weg macht, um einen Zauberapfel für den kranken König zu holen. Jedoch bringt der kleine Bruder seine Schwester mit seinen Zwischenfragen immer wieder aus dem Konzept. Dabei stellt er allerhand Unfug an, wie die Hängelampe herumzuschleudern, den Zeigefinger in die Wanduhr zu stecken, um zu schauen, ob diese stehenbleibt, oder das Loch in seinen Strümpfen zu vergrößern. Als der kleine Bruder dann auch noch seine eigene Version, des Märchens zum Besten gibt und dabei absichtlich alles durcheinander bringt, gibt die Schwester entnervt auf. Sie erklärt ihrem Bruder, dass sie ihm niemals wieder ein Märchen erzählen wird. Der Bruder fragt daraufhin, ob er sich wirklich darauf verlassen kann.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schweden wurde die Geschichte erstmals 1950 in der Kurzgeschichtensammlung Kajsa Kava (1952, deutsch Sammelaugust und andere Kinder) veröffentlicht.[1]

Manfred Steffen las die Geschichte als Hörbuch vor. Diese Lesung wurde sowohl im Radio ausgestrahlt,[2] als auch auf CD, unter dem Titel Erzählungen, herausgebracht.

In Deutschland veröffentlicht in[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sammelaugust und andere Kinder, 1952, Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg
  • Astrid Lindgren erzählt, 1971, Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg
  • Erzählungen, 1990, Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg
  • Die Puppe Mirabell und andere Geschichten, 2006, Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg
  • Erzählungen und Märchen, 2007, Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg
  • Das Vorlesebuch für kleine starke Jungs, 2011, Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Illustriert von Dirk Hennig

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Leseforum Bayern ist das Buch für Jungen und Mädchen geeignet. Es beschreibt, wie „ein nüchtern-illusionsloser Bub seiner größeren Schwester das Erzählen eines Märchens gründlich vermiest. So diebisch man sich über den geriebenen Kleinen freut, so sehr bietet sich die bedauernswerte Schwester als Objekt des Mitgefühls an.“[3] Annegret Katz hingegen findet, das die „altkluge Schlagfertigkeit des Jungen eher ungezogen als komisch“ wirkt.[4]

Birgit Schrowange und Markus Lanz stellten die Geschichte 2007 in dem Buch Unsere Lieblingsgeschichten vom cbj Kinderbücher Verlag vor.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sammelaugust und andere Kinder..
  2. Astrid Lindgren: „Auch die Odyssee liest man noch“.. Archiviert vom Original am 1. April 2019.
  3. Ballettschule. Märchenhaftes zum Jubiläum..
  4. Bibliothek und Information, Band 5, Ausgaben 7–12. Verein der Bibliothekare an öffentlichen Büchereien. Verlag Dokumentation, 1953. S. 1372
  5. Unsere Lieblingsgeschichten..