Grunja Jefimowna Sucharewa

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Grunja Jefimowna Sucharewa (russisch Груня Ефимовна Сухарева; *  11. November 1891 Kiew; † 26. April 1981 Moskau) war eine russische Ärztin für Psychiatrie. Sucharewa gehört zu den Pionieren der Kinder- und Jugendpsychiatrie in der UdSSR.

1926 beschrieb sie sechs Kinder, deren Persönlichkeit sie mit dem Begriff „Schizoide Psychopathie“ charakterisierte. Der Begriff und ihre Beschreibungen ähneln etwas der heutigen schizoiden Persönlichkeitsstörung. Sula Wolff war hingegen der Meinung, dass die unter „Schizoide Psychopathie“ zusammengefassten Merkmale zahlreiche Gemeinsamkeiten mit dem Asperger-Syndrom aufwiesen. Dabei handelt es sich um eine leichte Form des Autismus, die etwas später von Hans Asperger beschriebenen wurde.[1][2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sucharewa wirkte von 1917 bis 1921 an der psychiatrischen Universitätsklinik in Kiew. Anschließend organisierte sie psychiatrische Einrichtungen in Moskau, bevor sie 1933 als Professorin nach Charkow berufen wurde. 1938 wechselte sie in die Leitung der Klinik für Kinderpsychiatrie nach Moskau, wo sie auch am zentralen Institut für ärztliche Weiterbildung lehrte.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grunja E. Sucharewa (1926): Die schizoiden Psychopathien im Kindesalter. (Part 1 of 2). In: European Neurology. Band 60, Nr. 3-4, S. 235–247, doi:10.1159/000190478 (karger.com).
  2. Helmut Remschmidt (2007): Asperger-Syndrom. Springer, ISBN 978-3-540-35072-9, S. 7 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).