Safari

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Fotosafari in der Sabi Sands Game Reserve, Südafrika

Als Safari (zaˈfaːri, von arabisch سفر, DMG safar ‚Reise‘) werden Reisen bezeichnet, deren Zweck die Jagd (Jagdsafari) oder – vor allem in neuerer Zeit – Beobachtung von Wildtieren (Fotosafari) ist, insbesondere wenn das Ziel der Reise in Afrika liegt.[1] Bei beiden Formen der Safari spielen Afrikas sogenannte „Big Five“ – Büffel, Elefant, Löwe, Leopard und Nashorn – eine große Rolle.

Etymologie und Begriffsverwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernest Hemingway mit einem von ihm erlegten Kaffernbüffel in Afrika (1953)

Das Wort Safari stammt aus der Swahili-Sprache und steht dort für eine Reise jeglicher Art. Beispielsweise kann auch ein einfacher längerer Spaziergang eine Safari sein. Es fand seit der Kolonialzeit Eingang in die deutsche und englische Sprache der einstmaligen Kolonialherren und wurde damals vor allem zur Bezeichnung einer Jagdreise in Ostafrika verwendet, bei der gewöhnlich Großwild erlegt wurde.[2] Später wurde der Begriff dann auch auf andere Teile Afrikas und der Welt ausgedehnt, etwa wildreiche Gebiete im südlichen Afrika oder in Indien.

Begegnung mit einem Geparden bei einer Fotosafari im Tsavo-East-Nationalpark, Kenia

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Begriff gewandelt und bezieht sich heute oft auf den Fototourismus in Nationalparks, in denen man Tiere in freier Wildbahn sehen und fotografieren kann, der mittlerweile auch für weniger betuchte Reisende erschwinglich ist. Dazu hat sich geradezu eine Safari-Industrie entwickelt, mit Lodges und professionellen Führern.

Der Begriff Safari wird auch im Zusammenhang mit Tauchkreuzfahrten gebraucht, wo sich der Begriff Tauchsafari durchgesetzt hat. Es handelt sich dabei meist um eine mehrtägige Fotosafari im Meer.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Thema Safari regte viele Schriftsteller und Regisseure zu Werken an, so beispielsweise den leidenschaftlichen Safari-Gänger Ernest Hemingway zu Die grünen Hügel Afrikas und Die Wahrheit im Morgenlicht.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peet van der Merwe, Lindie du Plessis: Game farming and hunting tourism. 1. Auflage. African Sun Media, 2014, ISBN 978-0-9922359-1-8.
  • Barney Dickson, Jonathan Hutton, William A. Adams (Hrsg.): Recreational Hunting, Conservation and Rural Livelihoods: Science and Practice (= Conservation Science and Practice). Wiley-Blackwell, 2009, ISBN 978-1-4443-0318-6.
  • Bernhard Gissibl: The conservation of luxury: Safari hunting and the consumption of wildlife in twentieth-century East Africa. In: Luxury in Global Perspective. Cambridge University Press, 2016, ISBN 978-1-316-25791-3, S. 263–300, doi:10.1017/9781316257913.011.
  • Brent Lovelock (Hrsg.): Tourism and the consumption of wildlife: hunting, shooting and sport fishing. Routledge, London 2007, ISBN 978-0-203-93432-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Safari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Safari – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Safari. In: Duden. Abgerufen am 29. Juli 2020.
  2. Daryl Balfour, Sharna Balfour: Simply Safari. 1. Auflage. New Holland Publishers, New York 2001, ISBN 978-1-86872-532-8, S. 6 f.