Grupello-Haus

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Das Grupellohaus, links, Gemälde von Thomas Rowlandson, 1791

Das Grupello-Haus am Marktplatz 3 an der Ecke zur Zollstraße in Düsseldorf wurde von Matteo Alberti im Jahre 1706 erbaut.

Herzog Johann Wilhelm schenkte im Jahre 1708 das Haus dem Bildhauer Gabriel de Grupello. Es ist ein dreigeschossiges Gebäude. Ursprünglich zeigte es über dem Portal zwei weibliche Idealbüsten aus Blei des Bildhauers Grupello. Die Büsten befinden sich heute im Stadtmuseum. Am 16. November 2012 wurden zwei Repliken aus Betonguss eingeweiht. Im Jahr 1748 erwarb Kurfürst Karl Theodor das Haus und vermietete es an den späteren Akademiedirektor Lambert Krahe. Ab 1769 bewohnte Gouverneur Graf von Efferen das Haus, weswegen es auch Gouvernementshaus genannt wird. Später war das Polizeiamt in diesem Gebäude zeitweise untergebracht. Seit 1818 wurde es durch eine Schenkung der Preußen Eigentum der Stadt Düsseldorf.[1] Das im Krieg beschädigte Haus wurde vereinfacht wiederaufgebaut. 1969 wurde ein neuer Sitzungssaal des Rathauses im Haus eröffnet.

Im August 2008 wurde die erste Hinweistafel zu Bauwerken, die mit Jan Wellem als Initiator, Förderer oder Finanzier in Düsseldorf Verbindung stehen, angebracht. Dazu verlautete der Mundartforscher Heinrich Spohr:

„Lommer jezz op der Maht-Platz jonn, öm för zo kicke, wie dr ehschde Börjermeester, Direk Elbers, de ehschde Tafel enthülle deht on dat barocke Brokat-Dooch erogner holt.[2]

Das Grupellohaus im Jahre 2010
Das Grupellohaus im Jahre 2012

Ende 2010 wurde die Fassade des Grupellohaus saniert. Dabei wurde der Blauton durch einen hellen Sandton ersetzt, der an den historischen Zustand angelehnt ist. Zudem wurden die Natursteinornamente repariert und die Johannes-von-Nepomuk-Plastik an der Seite der Zollstraße wiederhergestellt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst von Schaumburg, in: Historische Wanderung durch Düsseldorf, Vortrag vom 5. April 1866, S. [57]51.Digitalisierte Ausgabe der ULB Düsseldorf
  2. Wegweiser zu den Bauwerken „Jan Wellems“ (PDF), in „Jan Wellem“, Zeitschrift für Kultur und Tradition der Alte Düsseldorfer Bürgergesellschaft von 1920 e.V., 83. Jahrgang, Heft 4, November 2008 bis Januar 2009

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf (Hrsg.): Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 190.
  • Roland Kanz, Jürgen Wiener (Hrsg.): Architekturführer Düsseldorf. Dietrich Reimer, Berlin 2001, ISBN 3-496-01232-3, S. 12, Objektnr. 14 [Grupello-Haus / Gouvernementshaus]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grupello-Haus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 13′ 32″ N, 6° 46′ 18″ O