Großenwörden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Großenwörden
Großenwörden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großenwörden hervorgehoben

Koordinaten: 53° 41′ N, 9° 16′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Stade
Samtgemeinde: Oldendorf-Himmelpforten
Höhe: 0 m ü. NHN
Fläche: 12,35 km2
Einwohner: 455 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 21712,
21706 (Am Rönndeich)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 04775
Kfz-Kennzeichen: STD
Gemeindeschlüssel: 03 3 59 019
Adresse der Verbandsverwaltung: Mittelweg 2
21709 Himmelpforten
Website: www.oldendorf-himmelpforten.de
Bürgermeister: Bernhard Witt (FWG)
Lage der Gemeinde Großenwörden im Landkreis Stade
BaljeKrummendeichFreiburg/ElbeOederquartWischhafenDrochtersenGroßenwördenEngelschoffHammahDüdenbüttelHimmelpfortenBurwegKranenburgEstorfOldendorfHeinbockelStadeDeinsteFredenbeckKutenholzJorkBuxtehudeApensenBeckdorfSauensiekAhlerstedtBrestBargstedtHarsefeldNottensdorfBliedersdorfHorneburgDollernAgathenburgLandkreis StadeNiedersachsenLandkreis CuxhavenLandkreis Rotenburg (Wümme)Landkreis HarburgHamburgSchleswig-HolsteinSchleswig-HolsteinGrünendeichMittelnkirchenNeuenkirchenGuderhandviertelSteinkirchenHollern-TwielenflethKarte
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Großenwörden (plattdeutsch Grootwöörn) ist ein Dorf und eine Gemeinde im Landkreis Stade in Niedersachsen. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Himmelpforten hat.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großenwörden liegt in der Marsch der Oste am Rande zum Kehdinger Moor. Am Nordwestrand der Gemeinde mündet die Rönne in die Oste.

Nachbarorte sind Hüll im Norden, Dornbuschermoor, Theisbrüggermoor und Drochtersen im Nordosten, Aschhornermoor, Drochtersermoor und Gauensiekermoor im Osten, Engelschoff und Neuland im Südosten, Wisch im Süden, Kleinwörden, Hechthausen und Bornberg im Südwesten, Basbeck und Sethlerhemm im Westen und Osten, Altendorf und Rönndeich im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor 1885 gehörte Großenwörden zum Amt Himmelpforten. 1885 wurde die Gemeinde Teil vom Kreis Neuhaus, wechselte aber 1932 mit Hüll und Neuland zum jetzigen Landkreis Stade.

Im Zuge der Gebietsreform wurde Großenwörden zum 1. Juli 1972 Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Himmelpforten, die mit der Samtgemeinde Oldendorf am 1. Januar 2014 zur neuen Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten fusionierte.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großenwörden ist evangelisch-lutherisch geprägt und gehört zur Kirchengemeinde Horst in Burweg/Großenwörden. Für die wenigen Katholiken ist die Kirchengemeinde Heilig Geist in Stade zuständig.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Großenwörden besteht aus sieben Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl bis zu 500 Einwohnern.[7] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[8]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
WG Großenwörden 100 % 7

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 76,72 %[8] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[9]

Vorherige Wahlergebnisse
Partei 2006 2011
Freie Wählergemeinschaft 7 Sitze 7 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Bernhard Witt (WG Großenwörden) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[10]

Gemeindevorsteher:

  • 1856–1862: Johann Hinrich von Holten
  • 1862–1868: Ernst Friedrich von Rönn
  • 1868–1873: Claus Hinrich Bammann
  • 1874–1916: Johann Oelrich
  • 1916–1933: Ernst von Rönn

Bürgermeister:

  • 1933–1945: Gustav Schlichting
  • 1945–1946: Heinrich von der Lieth
  • 1946–1968: Hinrich Braack
  • 1968–1991: Gerhard Doerksen
  • 1991–2001: Erich Kahrs
  • 2001–2006: Hubert von der Lieth
  • seit 2006: Bernhard Witt

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün ein silberner erniedrigter Wellenbogen; oben ein silbernes Fachwerkhaus mit silbernem Stirngiebel und roter Ausfachung; unten fächerförmig ein silberner Erlenzweig mit rechts zwei Zäpfchen und links einem Blatt.“

Das Gemeindewappen, im Frühjahr 2001 von dem Bremer Heraldiker Horst Scheffler gestaltet, zeigt auf wiesengrünem Grund das ortstypische Niedersachsenhaus mit roter Ausfachung und silbernem Fachwerk sowie einen silbernen Wellenbogen, der den Großenwördener Ostebogen symbolisiert. Ein Erlenzweig weist auf die Erlenbestände hin, die in Großenwörden die Entwässerungsgräben säumen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marienkirche Großenwörden

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächste Bahnhof liegt 8 km entfernt in Himmelpforten an der Niederelbebahn.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksschule in Großenwörden wurde 1975 geschlossen. seither besuchen die Schüler aus Großenwörden die Grundschule in Himmelpforten und weiterführende Schulen in Himmelpforten (Oberschule mit Gymnasialzweig) und Stade (Vincent-Lübeck-Gymnasium).

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Dorfstraße hatte die Volksbank Stade-Cuxhaven eine Filiale, die am 28. April 2017 geschlossen wurde.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an der Deutschen Fährstraße.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Pomologe Eckart Brandt lebt und arbeitet in Großenwörden. Die Travestiekünstlerin Lilo Wanders wohnt ebenfalls hier.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großenwörden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Friedrich W. Harseim, C. Schlüter: Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. 1848, S. 134 (Textarchiv – Internet Archive)
  3. Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Berlin 1873, S. 142 (GoogleBooks)
  4. gemeindeverzeichnis.de
  5. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. stade.html. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. a b c d e f LSKN-Online
  7. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 6. April 2017.
  8. a b Gemeinde Großenwörden – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 6. April 2017.
  9. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 6. April 2017.
  10. Rat – Gemeinderat Großenwörden, abgerufen am 6. April 2017.