Großharthau

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Großharthau führt kein Wappen
Großharthau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großharthau hervorgehoben
Koordinaten: 51° 6′ N, 14° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Bautzen
Verwaltungs­gemeinschaft: Großharthau
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 37,28 km2
Einwohner: 2717 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km2
Postleitzahl: 01909
Vorwahlen: 035954, 035200 (Seeligstadt)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: BZ, BIW, HY, KM
Gemeindeschlüssel: 14 6 25 170
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wesenitzweg 6
01909 Großharthau
Webpräsenz: www.grossharthau.de
Bürgermeister: Jens Krauße (SPD)
Lage der Gemeinde Großharthau im Landkreis Bautzen
Tschechien Dresden Landkreis Görlitz Landkreis Meißen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Arnsdorf Bautzen Bernsdorf Bischofswerda Burkau Crostwitz Cunewalde Demitz-Thumitz Doberschau-Gaußig Elsterheide Elstra Frankenthal (Sachsen) Göda Großdubrau Großharthau Großnaundorf Großpostwitz Großröhrsdorf Malschwitz Haselbachtal Hochkirch Hoyerswerda Kamenz Königsbrück Königswartha Kubschütz Laußnitz Lauta Lichtenberg (Lausitz) Lohsa Malschwitz Nebelschütz Neschwitz Neukirch (bei Königsbrück) Neukirch/Lausitz Obergurig Ohorn Oßling Ottendorf-Okrilla Panschwitz-Kuckau Pulsnitz Puschwitz Radeberg Radibor Räckelwitz Ralbitz-Rosenthal Rammenau Schirgiswalde-Kirschau Schmölln-Putzkau Schönteichen Schwepnitz Sohland an der Spree Spreetal Steina (Sachsen) Steinigtwolmsdorf Wachau (Sachsen) Weißenberg Wilthen Wittichenau Brandenburg PolenKarte
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Großharthau ist ein Ort und die zugehörige Gemeinde im Südwesten des sächsischen Landkreises Bautzen, an der Bundesstraße 6 auf halbem Weg zwischen Dresden und Bautzen gelegen und von beiden Städten etwa 25 km entfernt. Die Gemeinde bildet mit Frankenthal die Verwaltungsgemeinschaft Großharthau.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Großharthau liegt rund sechs Kilometer westsüdwestlich von Bischofswerda beidseitig der Bundesstraße 6, wobei sich der größere Teil des Siedlungsgebiets nördlich dieser Straße befindet. Zwischen Seeligstadt und Großharthau schneidet die Bahnstrecke Dresden–Görlitz die nordwestlich von Großharthau liegende Massenei, bevor sie den Bahnhof Großharthau im Südwesten der Ortschaft erreicht.

Das Dorf wird von der Wesenitz berührt, die sich im Schlosspark mit der von Frankenthal kommenden Gruna vereinigt.

Westlich des Hauptortes liegt der Ortsteil Seeligstadt, südwestlich Schmiedefeld und südlich Bühlau.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umgebende Gemeinden im Landkreis Bautzen sind Arnsdorf im Westen, die Stadt Großröhrsdorf und Frankenthal im Norden und die Stadt Bischofswerda im Osten. Im Süden umschließt die Stadt Stolpen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge das Gemeindegebiet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Großharthau gehören die Ortsteile Großharthau, Bühlau, Schmiedefeld und Seeligstadt.

Einwohnerzahl Fläche
Großharthau 1371 800 ha
OT Bühlau 489 620 ha
OT Schmiedefeld 445 660 ha
OT Seeligstadt 1127 1650 ha
Gesamt 3432 3730 ha

Stand 31. Dezember 2004 (Efeu)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rittergut Großharthau

Harthau wurde erstmals im Jahr 1223 beziehungsweise 1228 urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Bühlau fand im Jahr 1121 als Byla, Bela die erste urkundliche Erwähnung. Der Ort bestand als sorbischer Weiler schon länger. Der Name Harthau stammt vielleicht vom germanischen Harth gleich Ort im Wald ab. Am 15. August 1793 brannten die Dorfkirche und noch einige weitere Häuser ab. Dabei wurde auch die Bibliothek vernichtet. Schon im Jahr 1794 wird die neue Kirche eingeweiht. Auch während des Siebenjährigen Krieges und des Befreiungskrieges im Jahr 1813 wurde der Ort schwer in Mitleidenschaft gezogen. Napoleon selbst übernachtete dreimal im Ort. Bis ins 20. Jahrhundert war der Ort als Harthau bekannt.

Ortsnamenformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1241: Hart, 1350: czů der Harthe, 1402: Harta, 1426: zcur Harte, 1465: Harth, 1539: Harthaw, 1768: Hartha bey Goldbach, 1836: Harthau (Groß- und Klein-), 1875: Harthau b. Bischofswerda[2], 1893 Großharthau

Verwaltungszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1994 wurden die Ortschaften Bühlau und Schmiedefeld, sowie am 1. März 1994 der Ort Seeligstadt eingemeindet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner[2]
1566 25 besessene Mann,
12 Gärtner, 17 Häusler
1587 29 Hufen
1764 22 besessene Mann,
17 Gärtner, 44 Häusler,
11 Hufen je 14-17 Scheffel
1834 0653
1871 0797
1890 0993
1910 1366
1925 1388
1939 1566
1946 1674
1950 1944
1964 1969
1990 1511
2000 3673 (nach Eingemeindung)
2007 3179
2009 3179
2012 2820
2013 2745

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 62,1 % (2009: 58,4 %)
 %
50
40
30
20
10
0
41,9 %
31,7 %
18,4 %
8,0 %
FWS
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+5,3 %p
-0,9 %p
-0,9 %p
-3,6 %p
FWS

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • SPD: 7 Sitze
  • CDU: 5 Sitze
  • Freie Wählervereinigung Seelig (FWS): 3 Sitze
  • FDP: 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den Wahlen am 10. Juni 2001 ist Jens Krauße (SPD; * 1966) Bürgermeister von Großharthau. Er war bis zur Kreisreform 2008 der einzige SPD-Bürgermeister im Landkreis Bautzen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Großharthau verfügt über eine Grundschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Michaeliskirche im OT Schmiedefeld
  • Schlosspark
  • Rittergut aus dem 18. Jahrhundert
  • Dorfkirche Großharthau
  • Dorfkirche Schmiedefeld mit historischer Orgel von Christian Gottfried Herbrig aus dem Jahr 1821[4]
  • Eisenbahnbrücke über die Wesenitz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Großharthau liegt an der Bahnstrecke Görlitz–Dresden. Hier verkehren Züge der Vogtlandbahn („Trilex“).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Burkhardt: Heimatbuch der Gemeinde Seeligstadt. Buchdruckerei Radeberg, 1954.
  • Roland Paeßler: Heimatblätter. Historischer Streifzug durch die Gegend um Großharthau und Bischofswerda. Ideen+Werbung Bautzen, 1997.
  • Cornelius Gurlitt: Großharthau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 31. Heft: Amtshauptmannschaft Bautzen (I. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1908, S. 90.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großharthau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Großharthau im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  3. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  4. Die Orgel in der St.-Michaelis-Kirche zu Schmiedefeld. In: herbrig-orgeln.de. Kulturwerkstatt Stolpen e. V., abgerufen am 27. Januar 2014.