Nachdem er die Tagesbestzeit erzielt hatte, verunglückte Nelson Piquet am ersten Trainingstag in Folge eines Reifenschadens in der schnellen Tamburello-Kurve schwer. Formel-1-Arzt Sid Watkins untersagte ihm daraufhin die Teilnahme am Rennen. Goodyear erklärte sich aus Sicherheitsgründen dazu bereit, über Nacht neue Reifen, die besser zur Streckencharakteristik passten, einzufliegen.
Während der zweiten Runde übernahm Mansell in der Tosa-Kurve die Spitzenposition von Senna, der seine Pole-Position zunächst in eine Führung umgesetzt hatte. In der vierten Runde gelangte auch Prost an Senna vorbei und holte auf Mansell auf, bis er in Runde 15 aufgrund eines Elektrikdefektes aufgeben musste. Unterdessen hatte auch Alboreto Senna überholt und lag dadurch auf dem zweiten Rang.
Früher als geplant stoppte Mansell an der Box, um seine Reifen wechseln zu lassen. Dadurch lagen kurzzeitig Alboreto und Senna an der Spitze, bis diese ihrerseits ihre Boxenstopps absolvierten. Riccardo Patrese lag zu diesem Zeitpunkt auf dem zweiten Rang, da er seinen Stopp erst relativ spät absolvierte. Aufgrund zu hohen Kraftstoffverbrauchs musste er sich jedoch in der Schlussphase deutlich zurückfallen lassen.
Mansell siegte mit fast einer halben Minute Vorsprung vor Senna, der von einem Turbodruckverlust an Alboretos Ferrari profitierte. Der Italiener erreichte das Ziel als Dritter vor Stefan Johansson. Martin Brundle erzielte als Fünfter die beiden ersten WM-Punkte für Zakspeed. Sechster wurde Satoru Nakajima und errang somit als erster Japaner einen WM-Punkt.[1]
Die ersten sechs des Rennens bekamen 9, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e). In der Fahrerwertung wurden die besten elf Resultate, in der Konstrukteurswertung alle Resultate gewertet.