Grotenburg

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Dieser Artikel behandelt den Berg im Teutoburger Wald. Für das Stadion des KFC Uerdingen 05 siehe Grotenburg-Stadion. Siehe auch: Grotenburgschlösschen bzw. Grottenburg.
Grotenburg
Links die Grotenburg mit dem Hermannsdenkmal und rechts der Bielstein

Links die Grotenburg mit dem Hermannsdenkmal und rechts der Bielstein

Höhe 386 m ü. NN
Lage Deutschland, Nordrhein-Westfalen
Gebirge Teutoburger Wald
Koordinaten 51° 54′ 42″ N, 8° 50′ 22″ OKoordinaten: 51° 54′ 42″ N, 8° 50′ 22″ O
Grotenburg (Nordrhein-Westfalen)
Grotenburg
Das Hermannsdenkmal auf der Grotenburg
Lageplan der Grotenburg, Großer und Kleiner Hünenring

Die Grotenburg ist ein 386 m hoher Berg im Südosten des Teutoburger Waldes, in Detmold-Hiddesen, Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Bekannt ist die Grotenburg insbesondere durch das Hermannsdenkmal.

Der Berg wird gelegentlich auch Teutberg oder kurz Teut genannt. Es ist jedoch umstritten, ob diese Bezeichnung historisch zutreffend ist. Laut Moritz Friedrich Essellen geht die Bezeichnung auf Christian Gottlieb Clostermeier zurück.[1][2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der stark bewaldete Berg befindet sich im Lippischen Wald, einem südöstlichen Teil des Teutoburger Waldes, rund 1,5 km (Luftlinie) südlich des Detmolder Ortsteils Hiddesen. Eine Besonderheit ist, dass sich der Berg nördlich des Hauptkammes des Teutoburger Waldes befindet und somit, auch dank seiner Höhe, recht markant wirkt.

An den Hängen der Grotenburg – insbesondere am Osthang – befinden sich viele Quellen, die einige kleine Bäche speisen. Während am Südhang nur der 6,7 km lange Heidenbach und der Silberbach, der der Berlebecke zufließt, entspringen, befinden sich am Osthang gleich mehrere Quellen. Hier entspringt der Rautenbergbach, der ein 2,1 km langer, linker Nebenfluss der Berlebecke ist. Außerdem entspringen hier auch seine Nebenbäche: Der 0,6 km lange Schmandbach, der 0,9 km lange Grasfroschbach, der 0,4 km lange Krötenbach und der 0,5 km lange Teichmolchbach.

Ringwallanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gipfel des Berges finden sich Reste einer Ringwallanlage, direkt unterhalb des heutigen Parkplatzes gelegen und besichtigbar. Diese Wälle waren Teil einer Wallburg aus der späten vorrömischen Eisenzeit. Diese wird als Großer Hünenring bezeichnet. Der Begriff Grotenburg selbst bedeutet große Burg und bezieht sich direkt auf die Wallanlagen.

An der Auffahrtstraße zum Denkmalsgelände des Berggipfels befindet sich der sogenannte Kleiner Hünenring, eine mittelalterliche Wallanlage.[3]

Hermannsdenkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1838–1875 wurde innerhalb des größeren der beiden Ringwälle das Hermannsdenkmal errichtet. Zu seinem Bau wurden auch Steine des Walles verwendet, der dadurch stark beschädigt wurde und heute nur noch teilweise erhalten ist.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um zum Hermannsdenkmal zu gelangen, kann die Grotenburg von zwei Seiten mit dem PKW befahren werden. Man gelangt über eine ausgebaute Straße vom Detmolder Stadtteil Hiddesen hinauf auf die Grotenburg und kann in diese Richtung auch wieder hinunterfahren, aber auch hinunter nach Heiligenkirchen gelangen. Jedoch ist die Straße nach Heiligenkirchen eine Einbahnstraße, die aus Richtung Heiligenkirchen nur bis zu dem Parkplatz befahren werden darf.

Diese Straße ist die steilste im Kreis Lippe und zählt wohl auch zu den steilsten in Deutschland. Der kurze Abschnitt mit dem größten Gefälle von 20 % befindet sich auf der Abfahrt nach Heiligenkirchen. Diese Route über die Grotenburg wird auch gerne von Radsportlern genutzt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahe dem Teutberg befinden sich folgende Sehenswürdigkeiten und geografischen Ziele:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. M. F. Essellen: Das römische Kastell Aliso, der Teutoburger Wald und die Pontes longi; ein Beitrag zur Geschichte der Kriege zwischen den Römern und Deutschen in der Zeit vom Jahre 12 vor bis zum Frühjahre 16 nach Christus. Rümpler, Hannover 1857, S. 118.
  2. M. F. Essellen: Das Römische Kastell Aliso, der Teutoburger Wald und die Pontes longi: ein ... S. 118, abgerufen am 2. November 2014.
  3. Eintrag zu Kleiner Hünenring in der EBIDAT, der wissenschaftlichen Datenbank des Europäischen Burgeninstituts

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]