Großlöbichau

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Großlöbichau führt kein Wappen
Großlöbichau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großlöbichau hervorgehoben
Koordinaten: 50° 56′ N, 11° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Holzland-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Dornburg-Camburg
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 6,24 km2
Einwohner: 722 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07751
Vorwahl: 03641
Kfz-Kennzeichen: SHK, EIS, SRO
Gemeindeschlüssel: 16 0 74 032
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstr. 21d
07751 Großlöbichau
Webpräsenz: www.grosslöbichau.de
Bürgermeister: Dieter Plog
Lage der Gemeinde Großlöbichau im Saale-Holzland-Kreis
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Die Kirche

Großlöbichau ist eine Gemeinde im Norden des thüringischen Saale-Holzland-Kreises und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Großlöbichau und Kleinlöbichau.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großlöbichau liegt zwischen Jena und Bürgel an der Bundesstraße 7. Das Tal wird nach Süden durch die bewaldeten Anhöhen der Wöllmisse und nach Norden durch die des Großen Gleisberg begrenzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. März 1001 wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt.[2] Im Jahre 1836 hatte der Ort, damals auch Löwichowe genannt, 209 Einwohner in 46 Häusern[3]. Im Jahre 1833 wurde der Ort vom Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach übergeben.[3]

Am 1. März 1951 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Kleinlöbichau eingegliedert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Gedenkstein auf dem Friedhof erinnert seit 1948 an die 30 ermordeten KZ-Häftlinge eines Todesmarsches, den die SS am 11. April 1945 durch den Ort getrieben hat. Sie hatten sich versteckt, wurden aufgespürt und anschließend erschossen. Seit Anfang der 1980er Jahre erinnert eine Todesmarsch-Stele am Ortseingang in Richtung Bundesstraße 7 gegenüber dem Steinbruch an die Opfer des NS-Terrors.[4]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: St. Bartholomä

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großlöbichau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 102.
  3. a b Jonathan C. Zenker: Historisch-topographisches Taschenbuch von Jena und seiner Umgebung besonders in naturwissenschaftlicher u. medicinischer Beziehung. Friedrich Frommann, Jena 1836, S. 129.
  4. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 211.