Großgmain

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Großgmain
Wappen Österreichkarte
Wappen von Großgmain
Großgmain (Österreich)
Großgmain
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Salzburg-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: SL
Fläche: 22,82 km²
Koordinaten: 47° 44′ N, 12° 55′ OKoordinaten: 47° 43′ 30″ N, 12° 54′ 31″ O
Höhe: 520 m ü. A.
Einwohner: 2.577 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 113 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5084
Vorwahl: 06247
Gemeindekennziffer: 5 03 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Salzburger Straße 220
5084 Großgmain
Website: www.grossgmain.at
Politik
Bürgermeister: Sebastian Schönbuchner (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(19 Mitglieder)

10 ÖVP, 3 SPÖ, 3 FPÖ, 3 GRÜNE

Lage der Gemeinde Großgmain im Bezirk Salzburg-Umgebung
Anif Anthering Bergheim Berndorf bei Salzburg Bürmoos Dorfbeuern Ebenau Elixhausen Elsbethen Eugendorf Faistenau Fuschl am See Göming Großgmain Hallwang Henndorf am Wallersee Hintersee Hof bei Salzburg Köstendorf Lamprechtshausen Mattsee Neumarkt am Wallersee Nußdorf am Haunsberg Oberndorf bei Salzburg Obertrum am See Plainfeld Sankt Georgen bei Salzburg Sankt Gilgen Schleedorf Seeham Seekirchen am Wallersee Straßwalchen Strobl Thalgau Wals-Siezenheim Grödig Koppl Salzburg SalzburgLage der Gemeinde Großgmain im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick über die Gmain
Blick über die Gmain
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Innenhof der Ruine Plainburg

Großgmain ist eine Gemeinde im Bundesland Salzburg im Bezirk Salzburg-Umgebung in Österreich mit 2577 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Flachgau im Bundesland Salzburg auf den Ausläufern des Untersbergs direkt an der Grenze zu Bayern (Deutschland). Die Staatsgrenze stellt der Weißbach im Westen der Ortschaft dar, auf der anderen Uferseite findet sich Bayerisch Gmain.

Ortsteile sind Großgmain (das Kirchenviertel), Schwaig, Tannenwinkl, Hinterreit.[1]

Nachbargemeinden

Bad Reichenhall (Lkr. Berchtesgd.Ld., BYDE) Wals-Siezenheim
Bayerisch Gmain (Lkr. Berchtesgd.Ld., BYDE) Nachbargemeinden Grödig
Bischofswiesen (Lkr. Berchtesgd.Ld., BY, DE)
Bad Reichenhall selbst liegt westlich, hinter Bayerisch Gmain

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Gmain ist eine jahrhundertelang gebrauchte Bezeichnung für den Siedlungsraum zwischen Untersberg und Lattengebirge, Hallthurm und Kirchholz. Bereits die Menschen der Bronzezeit wussten den Reichtum des Bodens und die günstige Lage der Umgebung zu schätzen und ließen sich hier fest nieder, ebenso wie Jahrtausende später die Grafen von Plain, welche die Gegend der Gmain mit der Erbauung der Plainburg zum Mittelpunkt ihrer oberen Grafschaft machten. Ungeachtet der landesherrschaftlichen Grenze, welche die weitverstreuten Höfe nach dem Niedergang der plainischen Herrschaft schon vor 1300 in eine bayerische und eine salzburgische Hälfte teilte, wurde die dörfliche Gemeinschaft von der Bevölkerung immer als eine Einheit verstanden.

Im Vollzug des religiösen Lebens bildete die kirchenrechtliche Einheit eine Gemeinschaft stiftende Grundlage für alle Gmainer. Für das wirtschaftliche Gefüge, das kulturelle Leben im Allgemeinen und die Schulausbildung im Besonderen spielte die Landesgrenze entlang des Weißbaches kaum eine Rolle. Auch die vielfältigen verwandtschaftlichen Verflechtungen über die Grenze hinweg bildeten natürlicherweise ein starkes Bindeglied. Trennend wirkte lediglich die jeweils am Weißbach endende salzburgische und bayerische Gerichtsbarkeit, welche die unterschiedliche Landeshoheit begründete.

Wirkliche Bedeutung erlangte die staatliche Trennung aber erst ab 1816, als nach einer kurzen Zeit der Vereinigung der beiden Ortsteile unter bayerischer Verwaltung die politischen Unterschiede im 19. Jahrhundert immer stärkere Geltung erlangten. Trotz der Ausformung zweier eigenständiger Gemeinden blieb das Zusammengehörigkeitsgefühl erhalten. Gleiche wirtschaftliche Interessen, vor allem im Fremdenverkehr, trugen ebenso dazu bei wie die Zweckmäßigkeit gemeinsamer technischer Einrichtungen.

Seit Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Großgmain 1889 feiert man gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Bayerisch Gmain zusammen das Traditionelle Florianifest. 2005 wurde das 100. gemeinsame Florianifest der Feuerwehren gefeiert. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs gab es immer wieder Unterbrechungen, aber die Feuerwehren der beiden Gemeinden ließen sich nicht von ihrer Tradition abbringen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

10
3
3
3
10 
Von 19 Sitzen entfallen auf:

Im Gemeinderat besteht nach der Gemeindevertretungswahl 2014 bei 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung:[2]

Bürgermeister ist Sebastian Schönbuchner (ÖVP).[3] Er wurde am 9. März 2014 mit einer Mehrheit von 76,9 % wiedergewählt.

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Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen at grossgmain.png

Das Wappen der Gemeinde ist beschrieben:

Gespalten; rechts in Rot ein einwärts gekehrter silberner Flügel; links in Gold ein rotbewehrter schwarzer Löwe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Großgmain
Brunnen (Maria lactans)

Natur

Untersberg: Bis auf den Siedlungsraum gehört das gesamte Gemeindegebiet zum Landschafts- und Pflanzenschutzgebiet Untersberg (LSG 51[4], PSG 1[5]), der Naturpark Untersberg (NPK 1)[6] entlang des Zwinkbachs (zum Kohlgraben nach Marzoll) darin eingebettet, sowie dem Europa- und Landschaftsschutzgebiet Untersberg-Vorland (FFH AT3227000/ESG 17, LSG 63),[7] an der Saalach, die über den bayerischen Biosphärenreservat Berchtesgadener Land (angrenzend Entwicklungszone) einem Schutzverbund angehören, das sich bis in Pongau und Pinzgau und nach Nordwesten, und in der Stadt Salzburg mit dem Landschaftsschutzgebiet Leopoldskroner Moos (LSG 47) fortsetzt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großgmain im Winter
Großgmain mit Wallfahrtskirche im Winter
  • Cäciliakonzert der Trachtenmusikkapelle Großgmain: jährlich am ersten Samstag im November
  • Erntedankfest: jährlich
  • Grenzenloses Großgmain
  • Grillfest der Trachtenmusikkapelle Großgmain: jährlich am zweiten vollen Wochenende (Samstag und Sonntag) im Juli
  • Kinder- & Vereins-Skirennen: veranstaltet vom Skiclub
  • Krampuslauf: jährlich um den 5. Dezember (Krampustag)
  • Muttertags-Wunschkonzert der Trachtenmusikkapelle Großgmain: jährlich am Freitag vor dem Muttertag

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten Großgmain
  • Volksschule Großgmain
  • Musikum Flachgau
  • Bildungszentrum der Sicherheitsexekutive (BZS) der SIAK

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oscar Fritz Schuh (1904–1984), Theaterintendant und Opernregisseur, in Großgmain gestorben
  • Ursula Schuh (1908–1993), Malerin und Bühnenbildnerin, lebte ab 1961 in Großgmain
  • Cesar Bresgen (1913–1988), Komponist, lebte ab 1956 in Großgmain
  • Josef Meinrad (1913–1996), Kammerschauspieler, in Großgmain gestorben
  • Wolf von Schilgen (1917–2015), Schriftsteller, in Großgmain gelebt und gestorben
  • Ilse Aichinger (* 1921), Schriftstellerin, Mutter von Clemens Eich, lebte von 1963 bis 1981 in Großgmain
  • Lolita (1931–2010), Sängerin, lebte zuletzt in Großgmain
  • Clemens Eich (1954–1998), Schauspieler und Schriftsteller, in Großgmain aufgewachsen
  • Marlene Svazek (* 1992), Politikerin

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Lang/Max Schneider: Auf der Gmain - Chronik der Gemeinden Bayerisch Gmain und Großgmain. Eigenverlag Gemeinden Bayerisch Gmain und Großgmain 1995, Auflage 5000

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Großgmain in Zahlen
  2. http://www.salzburg.gv.at/20003stat/wahlen/gvw/index.htm#erg.54.0.0.0.1
  3. http://www.salzburg.gv.at/20003stat/wahlen/bmw/index.htm#erg.54.1
  4. Landschaftsschutzgebiet 00051 Untersberg, Salzburger Naturschutzbuch, service.salzburg.gv.at/natur
  5. Pflanzenschutzgebiet 00001, Salzburger Naturschutzbuch, service.salzburg.gv.at/natur
  6. Naturpark 00001 Untersberg, Salzburger Naturschutzbuch, service.salzburg.gv.at/natur
  7. Landschaftsschutzgebiet 00063 Untersberg-Vorland, Salzburger Naturschutzbuch, service.salzburg.gv.at/natur;
    Untersberg-Vorland – Europaschutzgebietsverordnung, Untersberg. Landschaftsschutzverordnung 1981, Pflanzenartenschutzverordnung. Sbg LGBl 2007/59 (ris.bka, pdf)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großgmain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien