Grabenanlage von Herxheim

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Einer der wenigen vollständigen Schädel aus der Herxheimer Grabenanlage

Die Grabenanlage von Herxheim ist eine archäologische Fundstätte aus der Jungsteinzeit auf dem Gebiet einer ehemaligen bandkeramischen Siedlung in Herxheim bei Landau im Landkreis Südliche Weinstraße von Rheinland-Pfalz. Bei Grabungsarbeiten stießen die Archäologen auf große Mengen von Menschenknochen, die willkürlich in kleine Stücke zerschlagen worden waren und Schnittspuren aufweisen, wie sie beim Entfernen von Muskelgewebe durch Schneidwerkzeuge entstehen – ein einzigartiger Befund aus der Vorgeschichte Mitteleuropas.

Kurzbeschreibung der bandkeramischen Fundstelle von Herxheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Fundort von Herxheim, im heutigen Gewerbegebiet „West“ der Gemeinde gelegen, handelt es sich um eine bandkeramische Siedlung, an drei Seiten umgeben von einem doppelten Graben. Architektonische Grundform der beiden parallelen Gräben sind lange, schmale Gruben mit teils unterschiedlicher Profilform (u-förmig, v-förmig, muldenförmig). Zahlreiche dieser langen Gruben wurden, ausgehend von den Verfüllschichten und Fundkonzentrationen in den Gräben, gleichzeitig ausgehoben und fügen sich zu langen Grabensegmenten zusammen. Es existiert eine Reihe von Erdbrücken zwischen Segmenten der Gräben. Zwei der Erdbrücken, die am Innen- und am Außengraben an denselben Stellen liegen, können als Grabendurchquerungen ehemaliger Wege durch die Siedlung interpretiert werden. Innerhalb des doppelten Grabenringes liegt eine – erosionsbedingt sehr schlecht erhaltene – Siedlung der Bandkeramik.[1]

Die datierenden Funde aus Siedlungsgruben belegen, dass die Dorfanlage von der Phase Flomborn (ab ca. 5300 v. Chr.) bis an das Ende der Linearbandkeramik in der Pfalz (spätestens kurz vor 5000 v. Chr.) durchgehend besiedelt war. Am Ende ihrer Laufzeit änderte sich die Funktion der Siedlung offenbar: Kurz vor oder schon in der jüngsten Phase der linearbandkeramischen Kultur wurden die Gräben um die Siedlungsfläche angelegt, und es fanden hier mehrfach gänzlich außergewöhnliche Rituale statt, in deren Verlauf insgesamt mehr als 1000 Menschen getötet (Menschenopfer) und dann zerlegt wurden.

Man entfernte akribisch alles Fleisch, alle Sehnen und das übrige Weichgewebe von den Knochen, die danach – mit wenigen Ausnahmen – klein zerschlagen wurden. Die Schädel erfuhren eine Sonderbehandlung – die Akteure der Ritualhandlungen schlugen mit gezielten Steinbeilschlägen Gesichtsschädel und Schädelbasis ab, so dass nur noch das Schädeldach (Kalotte) übrig blieb. Von diesen schalenartigen Schädelkalotten fanden sich in den Ausgrabungen etwa 500, dazu noch zahlreiche Fragmente von weiteren Schädeldächern, was die Zahl der Toten weiter erhöht. Die menschlichen Überreste wurden mit anderen Artefakten (siehe unten) in größeren oder kleineren Fundkonzentrationen, die Funde vermischt mit viel Aushuberde der Gräben, in die offenstehenden Segmente der Grabenanlage deponiert. Da erst ca. zwei Drittel der Grabenanlage archäologisch untersucht wurden, ist von einer Gesamtzahl der hier im Rahmen eines außergewöhnlichen Rituals getöteten Menschen von mehr als 1000 Individuen auszugehen.

Entgegen anderslautender Interpretationen handelt es sich bei der Anlage von Herxheim eindeutig nicht um ein Massengrab, man kann hier überhaupt nicht von Aktionen im Rahmen von Begräbnisritualen sprechen. Damit unterscheidet sich Herxheim auch deutlich von anderen jüngstbandkeramischen Fundplätzen wie etwa dem Massengrab von Wiederstedt sowie den Funden von Talheim, Wiederstedt oder Schöneck-Kilianstätten, dreier Orte, an denen eine größere Anzahl menschlicher Körper, offenbar Opfer von Gewaltanwendungen (tödliche Schädelverletzungen, Pfeile in Wirbeln etc.), recht „unzeremoniös“ und nicht in der üblichen Bestattungslage der Linearbandkeramischen Kultur in Massengräbern beerdigt worden waren. Auch die Situation der Siedlung mit Grabenanlage von Asparn/Schletz (Niederösterreich), wo sich in den Grabenköpfen beiderseits eines Eingangs in die innerhalb der Grabenanlage befindlichen Siedlung zahlreiche Tote fanden, ist nicht mit Herxheim vergleichbar. Die Toten in den Grabenköpfen und auch an anderen Stellen des Grabens um die Siedlung von Schletz werden als Verteidiger der Siedlung interpretiert, die vergeblich ihre Gemeinschaft vor Angreifern verteidigen wollten, bei dem Versuch getötet und in die offenstehenden Gräben geworfen wurden. Diese Kampfsituation hat ebenfalls nichts mit der Szenerie von Herxheim zu tun. Bislang fehlt jeder Vergleich zu der einzigartigen Fundsituation in Herxheim.

Die stark normierte und repetitive Behandlung der getöteten Opfer von Herxheim – Zerlegung der Körper, Entfleischung des Skeletts, systematische Zerschlagung der Knochen, Zurichtung der Kalotten – verweist die Aktivitäten an diesem besonderen Fundort unzweifelhaft in den Bereich ritueller Handlungen. Wie oft dieses Ritual in Herxheim durchgeführt wurde, lässt sich leider nicht sagen; zahlreiche Zusammensetzungen von anpassenden Keramikscherben und Knochenfragmenten aus unterschiedlichen Stellen der Grabenanlage zeigen jedoch, dass jeweils eine Reihe der Fundkonzentrationen gleichzeitig entstanden war und größere Teile der Gräben auch gleichzeitig offengestanden haben müssen. Daher ist von einer erheblich kürzeren Gesamtdauer der Ritualaktivitäten in Herxheim auszugehen, als die von der mit den Knochenfragmenten vergesellschafteten verzierten Keramik vorgegebenen ca. 50 Jahre (= Dauer der jüngsten Phase der Linearbandkeramischen Kultur).

Abriss der Forschungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang der 1990er Jahre beschloss die Gemeinde Herxheim, direkt westlich des Ortes ein neues Gewerbegebiet erschließen zu lassen. Da in diesem Gebiet häufiger archäologische Funde freigelegt worden waren, beauftragte man die Speyerer Außenstelle der Direktion Landesarchäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, vor Baubeginn mit großflächigen archäologischen Grabungen zu beginnen. Die Rettungsgrabung im Bereich der bandkeramischen Siedlung mit Doppelgraben dauerte von 1996 bis 1999. Schon während der Ausgrabungsarbeiten, die unter der wissenschaftlichen Leitung von Annemarie Häußer (t) standen und technisch vom Grabungstechniker Michael Münzer der Außenstelle Speyer der Landesarchäologie betreut wurden, bearbeiteten Fabian Haack (Knochengeräte) und Dirk Schimmelpfennig (Silices) zwei Fundkategorien der Ausgrabungen im Rahmen von Magisterarbeiten. Nach Ende der Rettungsgrabungen im zukünftigen Gewerbegebiet West der Gemeinde Herxheim wurden die Funde im Depot der Außenstelle Speyer verwahrt; lediglich die Keramik sollte direkt in Form einer Dissertation durch Annemarie Häußer weiterbearbeitet werden. Der plötzliche Unfalltod von Annemarie Häußer im September 2002 machte diese Pläne aber zunichte.

Im Herbst 2003 stellte Andrea Zeeb-Lanz, seit 2001 zuständige Gebietsarchäologin der Landesarchäologie – Speyer für den Kreis Südliche Weinstraße und damit auch für die Gemeinde Herxheim, ein Team von Wissenschaftlern zusammen, um die Funde aus den Rettungsgrabungen umfassend bearbeiten und auswerten zu können. Für eine finanzielle Unterstützung wurde von ihr bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Antrag gestellt. Dieser Antrag auf zwei Jahre finanzielle Förderung der Auswertungsarbeiten wurde, wie auch drei Folgeanträge, bewilligt, so dass die DFG das Forschungsprojekt Herxheim insgesamt für acht Jahre, von 2004 bis 2011, finanziell förderte und so überhaupt die in großem Umfang gemachten Forschungsarbeiten ermöglichte.

Das DFG-Forschungsprojekt-Team nahm seine Arbeit auf, wobei sehr schnell deutlich wurde, dass die Dokumentation der Rettungsgrabungen für die Fragen der Bearbeiter nicht detailliert genug war, dass die angewandte Grabungstechnik bei der Grabung der 1990er-Jahre viele für eine Feinauswertung notwendige Detailbeobachtungen nicht erlaubt hatte. Daher wurde in den Jahren 2005 bis 2008 unter der örtlichen wissenschaftlichen Leitung von Fabian Haack und der technischen Leitung von Grabungstechniker Michael Münzer, eine Forschungsgrabung durchgeführt, die im Zwickel zwischen Rohrbacher und Insheimer Straße im Bereich eines weiteren, jedoch erheblich kleineren Stückes der Siedlung und der doppelten Grabenanlage durchgeführt wurde. Es ist zu großen Teilen der finanziellen Unterstützung der Gemeinde Herxheim zu danken, dass diese Grabung durchgeführt werden konnte. Auch Landesmittel flossen in die Finanzierung ein. Auf der Grundlage der mit moderner Grabungstechnik (z. B. Laser-Tachymeter-Fundeinmessung) und einer dem Befund genau angepassten Grabungsmethode durchgeführten Forschungsgrabung konnte die Auswertung der Befunde und Fundgattungen sehr viel besser und erfolgreicher durchgeführt werden.

Neben der Untersuchung und Auswertung der Befunde (auf der Grundlage der Ergebnisse der Forschungsgrabung), der menschlichen Knochen, der Keramik, der Steingeräte und Tierknochen wurden im Rahmen des DFG-Projektes auch umfangreiche archäometrische Analysen durchgeführt. Dazu gehören Isotopenanalysen (Sr, O), DNA-Analysen und Tonanalysen. Die Ergebnisse wurden in bislang 2 Bänden der Reihe "Forschungen zur Pfälzischen Archäologie (FPA) vorgelegt. Die noch nicht erfolgte Vorlage der Keramik soll in einem dritten Teilband der Reihe FPA (Band 8.3) veröffentlicht werden.

2010 führte das DFG-Team (Grabungsleitung: Fabian Haack) als vorerst letzte invasive Maßnahme im Bereich der Grabenanlage zwei Sondageschnitte im Osten der Siedlungsfläche durch. Diese wurden im Rahmen eines Filmprojekts („Lost cannibals of Europe“, National Geographic TV) vom National Geographic Filmteam mit der Kamera dokumentiert und hatten zum Ziel, der Frage nachzugehen, ob sich auf der Ostseite der Siedlung die Grabenanlage weiter verfolgen ließ, die in einer 2004 durchgeführten Gesamt-Geoprospektion des Areals hier nicht zu sehen gewesen war. Tatsächlich konnte nur im südlichen der beiden Schnitte ein Grabenkopf dokumentiert werden, der möglicherweise noch zu einem Grabensegment des inneren Grabens gehört. Weiter nördlich ist die Grabenanlage jedoch nicht vorhanden, so dass insgesamt davon ausgegangen werden muss, dass die beiden Gräben nie geschlossen waren und die Siedlung an ihrer Ostseite nicht von einem Graben begrenzt war. Finanziert wurden die beiden Sondageschnitte von 2010 durch die National Geographic Society.

Funde und Grabungsergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht typisch für Herxheim: ein nahezu vollständiges Skelett[2]

Unregelmäßig in den Gräben angeordnet fanden sich zahlreiche Konzentrationen von Funden, deren Hauptanteil klein zerschlagene menschliche Knochen darstellten, zu denen auch noch die Schädelkalotten und eine kleine Anzahl ganzer Schädel zu zählen sind. Daneben fanden sich in den Fundkonzentrationen erhebliche Mengen von Scherben verzierter und unverzierter Keramik, zerstörte Steingeräte und zahlreiche Fragmente wohl größtenteils intentionell zerschlagener Mahlsteine sowie Tierknochen. In kleineren Anteilen konnte auch Schmuck aus Tierknochen, -zähnen (z. B. Eberhauer) und Kalkstein sowie Knochengeräte aus Tierknochen geborgen werden. Das Fundmaterial war in der Regel mit viel Erde vermischt und konnte nur in Ausnahmefällen als regelrechte Fundschicht am Grunde eines Grabensegmentes oder auf bereits eingeschwemmten oder eingefüllten Erdschichten dokumentiert werden. Die Verfüllungsgeschichte der Gräben ist sehr komplex, viele Verfüllschichten überlagern sich und zeigen sehr deutlich, dass es sich bei den Grabensegmenten keinesfalls um nacheinander angelegte und schnell wieder verfüllte Gruben handelt, die sich gegenseitig überschneiden, sondern vielmehr um durchgehende längere Segmente zweier Gräben. Ohne Rücksicht auf die Absätze im Sohlenbereich, welche die ursprünglichen Aushebungseinheiten der langen Gruben anzeigen, wurden die Fundkonzentrationen in den Gräben deponiert, wobei die Ausdehnung der Konzentrationen bis zu ca. 7 m längs des Grabens betragen kann. Auch die unter und über den Fundkonzentrationsbereichen liegenden Verfüllschichten ignorieren die Absätze im Sohlenbereich der Gräben gänzlich. Auffällig ist, dass sich im inneren Graben die Fundkonzentrationen häufen, während sie in den ausgegrabenen Bereichen des äußeren Grabens erheblich geringer an Zahl sind. So wurde in der Forschungsgrabung auf der ganzen Länge von 30 m, welche die Ausdehnung der beiden Gräben im Grabungsareal 2005–2008 betrug, im äußeren Graben lediglich eine einzige Fundkonzentration freigelegt. Allerdings handelte es sich hier um eine ganz besondere Fundansammlung, bestand sie doch aus fünf isolierten, aber vollständigen Schädeln sowie einer Reihe von Langknochenfragmenten, die eine intentionell anmutende Anordnung aufwiesen.

Neben den Gräben als Deponierungsort von menschlichen Knochen, qualitätvoller Keramik und anderen Artefakten zählen auch einige Siedlungsbefunde im Inneren des Grabenringes offenbar zu Bestandteilen der Ritualhandlungen. In einer Reihe von Gruben im Siedlungsbereich fanden sich nämlich die für die Ritualfundkonzentrationen charakteristischen Funde wie menschliche Knochenfragmente, verzierte Keramik unterschiedlicher Herkunft sowie Tierknochen und zerstörte Steingeräte. Allerdings muss angesichts der Massierung von Funden der Ritualaktivitäten in den Gräben davon ausgegangen werden, dass diese eine zentrale Rolle bei der Deponierung der Ritualüberreste einnahmen.

Die Herxheimer Menschenknochen zeigen zahlreiche Spuren gezielter Schnitte. Von diesen kann eine Anzahl als Spuren der Zerlegung angesprochen werden, etwa Schnitte an Gelenkenden und an Ansatzstellen für Muskeln und Sehnen an den Langknochen. Flache, schmale Schnitte, einerseits mittig auf Schädelkalotten, andererseits im Bereich über den Ohren, weisen auf das Abziehen der gesamten Kopfhaut der betroffenen Individuen hin. Weitere Spuren wie leiterartige kurze Schabespuren an Langknochen und anderen Körperteilen verweisen auf die sorgfältige Entfleischung der Knochen hin. Manipulationsspuren am Schädel sind auf das Herausschneiden der Zunge und die Abtrennung des Musculus masseter zurückzuführen. Alles in allem kann anhand der verschiedenen Manipulationsspuren der Arbeitsablauf an den getöteten menschlichen Opfern von Herxheim vollständig nachvollzogen werden. Nach einer Teilzerlegung (Abtrennung der Extremitäten, Herausschneiden der Wirbelsäule und damit Öffnung des Brustkorbes) wurden die Teilstücke der Körper akribisch von allen Weichteilen, von Fleisch, Sehnen und sonstigen Geweberesten, befreit. Anschließend zerschlugen die Akteure der Ritualhandlungen die Knochen in kleine Fragmente - bis zu 40 Splitter eines Langknochens stellen keine Seltenheit dar. Die Schädel wurden sorgfältig zu Kalotten, also einem schalenförmigen Artefakt, zugerichtet. Feuer spielte offenbar auch eine Rolle bei den Ritualen - nicht nur wurden in zahlreichen Stellen des Innengrabens unter oder zwischen den Funden Asche- und Brandreste, teils regelrechte Schichten davon, dokumentiert, sondern auch an den menschlichen Überresten konnten an verschiedenen Stellen Brandspuren entdeckt werden. So sind punktuell auf Schädelkalotten, aber auch außen und innen an den Bruchkanten der Kalotten schwarze und dunkelbraune Brandspuren sichtbar. Langknochen zeigen ebenso wie kleinere Knochenfragmente vereinzelt Brandspuren. Einzelne Unter- und Oberkiefer sind ebenfalls von Brandeinwirkungen markiert; teilweise sind dabei alle Zähne betroffen (zerstörter Zahnschmelz), teilweise nur die vorderen Zähne.

Neben den menschlichen Knochen als Hauptfundgruppe - mit besonderer Behandlung - ist die Keramik unter den in den Konzentrationen von Herxheim am häufigsten vertretene Fundgruppe. Auch sie weist Besonderheiten auf. Die Tonware, die mit den Knochen vergesellschaftet ist, gehört ausnahmslos in die jüngste Phase der Bandkeramik, der einhellig in der Forschung nur eine kurze Zeitdauer, etwa 50 Jahre, zugewiesen wird. Allerdings gibt es verschiedene zeitliche Ansätze für diese ca. 50 Jahre jüngste Linearbandkeramische Kultur (LBK); die Datierungen schwanken zwischen dem 51. und dem 50. Jh. v. Chr. In den Gräben und auch in den Fundkonzentrationen selbst fanden sich auch Scherben älterer Phasen der LBK, die als intrusive Funde der älteren Phasen der Siedlung von Herxheim zu bewerten sind. In den Ausgrabungen wurde deutlich, dass die Gräben mehrfach ältere Befunde schneiden, so dass es nicht verwunderlich ist, dass mit dem Erdaushub bei der endgültigen Verfüllung der Gräben auch ältere Scherben in die Gräben gelangten. Diese haben jedoch mit den besonderen Handlungen, die am Ende der Herxheimer Besiedlungszeit hier stattfanden, nichts zu tun. Die Keramik ist von herausragender Qualität in Formgebung und Verzierungsausführung; darüber hinaus sind mindestens acht verschiedene Regionalstile der jüngsten LBK vertreten. Verzierte Gefäße in größerer Zahl stammen aus so weit entfernten Gebieten wie dem unteren Elbtal (Šárka-Stil der jüngsten LBK), immerhin 400 km Luftlinie von Herxheim entfernt oder aus dem Elster-Saale-Gebiet. Häufig vertreten ist Keramik im Rhein-Main-Schraffurstil. Etwas mehr als die Hälfte der verzierten Keramik ist im Pfälzer Stil verziert, der erst vor wenigen Jahren anhand des Materials von Herxheim definiert wurde.[3] Tonanalysen verschiedener Fremdstile erbrachten das Ergebnis, dass die in fremden Regionalstilen verzierten Gefäße nicht in der Pfalz hergestellt wurden, so dass davon auszugehen ist, dass Gemeinschaften aus verschiedenen, teils weit entfernten Gegenden nach Herxheim kamen und Gefäße in dem bei ihnen heimischen Zierstil mitbrachten.

Die Keramik wurde, wie auch die menschlichen Skelette, intentionell vor Ort zerschlagen und wurde mit den Knochenfragmenten in den Gräben deponiert, Zusammensetzungen von anpassenden Scherben überwinden Strecken bis zu mehr als 200 m, dabei treten auch Anpassungen von Scherben aus dem Außen- an Scherben aus Konzentrationen im Innengraben auf.[4] Anhand der frisch erscheinenden Brüche der Gefäßscherben wird deutlich, dass diese nicht lange auf der Oberfläche gelegen haben können, sondern kurz nach ihrer Zerstörung in die Gräben gelangten, wo sie gemeinsam mit den anderen Funden schnell mit Erdmaterial bedeckt wurden.

Steingeräte, Silices und Mahlsteine gehören ebenfalls zu den Inventaren der Fundkonzentrationen von Herxheim. Diese Artefakte wurden in der gleichen Weise behandelt wie Menschen und Keramik, nämlich intentionell zerstört. Mahlsteine legte man offenbar teilweise erst ins Feuer, um sie mürbe zu machen, bevor sie dann zerschmettert wurden.[5]

Auch bei den Tierknochen aus den Fundkonzentrationen in den Gräben zeigen sich Besonderheiten: neben normalem Schlachtabfall fanden sich außergewöhnlich zahlreich Bukranien und Aigikranien in den Befunden. Diese speziell zugerichteten Artefakte (herauspräparierter Schädelteil, an dem beide Rinder- oder Ziegenhornzapfen sitzen) werden allgemein für die Vorgeschichte in symbolische/rituelle Zusammenhänge gestellt. Außerdem zählen zu den Tierknochen überdurchschnittlich viele Hundeknochen (mehr als 280 Exemplare), welche die Zahl der Hundeknochen in allen bisher ausgegrabenen LBK-Siedlungen insgesamt weit übertreffen; die Knochen gehören zu mindestens 10, vielleicht sogar 13 Hunde-Individuen.[6] Die Hunde wurden offenbar gevierteilt und dann wahrscheinlich gebraten/gegrillt und verspeist. Eine Verspeisung von Hunden ist für die bandkeramische Zeit gänzlich ungewöhnlich, da der Hund schon längst als Haustier angesehen wurde und damit für gewöhnlich nicht zu den konsumierten Tieren gehört. Die Bearbeiterin dieser Funde sieht in der potentiellen Verspeisung von Hunden eine außergewöhnliche, vielleicht sogar rituelle Mahlzeit.[7]

Strontiumisotopenanalysen erbrachten überraschende Ergebnisse: Von fast 100 beprobten menschlichen Individuen – Zahnschmelz von Molaren (M1 und M3), von vollständigen Skeletten, von isolierten Schädeln und vor allem von isolierten Kiefern aus den Fundkonzentrationen in den Gräben – erwiesen sind rund 90 als „Fremde“, d. h., nicht in Herxheim oder Umgebung geborene oder aufgewachsene Opfer.[8] Besonders auffällig bei den Analyseergebnissen waren die hohen Strontium-Anteile der allermeisten Proben: Die Personen waren ganz offenbar in höheren Mittegebirgsgegenden mit Granit- bzw. Gneissuntergrund geboren worden und auch aufgewachsen. Dies ist insofern höchst erstaunlich, als bis heute deutliche Belege für Besiedlung der Mittelgebirge durch die Träger der bandkeramischen Kultur fehlen.

Die Vermutung, es handele sich bei den Opfern von Herxheim demnach um Mesolithiker, die als Gefangene nach Herxheim kamen und dort im Rahmen der Ritualhandlungen getötet wurden, widerlegen die - an denselben Zähnen beprobt wie die Isotopenuntersuchungen - DNA-Analysen. Diese belegen, dass sich die untersuchten Individuen bezüglich ihrer DNA gut in das bekannte Spektrum von bandkeramischen Menschen einfügen.[9] Damit besteht eine zurzeit unerklärliche Diskrepanz zwischen den Ergebnissen der Strontiumisotopenanalysen und der genetischen Untersuchungen - die Identität der Toten von Herxheim ist bislang nicht bekannt.

Interpretationsansätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Interpretationsansätze zu dem außergewöhnlichen Befund von Herxheim haben in den 25 Jahren seit dem Beginn der ersten Grabung zahlreiche Wandlungen durchgemacht. War man sich anfangs noch nicht klar darüber, ob es sich hier um die Spuren kriegerischer Auseinandersetzungen handelte oder um besondere Bestattungssitten,[10] so schälte sich bereits während der Ausgrabungen eine Interpretationsrichtung für die menschlichen Überreste heraus, die recht lange Bestand haben sollte. Die Bearbeiter der menschlichen Überreste der Rettungsgrabung, Jörg Orschiedt und Miriam N. Haidle, favorisierten alternativlos die Interpretation von Sekundärbestattungen[11] - man habe die ursprünglich anderswo begrabenen verstorbenen Verwandten wieder ausgegraben, in Herxheim deren Knochen zerschlagen und in großen Fundkonzentrationen noch einmal beerdigt. Die repetitive und streng normierte Behandlung von menschlichen Individuen und ausgewählten Artefakten zeigt deutlich den hochrituellen Charakter der Aktivitäten in Herxheim in der Endphase der Bandkeramik. Die Sekundärbestattungsthese wurde von einem Großteil des DFG-Teams mit dem Fortgang der Forschungsgrabung mehr und mehr abgelehnt: Die Behandlung der Menschen ist der Zurichtung von Tieren bei deren Schlachtung zur Nahrungsgewinnung gut vergleichbar, was für den Anthropologen, der die Menschenknochen der Forschungsgrabung bearbeitete, Bruno Boulestin (unterstützt von der Anthropologin Anne-Sophie Coupey), einer des schlagenden Argumente für seine These des rituellen Kannibalismus in Herxheim darstellt.[12][13] Boulestin legte für seine Kannibalismusthese eine Reihe hauptsächlich statistisch untermauerter Argumente vor und steht auf dem Standpunkt, dass der massenhafte Kannibalismus in Herxheim „bewiesen ist“.[14]

Eine andere Hypothese favorisiert die Tötung der menschlichen Opfer als wichtigen Bestandteil der Ritualhandlungen, aber nicht mit dem Ziel, die Toten als Nahrung zu verwenden. Dieses Modell schlägt für Herxheim als Erklärung für die Behandlung der Toten im Zuge der Rituale die extreme Manipulation menschlicher Überreste (extreme processing [EP]) vor, die als gesellschaftlich bedeutende, Gemeinsamkeits- und Identitätsgefühle verursachende und/oder verstärkende Maßnahme zu verstehen ist. Eingeführt wurde der Begriff EP erstmals von amerikanischen Kulturanthropologen für Befunde der Anasazi im amerikanischen Südwesten. Die extreme Zerstörung, bzw. „Umwandlung“ menschlicher Körper in nicht mehr als menschlich identifizierbare Knochensplitter, die normierte Herstellung von „Artefakten“ - Schädelschalen - und die gleichartige Zerstörung wertvoller Artefakte passt gut in ein Modell von Feierlichkeiten einer ganz besonderen, ansonsten nicht für die Vorgeschichte bekannten Art ritueller Handlungen. Es wird vorgeschlagen, dass auch Festmahle (ohne Verspeisung menschlichen Fleisches) ein Bestandteil dieser Rituale waren. Möglicherweise beruht die Zerstörung oder Unbrauchbarmachung der Gefäße und Gerätschaften auf der in prähistorischen Zusammenhängen öfter zu beobachtenden Vorstellung von „ritualisierten“ Artefakten, die, nachdem sie in Zeremonien eine „heilige“ Rolle gespielt haben, einem späteren profanierten Gebrauch entzogen werden müssen, was durch ihre Zerstörung erreicht wird.[15] Keramik, Steingeräte und Mahlsteine wären als Instrumente für die Zubereitung und bei der Durchführung ritueller Mahlzeiten sehr gut denkbar.

Letztendlich stehen sich bezüglich Herxheim eine Reihe von Hypothesen und Modellvorstellungen gegenüber, wobei nicht entschieden werden kann, ob eine dieser Hypothesen den tatsächlichen Geschehnissen und den dahinter stehenden, geistigen Vorstellungen der Menschen vor 7000 Jahren wirklich gerecht wird. Ein direkter Vergleich der Ritualhandlungen von Herxheim mit den endbandkeramischen gewaltsamen Auseinandersetzungen, die zu den Befunden des Massakers von Schletz (Niederösterreich), des Massakers von Talheim (Baden-Württemberg), des Massakers von Halberstadt (Sachsen-Anhalt) und des Massakers von Kilianstädten (Hessen) geführt haben, ist jedoch angesichts der völlig anderen Befundlage in Herxheim nicht zulässig.

Linearbandkeramische Funde verschiedener Stile aus der LBK.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andrea Zeeb-Lanz (ed.): Ritualised Destruction in the Early Neolithic – The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany) (= Forschungen zur Pfälzischen Archäologie Band 8.1), Speyer, 2016, ISBN 978-3-936113-09-9.
  • Andrea Zeeb-Lanz (ed.): Ritualised Destruction in the Early Neolithic – The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany) (= Forschungen zur Pfälzischen Archäologie Band 8.2), Speyer, 2019, ISBN 978-3-936113-15-0.
  • Fabian Haack: The early Neolithic ditched enclosure of Herxheim – architecture, fill formation processes and service life. In: Andrea Zeeb-Lanz (ed.): Ritualised Destruction in the Early Neolithic – The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany). (=Forschungen zur Pfälzischen Archäologie Band 8.1), Speyer 2016, 15–118 (academia.edu).
  • Fabian Haack: Die frühneolithische Grabenanlage von Herxheim bei Landau: Architektur, Verfüllungsprozesse und Nutzungsdauer. Dissertationsschrift Freie Universität Berlin, Berlin 2014 (fu-berlin.de).
  • Andrea Zeeb-Lanz, Fabian Haack, Ritual und Gewalt in Herxheim. In: Harald Meller, Roberto Risch, Kurt W. Alt, Francois Bertemes, Rafael Micó (Hrsg.), Rituelle Gewalt – Rituale der Gewalt. 12. Mitteldeutscher Archäologentag vom 10.–12.Oktober 2019 in Halle (Saale). Tagungen des Landesmuseums Halle 22/I (Halle [Saale] 2020) 181–196.
  • Andrea Zeeb-Lanz, Gewalt im Ritual – Gewalt an Toten. Die Krise am Ende der Bandkeramik im Spiegel außergewöhnlicher Befunde. In: Thomas Link und Heidi Peter-Röcher (Hrsg.), Gewalt und Gesellschaft. Dimensionen der Gewalt in ur- und frühgeschichtlicher Zeit/Violence and Society. Dimensions of violence in pre- and protohistoric times. Internationale Tagung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg 14. – 16. März 2013. Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie 259 (Bonn 2014) 257–270.
  • Andrea Zeeb-Lanz, Herxheim bei Landau (Pfalz): einzigartiger Schauplatz jungsteinzeitlicher Zerstörungsrituale mit Menschenopfern / Herxheim près de Landau (Palatinat): Théâtre extraordinaire des rituels de destruction avec sacrifices humains. In: Michael Koch (Hrsg.), Archäologentage Otzenhausen Band 3, 2016. Beiträge der Internationalen Tagung zur Archäologie in der Großregion in der Europäischen Akademie Otzenhausen, 14.–17. April 2016 (Nonnweiler 2017) 101–122.
  • Andrea Zeeb-Lanz (Hrsg.): Krisen – Kulturwandel – Kontinuitäten. Zum Ende der Bandkeramik in Mitteleuropa. Beiträge der Internationalen Tagung in Herxheim bei Landau (Pfalz) vom 14.–17. 06. 2007. Marie Leidorf, Rahden/Westfalen 2009, ISBN 978-3-89646-440-8.
  • Alisa Hujić: Paläodontologische Untersuchungen an Skelettresten der bandkeramischen Grubenanlage von Herxheim bei Landau /Pfalz. Magisterarbeit, Eberhard Karls Universität Tübingen, Februar 2009 (fu-berlin.de).
  • Rouven Turck: Zum Nachweis von Mobilität im Neolithikum: Isotopenanalysen menschlicher Individuen aus den jüngstbandkeramischen Befunden der Grubenanlage von Herxheim bei Landau (Pfalz). Dissertationsschrift, Universität Heidelberg 2012 ([3] online archiv.ub.uni-heidelberg.de)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grafik/Karte: Gesamtplan der Ausgrabungen in der bandkeramischen Siedlung von Herxheim zwischen 1996 und 2010. Plan: GDKE–Speyer, Fabian Haack, aus Andrea Zeeb-Lanz: Herxheim – ein rituelles Zentrum der Bandkeramik mit Menschenopfern und hohem Zerstörungspotential. Zu den (vorläufigen) Endergebnissen der wissenschaftlichen Auswertung des außergewöhnlichen Fundplatzes Herxheim bei Landau [1] [2]
  2. vergl. Andrea Zeeb-Lanz: Herxheim bei Landau (Pfalz): einzigartiger Schauplatz jungsteinzeitlicher Zerstörungsrituale mit Menschenopfern / Herxheim près de Landau (Palatinat): Théâtre extraordinaire des rituels de destruction avec sacrifices humains. In: Michael Koch (Hrsg.): Archäologentage Otzenhausen Band 3, 2016. Beiträge der Internationalen Tagung zur Archäologie in der Großregion in der Europäischen Akademie Otzenhausen, 14.–17. April 2016 (Nonnweiler 2017) 101–122. Band 3. Nonnweiler 2017, S. 101–122.; hier: Abb. 6, Abb. 12
  3. Christian Jeunesse, Philippe Lefranc, Samuel van Willigen: Die pfälzische Bandkeramik: Definition und Periodisierung einer neuen Regionalgruppe der Linearbandkeramik. In: Andrea Zeeb-Lanz (Hrsg.), Krisen–Kulturwandel–Kontinuitäten. Zum Ende der Bandkeramik in Mitteleuropa. Beiträge der internationalen Tagung in Herxheim bei Landau (Pfalz) vom 14.–17.06.2007. Internationale Archäologie. Arbeitsgemeinschaft, Symposium, Tagung, Kongress 10. Verlag Marie Leidorf, Rahden/Westphalen 2009, ISBN 978-3-89646-440-8, S. 61–78.
  4. Anthony Denaire: Pottery refits and connections from Herxheim. In: Andrea Zeeb-Lanz (Hrsg.): Ritualised Destruction in the Early Neolithic - The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany). Volume 2 (=Forschungen zur Pfälzischen Archäologie). Band 8.2. Speyer 2019, ISBN 978-3-936113-15-0, S. 25–40.
  5. Dirk Schimmelpfennig: The lithic material from Herxheim with special emphasis on the 2005-2008 excavations and the latest LBK phase (the "ritual phase"). In: Andrea Zeeb-Lanz (ed.):. In: Ritualised Destruction in the Early Neolithic – The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany) (= Forschungen zur Pfälzischen Archäologie). Band 8.2. Speyer 2019, ISBN 978-3-936113-15-0, S. 81–138.
  6. Luc. A. A. Janssens, Rose-Marie Arbogast, Andrea Zeeb-Lanz: Dogs of the final Bandkeramik at Herxheim: refitting and pathology. In: Andrea Zeeb-Lanz (ed.):. In: Ritualised Destruction in the Early Neolithic – The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany) (= Forschungen zur Pfälzischen Archäologie Band). Band 8.2. Speyer 2019, ISBN 978-3-936113-15-0, S. 233–245.
  7. Rose-Marie Arbogast: Analysis of the faunal assemblages of the LBK site of Herxheim: the larger mammals. In: Andrea Zeeb-Lanz (ed.):. In: Ritualised Destruction in the Early Neolithic – The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany) (= Forschungen zur Pfälzischen Archäologie Band). Band 8.2.. Speyer 2019, ISBN 978-3-936113-15-0, S. 139–232.
  8. Rouven Turck: Where did the dead from Herxheim originate? Isotope analyses of human individuals from the find concentrations in the ditches. In: Andrea Zeeb-Lanz (ed.):. In: Ritualised Destruction in the Early Neolithic – The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany) (= Forschungen zur Pfälzischen Archäologie). Band 8.2.. Speyer 2019, ISBN 978-3-936113-15-0, S. 313–421.
  9. Jens Blöcher, Sylvia Figarski, Joachim Burger: Genomic analysis of early Neolithic samples from Herxheim, Germany. In: Andrea Zeeb-Lanz (ed.):. In: Ritualised Destruction in the Early Neolithic – The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany) (= Forschungen zur Pfälzischen Archäologie). Band 8.2.. Speyer 2019, ISBN 978-3-936113-15-0, S. 305–312.
  10. Annemarie Häußer (Hrsg.): Krieg oder Frieden? Herxheim vor 7000 Jahren. Katalog zur Sonderausstellung "Krieg oder Frieden - Herxheim vor 7000 Jahren". Speyer 1998.
  11. Miriam N. Haidle, Jörg Orschiedt: M. N. Haidle, J. Orschiedt, Das jüngstbandkeramische Grabenwerk von Herxheim, Kreis Südliche Weinstraße: Schauplatz einer Schlacht oder Bestattungsplatz? Anthropologische Ansätze. In: H. Bernhard (Hrsg.), Archäologie in der Pfalz. Jahresbericht 2000. Speyer 2001, S. 147–153.
  12. Bruno Boulestin, Andrea Zeeb-Lanz, Christian Jeunesse, Fabian Haack, Rose-Marie Arbogast, Anthony Denaire, Cannibalism in the Linear Pottery culture at Herxheim (Palatinate, Germany). Antiquity 83, 2009, 968–982.
  13. Bruno Boulestin, Anne-Sophie Coupey, Cannibalism in the Linear Pottery Culture: The Human Remains from Herxheim (Oxford 2015).
  14. Bruno Boulestin, Anne-Sophie Coupey: Cannibalism in the Linear Pottery Culture: The Human Remains from Herxheim. Archaeopress, Oxford, S. 2015.
  15. Andrea Zeeb-Lanz: The Herxheim ritual enclosure - a synthesis of results and interpretative approaches. In: Andrea Zeeb-Lanz (ed.):. In: Ritualised Destruction in the Early Neolithic – The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany) (= Forschungen zur Pfälzischen Archäologie). Band 8.2. Speyer 2019, ISBN 978-3-936113-15-0, S. 423–482.

Koordinaten: 49° 8′ 43,2″ N, 8° 11′ 26,5″ O