Großer Bunkerberg

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Großer Bunkerberg
Gesprengter Bunker im August 1949 (mit der Trümmeraufschüttung wurde begonnen).

Gesprengter Bunker im August 1949 (mit der Trümmeraufschüttung wurde begonnen).

Höhe 78 m
Lage Berlin, Deutschland
Koordinaten 52° 31′ 35″ N, 13° 25′ 55″ OKoordinaten: 52° 31′ 35″ N, 13° 25′ 55″ O
Großer Bunkerberg (Berlin)
Großer Bunkerberg
Typ Trümmerberg
Gestein Trümmer
Besonderheiten Reste der Friedrichshainer Flaktürme wurden überschüttet

Der Große Bunkerberg im Volkspark Friedrichshain ist mit 78 m die höchste Erhebung des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin. Sein Nachbar ist der Kleine Bunkerberg (Lage) mit 48 m Höhe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Namen erhielten die Hügel, da sich in ihrem Inneren die Überreste der beiden Friedrichshainer Flaktürme befinden. Am Standort des Großen Bunkerbergs befand sich der Gefechtsturm, von dem noch Teile zu erkennen sind. Der Kleine Bunkerberg bedeckt die Reste des Feuerleitturmes. Dort waren bedeutende Gemälde der Berliner Gemäldegalerie eingelagert, von denen vermutlich 434 im Mai 1945 unter ungeklärten Umständen verbrannten (siehe auch Kriegsverluste der Gemäldegalerie).

Die Erhebungen sind typische Berliner Trümmerberge. Nachdem die versuchte Sprengung der Flaktürme durch die Rote Armee im Juni 1946 nicht den gewünschten Erfolg brachte, wurden mit der Berliner Trümmerbahn ca. 2,1 Mio. m³ Schutt um sie herum angehäuft, was den Erhebungen den Namen Mont Klamott einbrachte.

Der Große Bunkerberg ist heute dicht bewaldet. Zum Gipfel des Berges führen einige Wanderwege, die in ein Rondell münden. In die Brüstung des Rondells sind in der jeweiligen Himmelsrichtung diverse Sehenswürdigkeiten und Stadtteile im Umkreis eingraviert, die jedoch aufgrund der dichten Bewaldung kaum noch zu erkennen sind.

Künstlerische Bezüge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1973 wurde eine Szene des bekannten DEFA-Films Die Legende von Paul und Paula auf dem Berg gedreht.

Im Jahre 1983 setzte die Band Silly dem Mont Klamott mit einer so betitelten Single und einem gleichnamigen Album ein musikalisches Denkmal. In dem Lied schildert die Sängerin, wie sie sich mit einer alten Frau im Volkspark Friedrichshain unterhält und während des Gesprächs die Stadtväter für die Schaffung dieses Volksparks lobt. Daraufhin entgegnet die Frau: „Lass sie ruhn, die Väter dieser Stadt. Die sind so tot seit Deutschlands Himmelfahrt. Die Mütter dieser Stadt hab'n den Berg zusamm'gekarrt.“[1]

Fertig überschütteter Bunker im Friedrichshain, 1950

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Volkspark Friedrichshain – Mont Klamott. Dokumentarfilm, Deutschland, 2013, 43:30 Min., Buch: und Schnitt: Simone Dobmeier und Torsten Striegnitz, Regie: Torsten Striegnitz, Produktion: Studio Mitte, rbb, Reihe: Geheimnisvolle Orte, Erstsendung: 19. November 2013 bei rbb, Inhaltsangabe von rbb.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großer Bunkerberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mont Klamott – Text. In: magistrix.de, aufgerufen am 1. Dezember 2014.