Großropperhausen

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Großropperhausen
Gemeinde Frielendorf
Koordinaten: 50° 56′ 24″ N, 9° 22′ 9″ O
Höhe: 344 (325–390) m
Fläche: 14,16 km²
Einwohner: 747 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 34621
Vorwahl: 05684

Großropperhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Frielendorf, Schwalm-Eder-Kreis in Hessen (Deutschland). Der Ort hat 798 Einwohner.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großropperhausen liegt im Nordteil des Knüllgebirges, landläufig nur Knüll genannt, rund 5 km südöstlich des Frielendorfer Kernorts und etwa 11 km südlich von Homberg. Durchflossen wird es vom Efze-Zufluss Ohebach. Die Ortslage erstreckt sich von 325 bis 390 m ü. NN.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wurde 1232 als Raporgehusen erstmals urkundlich erwähnt. Die Überreste der mittelalterlichen, wahrscheinlich von den Herren von Heimbach erbauten Burg Ropperhausen sind noch erhalten. Am südöstlichen Ortsrand befindet sich inmitten eines Gutshofs das Schloss Großropperhausen, ein 1832 von den Herren von Baumbach erbautes Herrenhaus. Zur Gemarkung gehören die Wüstungen Froschhain, Gerlachshain, Glashütte, Hilpertshain, Ringsmühle, Rungerode und Solnhausen sowie das Haus Samtholz, ein Schotterwerk und der Waldhof.

Am 1. Januar 1974 wurde der Ort in die Gemeinde Frielendorf eingegliedert.[2]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden evangelisch-reformierten Gemeinden Großropperhausen und Lenderscheid bilden ein Kirchspiel. Neben der barocken, von 1726 bis 1728 errichteten Kirche steht das Pfarrhaus. Der Kirchturm erhebt sich mittig aus dem Gebäude als zweistufiger oktogonaler Haubendachreiter. In der Kirche befindet sich auf der südlichen Empore die Patronatsloge der Familie von Baumbach; zu dieser Loge führt eine eigene Treppe, die über das Südportal mit dem Namen des „Hans Ludwig von Baumbach“ zu erreichen ist. Den Grundriss der nach Osten ausgerichteten Kirche bildet ein lang gestrecktes Achteck.[3] Am nord-östlichen Ortsrand befindet sich ein Friedhof.

Jüdische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ortsrand (Am Sterckelsberg) liegt der jüdische Friedhof[4] mit einer Fläche von 10,32 ar.[5] Um 1835 wurde eine Synagoge als zweigeschossiges Fachwerkhaus mit Walmdach erbaut. Links des Eingangs befand sich mit einem fast quadratischen Grundriss ein nach Osten gerichteter Betraum mit einseitiger Empore. Rechts im Erdgeschoss befand sich ein Schulraum, im Obergeschoss eine Lehrerwohnung. Das Gebäude wurde später an eine nichtjüdische Familie veräußert, umgebaut und wird heute als Wohnhaus genutzt.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Busse der Linien 472, 473 und 493 des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) stellen den öffentlichen Personennahverkehr sicher.

Im Ort treffen sich die Landesstraßen 3152 und 3158 und die Kreisstraße 124.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto-Karl Engelbrecht, Marie-Luise von Baumbach u. a.: Großropperhausen 1232–1982. Eigenart und Wandel eines Dorfes. Hrsg. von der Gemeinde Frielendorf und dem Ortsbeirat Großropperhausen. Homberg/Efze, 1982.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlen & Fakten auf der Webseite der Gemeinde Frielendorf
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 413.
  3. Großropperhausen. Evangelischer Kirchenkreis Ziegenhain / Dekanat. Archiviert vom Original am 23. September 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ekkw.de Abgerufen am 28. September 2013.
  4. Jüdischer Friedhof in Großropperhausen. Gemeindevorstand der Gemeinde Frielendorf. Abgerufen am 28. September 2013.
  5. Jüdische Friedhöfe im Schwalm-Eder-Kreis (HR). Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum. Abgerufen am 28. September 2013.
  6. Geschichte der Synagoge Großropperhausen (Gemeinde Frielendorf, Schwalm-Eder-Kreis) - Jüdische Geschichte / Synagoge. Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum. Abgerufen am 28. September 2013.
  7. Bickhardt übernimmt Steinbruch HNA vom 30. November 2010