Groningen

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Gemeinde Groningen
Flagge der Gemeinde Groningen
Flagge
Wappen der Gemeinde Groningen
Wappen
Provinz Groningen Groningen
Bürgermeister Peter den Oudsten
Sitz der Gemeinde Groningen
Fläche
 – Land
 – Wasser
83,69 km²
79,59 km²
4,10 km²
CBS-Code 0014
Einwohner 200.487 (1. Apr. 2016[1])
Bevölkerungsdichte 2396 Einwohner/km²
Koordinaten 53° 13′ N, 6° 34′ OKoordinaten: 53° 13′ N, 6° 34′ O
Bedeutender Verkehrsweg A7 E22 A28 E232
Vorwahl 050
Postleitzahlen 9700–9749
Website www.groningen.nl
LocatieGroningen (city).png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Stadtkarte Groningen

Groningen (niederländisch [ˈɣroːnɪŋə] ( anhören?/i)), in alten hochdeutschen Dokumenten: Gröningen, Groninger Platt Grönnen, ist die Hauptstadt der Provinz Groningen in den Niederlanden und hat 200.487 Einwohnern (Stand: 1. April 2016, mit dem Umland 350.000 Einwohner).

Die Stadt hat seit 1614 eine Universität, außerdem befindet sich in Groningen die Fachhochschule Hanzehogeschool. Fast 50.000 Studenten sind in der Stadt eingeschrieben.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groningen liegt am nördlichen Ende des „Hondsrug“ (nicht zu verwechseln mit dem Hunsrück), einer sandigen Erhebung mitten im ehemals ausgedehnten Moor, die sich vom „Drentschen Plateau“ bis ins Zentrum der Stadt zieht und in früherer Zeit die einzige Verbindung dieser beiden Gebiete war.

Groningen liegt 75 km westlich von Leer (Ostfriesland) und 180 km nordöstlich von Amsterdam an der A7 (E 22). Dank ihrer bevorzugten Lage wurde die Stadt zum Mittelpunkt der Region.

Die Stadt hat eine Fläche von 76,77 km² und liegt an den Kanälen Winschoterdiep, Noord-Willemskanal, Van Starkenborghkanaal und am Eemskanaal, der Groningen mit Delfzijl an der Emsküste verbindet. Die Innenstadt ist – historisch bedingt – sehr kompakt bebaut.[3]

Klimatabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groningen
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
69
 
4
-1
 
 
45
 
5
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17
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19
9
 
 
73
 
21
11
 
 
57
 
22
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6
 
 
78
 
8
3
 
 
75
 
6
1
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Groningen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,4 5,0 8,6 12,2 17,0 19,4 21,4 21,9 18,2 13,5 8,4 5,5 Ø 13
Min. Temperatur (°C) -0,8 -0,8 1,2 2,7 6,5 9,1 11,3 11,1 8,8 5,6 2,5 0,5 Ø 4,8
Niederschlag (mm) 69,0 44,9 61,3 44,1 57,5 72,6 73,0 56,6 71,8 69,8 78,1 75,0 Σ 773,7
Regentage (d) 18 14 16 14 14 15 15 14 16 16 19 19 Σ 190
T
e
m
p
e
r
a
t
u
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4,4
-0,8
5,0
-0,8
8,6
1,2
12,2
2,7
17,0
6,5
19,4
9,1
21,4
11,3
21,9
11,1
18,2
8,8
13,5
5,6
8,4
2,5
5,5
0,5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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69,0
44,9
61,3
44,1
57,5
72,6
73,0
56,6
71,8
69,8
78,1
75,0
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: WMO

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Groningen oder Cruoninga – wie sie im Mittelalter hieß – entstand aus einem losen Zusammenschluss von drei oder vier verstreut gelegenen Bauernhöfen. Die ersten Spuren können auf ca. 300 v. Chr. datiert werden. Seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. war der Kernbereich der jetzigen Altstadt – heute „de Grote Markt“ (deutsch: der Große Markt) – dauerhaft besiedelt.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groningen wurde erstmals im Jahre 1040 urkundlich erwähnt, als die Stadt durch eine Schenkung von Heinrich III. auf den Bischof von Utrecht überging.[4]

Viele Kaufleute, die mit England und den Ostseeländern handelten, ließen sich hier nieder. 1422 schloss sich Groningen der Hanse an.[4] Bis zum 17. Jahrhundert – dem „Goldenen Zeitalter“ der Niederlande – hatte Groningen sich zu einem blühenden Handelszentrum entwickelt, nicht zuletzt aufgrund des dort existierenden Gerichts, das auch für die umliegenden Gebiete zuständig war.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Absicht, das weitere Vordringen der Reformation aufzuhalten, wurde 1559 das Bistum Groningen errichtet. Ab 1580 befand sich Groningen, nachdem die Stadt sich dem kaiserlichen Feldherrn Alessandro Farnese, dem Herzog von Parma, unterworfen hatte, unter spanischer Herrschaft.[5] Im Jahre 1594 eroberte Moritz von Oranien Groningen.[6][7] Groningen wurde zusammen mit den umliegenden Gebieten, den Ommelanden, ein Teil der Republik der Vereinigten Niederlande und damit auch protestantisch.[8]

Im Holländischen Krieg versuchte der Fürstbischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen, 1672 die Stadt durch Belagerung und Kanonenbeschuss einzunehmen.[9] Sein Faible für die Artillerie brachte ihm den Spitznamen „Bommen Berend“ („Kanonenbernhard“) ein. Am 28. August 1672 gelang es den Bürgern von Groningen, seinen Angriff abzuwehren. An dieses Ereignis erinnert in Groningen bis heute ein lokaler Feiertag mit vielen Aktivitäten, der so genannte Gronings Ontzet (Entsatz von Groningen).

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zweite Weltkrieg hat in Groningen tiefe Spuren hinterlassen. Die Stadt wurde im Mai 1940 ohne Widerstand von den deutschen Truppen besetzt. 3300 Einwohner kamen im Krieg unmittelbar zu Tode, darunter 2800 jüdische Bürger Groningens.[10]

Bis zur Schoa bestand in Groningen eine blühende jüdische Gemeinschaft. So war beispielsweise Attila Groningen der älteste jüdische Turn- und Sportverein in Europa, sechs Monate älter als Bar Kochba Berlin. Er war national orientiert und lehnte die Emigration nach Palästina sowie die Zusammenarbeit mit den zionistischen Makkabi-Vereinen ab.[11] 1940 lebten 3000 Juden in Groningen, darunter 250 jüdische Flüchtlinge aus Deutschland.[12] Die ersten 600 Groninger Juden wurden bereits im August 1942 deportiert; die Deportationen in die Arbeits- und Vernichtungslager endeten im April 1943. Nur wenigen Groninger Juden gelang es, unterzutauchen und zu überleben.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs erlitt die Stadt erhebliche Schäden. Als die 2nd Canadian Infantry Division der Alliierten im April 1945 Groningen erreichte, stieß sie auf heftigen Widerstand der deutschen Besatzungstruppen, von Teilen des „Landstorm Nederland“ der Waffen-SS und von belgischen SS-Einheiten.[13] Drei Tage, vom 14. bis zum 16. April, dauerten die Straßenkämpfe in der Innenstadt, bis die deutschen Truppen kapitulierten.

Die Bauten, die anschließend im Rahmen des Wiederaufbaus entstanden, sind inzwischen Gegenstand heftiger Debatten. Viele wollen sie durch Schöneres ersetzen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gotteshäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Martinikerk (Martinikirche) am „Grote Markt“, älteste und größte Kirche der Stadt. Ihr mit der Westseite verbundener Martinitoren (Martiniturm) wurde zwischen 1469 und 1482 aus Bentheimer Sandstein errichtet. Von 1548 bis 1577 war der Turm 127 Meter hoch, bis die hölzerne Spitze anlässlich eines Freudenfeuers nach dem Abzug feindlicher Truppen abbrannte.
  • A-Kerk (Aa-KIrche), Pfarrkirche seit 1247
  • Pelstergasthuiskerk, geweiht 1267

Diese drei Kirchen beherbergen Orgeln von Arp Schnitger, installiert zwischen 1692 (Martinikerk) und 1702 (Aa-Kerk)

  • Die Nieuwe Kerk wurde ab 1660 in der ab 1625 angelegten Stadterweiterung errichtet. Der Stadtteil wurde erst langsam bebaut, und die Kirche steht in einem Park.
  • Synagoge: In der 1906 erbauten Synagoge 300 m südlich des Vismarkt werden seit 1981 wieder jüdische Gottesdienste zelebriert.

Weltliche Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mit dem Bau des Stadhuis (Rathauses) wurde 1792 begonnen, nachdem das mittelalterliche Rat- und Weinhaus 1775 abgebrochen worden war. Aber erst 1810 wurde es vollendet. 1872 wurde der bis dahin U-förmige Grundriss zu einem Rechteck geschlossen, wegen des angestiegenen Platzbedarfs.[14]
  • Die Korenbeurs (ehemalige Kornbörse) an der Stirnseite des Vismarkt (Fischmarktes) ist ein (spät- oder auch neo-)klassizistischer Bau aus den Jahren 1862–1865.
  • Die Reichsuniversität Groningen hat zwei markante Gebäude in der Innenstadt:
    • Das Akademiegebouw entstand, nachdem das vorherige Universitätsgebäude 1906 während Renovierungsarbeiten ein Opfer der Flammen geworden war. Es wurde 1909 vom Reichsbaumeister Johannes Antonius Willibrordus Vrijman entworfen. Sieben Fenster im Treppenhaus schuf Otto Linnemann aus Frankfurt 1909/1914, das mittlere mit der Darstellung der Universitätsgründung, die seitlichen mit den allegorischen Darstellungen der Fakultäten. Unterlagen hierzu befinden sich im Linnemann-Archiv.
    • Die Universitätsbibliothek Groningen liegt gegenüber dem Akademiegebäude.
  • Groninger Museum: Das 1994 eingeweihte Gebäude wurde zwischen Altstadt und Hauptbahnhof in das Wasser des Zuiderhavens gebaut und ist ein spektakuläres Werk der Moderne. Entworfen wurde es von dem Designer Alessandro Mendini in Zusammenarbeit mit den Architekten Michele de Lucchi, Philippe Starck und Coop Himmelb(l)au. Gezeigt werden neben wechselnden Ausstellungen auch Exponate der Vor- und Frühgeschichte der Provinz Groningen und die sehenswerte Sammlung chinesischen Porzellans.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 39 Sitze und wird für vier Jahre gewählt. Seit 2014 ist die sozial-liberale D66 mit neun Sitzen die größte Partei. Mit sechs Sitzen sind die sozialistische SP und die sozialdemokratische PvdA vertreten. Vier Sitze hat die grüne GroenLinks. Über jeweils drei Sitze verfügen die liberale VVD, die 'Stadspartij', und die christdemokratische CDA. ChristenUnie und 'Student en Stad' haben je zwei Sitze und die PvdD einen.[15]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groningen verfügt über ein dichtes Stadtbusnetz mit insgesamt 37 Linien (dazu neun Nachtlinien), auf dem Busse jedoch meist nur im Halbstundentakt (sonntags gar nur im Stundentakt) fahren. Viele Buslinien erreichen den ZOB vor dem Hauptbahnhof. Darüber hinaus ist Groningen Zentrum eines weitläufigen Regionalbusnetzes. Sowohl Stadt- als auch Regionalbusse betreibt das Unternehmen Qbuzz Groningen Drenthe.[16][17]

Alle Groninger Stadt- und Regionalbusse akzeptieren die OV-chipkaart, eine RFID-basierte, wiederaufladbare Chipkarte. Gelegenheits-Passagiere kaufen beim Fahrer ein Eurokaartje (ab 2 Euro für max. eine Stunde Fahrt über max. zwei Zonen) mit verschiedenen Zeit- und Tarifzonenbeschränkungen.[18]

Von 1880 bis 1949 verfügte Groningen über ein Straßenbahnnetz, das zunächst durch O-Busse und schließlich durch konventionelle Dieselbusse ersetzt wurde.[19] Eine Wiedereinführung der Tram in Form eines Stadtbahnsystems mit zwei Linien ist in Planung.[20]

Fahrrad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Untersuchung des Verkehrsclub Österreich VCÖ aus dem Jahre 2013 gehört Groningen zu den fahrradfreundlichsten Städten Europas, was den Anteil des Fahrrads am Alltagsverkehr betrifft. Etwa 31 % der Wege der Einwohner werden hier mit dem Rad zurückgelegt, nur in Houten (44 %), Oldenburg (43 %), Münster (38 %), Kopenhagen (35 %) und Leiden (33 %) wird mehr Fahrrad gefahren.[21] Streetfilms hat Groningen 2013 zur Welt-Fahrradstadt erklärt und in einem englischsprachigen Video Eindrücke zum Verkehrsgeschehen, Hintergründe zur besonderen Attraktivität des Fahrradverkehrs und Stimmen von Nutzern zusammengestellt. Das Fahrrad ist wegen bewusst geplanter Einschränkungen für den Autoverkehr – besonders im Stadtkern, aber auch in anderen Quell-Ziel-Verbindungen – deutlich zeitschneller als das Auto und der Bus. So gibt es spezielle Brücken für Fußgänger und Radfahrer über einen vielbefahrenen Kanal; Autos müssen an einer Drehbrücke bis zu zehn Minuten auf passierende Schiffe warten.[22] In einem Interview im Mai 2016 mit der Wochenzeitung Die Zeit sprach Verkehrsdezernent Paul de Rook von einem Radverkehrsanteil von 60 % und dass eine weitere Erhöhung angestrebt wird.[23]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das eigentliche Stadtzentrum um den Großen Markt und Fischmarkt ist gänzlich autofrei, das äußere Zentrum ist in vier Sektoren unterteilt. Direkter Autoverkehr zwischen den Sektoren untereinander ist nicht möglich. Die Stadt ist umgeben von einem vierspurigen Ringweg, sowohl zur Anbindung der Außenbezirke als auch der Fernstraßen. Seit einigen Jahren wird daran gearbeitet, alle Anschlüsse ampelfrei auszuführen, mit dem Abschluss der Arbeiten wird 2015 gerechnet.

In Ost-West-Richtung verläuft die Autobahn 7 und in Nord-Süd-Richtung die A 28.

Wasserstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude am Noorderhaven
Der Noorderhaven

In Groningen treffen bedeutende Binnenwasserwege aufeinander. Von Westen (Friesland/Amsterdam) der Van Starkenborghkanaal, von Delfzijl (Dollard, Emden) der Eemskanaal, vom Südwesten das Winschoterdiep, und der Noord-Willemskanal aus dem Süden.

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groningen liegt an der Eisenbahnstrecke von Leeuwarden nach Deutschland (Ost-West-Verbindung, Bahnstrecke Leer–Groningen) und Richtung Süden über Assen nach Meppel. Außerdem zweigen Richtung Norden zwei Nebenstrecken ab; die eine führt nach Delfzijl und die andere nach Roodeschool.

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groningen verfügt über einen Verkehrsflughafen, den Groningen Airport Eelde, südlich der Stadt bei Eelde gelegen.[24]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Groningen leben insgesamt mehr als 50.000 Studierende.[25]

Die altehrwürdige Rijksuniversiteit Groningen (RUG) blickt auf eine vierhundertjährige Geschichte zurück (gegründet 1614) und hat sich als Forschungs- und Lehrstätte international einen guten Ruf erworben. Die Universität ist in neun Fakultäten untergliedert: Theologie, Philosophie, Medizin, Mathematik und Naturwissenschaften, Jura, Sprach- und Literaturwissenschaft, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Raumplanung.

Außerdem gibt es in Groningen die staatliche Hanze University Groningen, University of Applied Sciences (niederländisch: Hanzehogeschool). Dabei handelt es sich um keine Universität im deutschen Sinn, sondern um eine HBO, die etwa mit einer deutschen Fachhochschule vergleichbar ist.

Die Hanze University of Applied Sciences führt ihr Gründungsjahr auf 1798 zurück. In diesem Jahr wurde die erste Kunstakademie Minerva eröffnet. Die Hochschule bietet ihren mehr als 25.000 Studenten 70 verschiedene Master- und Bachelorstudiengänge sowie Kursangebote des internen gewerblichen Dienstleisters HanzeConnect. Studiengänge gibt es in den Fachrichtungen Wirtschaft und Management, Technik, Gesundheit und Sport, Sozialwesen, Kunst, Musik und Tanz an insgesamt an 19 verschiedenen Fakultäten.

Groningen Oude Boteringestraat

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theaterfestival „Noorderzon“: das Theaterfestival lockt jährlich Tausende von Besuchern an
  • Popfestival „Eurosonic Noorderslag“: findet jedes Jahr in Groningen statt und besteht aus einer Musikkonferenz und dem Showcase-Festival für Europäische Musik, außerdem werden einige Preise vergeben.

Kultur und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aa-Kirche
Die Aa-Kirche am Abend

In Groningen gibt es mehrere Museen. Neben dem Groninger Museum sind dies das „Noordelijke Scheepvaartmuseum“, das „Universiteitsmuseum“ und das „Nederlandse Stripmuseum“, ein Comic-Museum. Vorhandene Theater- und Konzerthallen sind „Oosterpoort“ und „Stadsschouwburg“. Die Discotheken der Stadt befinden sich am Grote Markt und in der Poelestraat. Das Holland Casino betreibt hier eine seiner zwölf Filialen.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Groningen sendet die regionale Rundfunkanstalt RTV Noord, zu ihr gehören Radio Noord und TV Noord. Die größte Tageszeitung von Groningen ist das Dagblad van het Noorden.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Groningen wird im niederländischen Fußball durch den FC Groningen vertreten. Die erste Fußball-Herrenmannschaft spielt in der höchsten niederländischen Spielklasse, der Eredivisie. Der FC Groningen trägt seine Heimspiele im heimischen Stadion Euroborg aus. 2011 und 2012 fand im Rahmen der Motorrad-Langbahnweltmeisterschaft auf der 1100 m langen Trabrenn-Sandbahn im Stadtpark von Groningen der Langbahn-WM Grand Prix der Niederlande statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter:

Persönlichkeiten mit Beziehung zur Stadt:

  • Johannes Corputius (gestorben 1611 in Groningen), Kartograf, Militär und zuletzt Hauptmann in Groningen. Sein Epitaph befindet sich in der Martinikirche.
  • Ubbo Emmius (gestorben 1625 in Groningen), Pastor, Historiker, Pädagoge und erster Rektor der Universität Groningen
  • Aletta Jacobs (1854–1929), studierte ab 1871 in Groningen Medizin und wurde die erste Ärztin der Niederlande; zudem war sie als Frauenrechtlerin aktiv.[8]

Aus der Region Groningen stammt die Pferderasse „Groninger“.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 11 Partnerstädte, geordnet in der zeitlichen Reihenfolge des Schließens der Partnerschaft:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Stelljes: Groningen. Die junge Kulturstadt. Edition Temmen, Bremen 2012. ISBN 978-3-8378-3004-0.
  • Thomas Schumacher (Hrsg.): Grenzenlos an Deich und Dollart.Das Reise- und Lesebuch für die Ems-Dollart-Region. Edition Temmen, Bremen 2003. ISBN 3-86108-903-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Groningen – Sammlung von Bildern
 Wikivoyage: Groningen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand April 2016Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Lena Bopp: Wir sind Provinz, hier schlägt das Herz. Groningen liegt am nördlichen Rand der Niederlande – aber nicht im stillen Abseits. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Oktober 2008.
  3. Beitrag in Streetfilms zu Groningen als Welt-Fahrradstadt
  4. a b Schumacher, S. 194
  5. Horst Lademacher: Geschichte der Niederlande. Politik – Verfassung – Wirtschaft. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983. ISBN 3-534-07082-8. S. 75.
  6. Illustration von Frans Hogenberg von 1594: Die Belagerung der Stadt Groningen (Digitalisat)
  7. Illustration von Frans Hogenberg von 1594: Die Einnahme der Stadt Groningen (Digitalisat)
  8. a b Schumacher, S. 195
  9. Horst Lademacher: Geschichte der Niederlande. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983. S. 120.
  10. Stadshistorie: 20ste eeuw (Stadtgeschichte: 20. Jahrhundert, niederländisch)
  11. Arnd Krüger, Astrid Sanders: Jewish Sports in the Netherlands and the Problems of Selective Memory. In: Journal of Sport History, Jg. 26 (1999), S. 271–286. Am 3. Oktober 1941 wurde der Verein formal abgemeldet und nie wieder eröffnet.
  12. Geschichte der jüdischen Gemeinde in Groningen (niederländisch).
  13. Gregory John Ashworth: The city as battlefield. The liberation of Groningen, April 1945. Universität Groningen, Groningen 1995 (= Groningen studies, Bd. 61). ISBN 90-367-0495-2.
  14. Offizielle Darstellung des Stadhuis
  15. Wer sitzt in der Gemeinderat (niederländisch)
  16. Website von Qbuzz Groningen Drenthe (niederländisch)
  17. Netzspinne von Qbuzz Groningen Drenthe (niederländisch; PDF; 12,4 MB)
  18. Tarifinformationen von Qbuzz Groningen Drenthe (niederländisch)
  19. Groninger tramhistorie auf RegioTram Groningen (niederländisch)
  20. RegioTram Groningen (niederländisch)
  21. VCÖ-Untersuchung: In welchen Städten Europas am meisten Rad gefahren wird, 2. Juni 2013.
  22. Beitrag in Streetfilms zu Groningen als Welt-Fahrradstadt
  23. Lukas Zdrzalek: Fahrradverkehr: "Wir wollen noch mehr als 60 Prozent Radfahrer im Verkehr". In: Die Zeit. 12. Mai 2016, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 24. Mai 2016]).
  24. Flughafen Groningen
  25. http://toerisme.groningen.nl/de/about-groningen/stadt-groningen/studentenstadt