Grooming (Pädokriminalität)

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Als Grooming (zu Deutsch sinngemäß Anbahnung) wird die gezielte Kontaktaufnahme Erwachsener mit Minderjährigen in Missbrauchsabsicht bezeichnet, indem stufenweise ihr Vertrauen erschlichen wird.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während sich der Begriff im Englischen sowohl auf Voll- als auch auf Minderjährige beziehen kann, hat er sich im Deutschen als auf Minderjährige (Kinder und Jugendliche) bezogen eingebürgert. Das englische Wort „Grooming“ (striegeln, zurechtmachen, vorbereiten) bezieht sich hierbei darauf, dass den potentiellen Opfern zunächst geschmeichelt wird und/oder Geschenke gemacht werden, um ihr Vertrauen zu erlangen. Geschieht dies im Internet – etwa in Chats oder in sozialen Netzwerken –, spricht man von Cyber-Grooming.

Rechtslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Schutzalter (in Deutschland 14 Jahre) sind sexuelle Handlungen generell verboten, gelten als sexueller Missbrauch von Kindern und werden strafrechtlich verfolgt. Das Schutzalter ist eine in den einzelnen Ländern unterschiedliche Altersgrenze, ob und wann Handlungen strafbar sind.

Bei der Frage, ob Grooming strafrechtlich relevant ist, spielen auch Aspekte wie die Position des handelnden Erwachsenen – ob es sich dabei etwa um ein Familienmitglied oder einen Lehrer handelt (Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen) – oder auch, ob es sich um gleichgeschlechtliche Handlungen dreht, eine gewichtige Rolle.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]