Großenried

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Großenried
Markt Bechhofen
Koordinaten: 49° 11′ 15″ N, 10° 34′ 48″ O
Höhe: 427 (418–430) m
Einwohner: 627 (31. Dez. 2013)
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 91572
Vorwahl: 09822
Großenried (Bayern)
Großenried

Lage von Großenried in Bayern

Katholische Pfarrkirche Sankt Laurentius

Großenried ist ein Ortsteil des Marktes Bechhofen im Landkreis Ansbach in Mittelfranken. Das Pfarrdorf liegt an der Altmühl.

Grossenried, Luftaufnahme (2016)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1188 war Großenried im Besitz der Hohenstaufer. In der Folgezeit gehörte der Ort zum Hochstift Eichstätt.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Großenried zur politisch selbstständigen Gemeinde, zu der die Orte Aub, Kleinried und Weidendorf gehörten. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1971 nach Bechhofen eingemeindet.[1]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche St. Laurentius: Saalkirche, neuromanischer Bau von 1886/88, Turmuntergeschoss im Kern spätmittelalterlich, Sakristei ehem. Chor des späten 14. Jahrhunderts, teilweise ziegelsichtiger Bau mit Zier- und Gliederungselementen in Naturstein, westlich flankierender Turm mit Rhombendach; die Wandfresken sind von Josef Wittmann aus 1930 und haben Themen aus dem Leben des hl. Laurentius und die Trinität. Ausstattung; erhaltene Teile der Ummauerung des aufgelassenen alten Friedhofs mit Mauerresten des abgerissenen Pfarrhauses, 18./19. Jahrhundert
  • Nähe Kirchenallee: Neuer Friedhof, ummauerte Anlage nordwestlich der Kirche, mit gusseisernem Kruzifixus auf Sandsteinsockel von 1882; Grabsteine, spätes 19. und frühes 20. Jahrhundert
  • Goethestraße 3 und 5: Wohngebäude, zweigeschossiger giebelständiger Satteldachbau, massiv, mit rustizierten Ecklisenen, Putzgliederungen und profilierten Rahmungen, 1779 und 1788.
  • Goethestraße 13: Ehemaliges Wohngebäude im Charakter eines herrschaftlichen Amtshofs, jetzt Gasthaus, zweigeschossiger Satteldachbau in Ecklage, mit Eckquaderungen, im Kern 16. Jahrhundert, rückseitig Fachwerkgiebel 17./18. Jahrhundert; reicher Innenausbau, spätes 18. Jahrhundert; Hofeinfahrt mit Kugelpfeilern und erhaltene Teile der Grundstücksummauerung, wohl 18. Jahrhundert
  • In der Triebgasse: Wegkreuz, Gusseisenkruzifixus auf Hausteinsockel, Mitte 19. Jahrhundert; ca. 300 m außerhalb des Ortes, jenseits Kleinried an der Straße nach Irrebach.
  • Kirchenallee: Steinkreuz, mittelalterlich; daneben Sockel eines verlorenen Bildstocks; südlich der Hauptstraße in der Nähe der Kirche.
  • Kirchenallee: Kriegerdenkmal mit Sandsteinkruzifixus, 1914/18; bei der Kirche.
  • Kirchenallee 1: Gasthaus, zweigeschossiger massiver Satteldachbau in Ecklage, Ecklisenen in Naturstein, 2. Hälfte 18. Jahrhundert
  • Kirchenallee 9: Wohnhaus, zweigeschossiges Gebäude mit Frackdach, verputzt, 1. Hälfte 19. Jh., mit Steinkruzifix, 16./17. Jahrhundert, an der Giebelwand.
  • Prof.-Sand-Straße. Wegkreuz, Gusseisenkruzifixus auf Sandsteinsockel, 2. Hälfte 19. Jahrhundert; am Ortsausgang nach Mörlach
  • Brücke über die Altmühl, dreibogiger Hausteinquaderbau, 18. Jahrhundert, moderner Betonaufsatz, mit Brückenfigur des hl. Laurentius, Mitte 18. Jahrhundert, renoviert 1800.
  • Am Gothendorfer Weg: Wegkreuz, Gusseisenkruzifixus auf Hausteinsockel, 2. Hälfte 19. Jahrhundert, bei der Straße nach Bechhofen, ca. 200 m außerhalb des Ortes an einem Feldweg zur Kirche.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Großenried

  • 1910: 493[3]
  • 1933: 515
  • 1939: 512[4]
  • 1961: 648[5]
  • 1970: 679[5]

Ortsteil Großenried

  • 1987: 467[6]
  • 2011: 636

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsstraße 2220 führt nach Kleinried bzw. nach Bechhofen. Die Kreisstraße AN 55 führt nach Weidendorf bzw. nach Mörlach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Liebersdorf. Bis in die 1970er Jahre hatte Großenried einen eigenen Bahnhof an der mittlerweile stillgelegten Bahnstrecke Leutershausen-Wiedersbach–Bechhofen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bundschuh, Johann Kaspar: Geographisches statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 2. Stettinische Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, Sp. 403–405.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 461.
  2. Baudenkmäler in Bechhofen (PDF; 145 kB)
  3. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/feuchtwangen.htm
  4. http://geschichte-on-demand.de/bay_feuchtwangen.html
  5. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 712.
  6. http://wiki-de.genealogy.net/Gro%C3%9Fenried