Gruppe Wagner

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Группа Вагнера
Gruppe Wagner
Rechtsform
Gründung 2014
Sitz
Leitung Dmitri Walerjewitsch Utkin
Branche Privates Sicherheits- und Militärunternehmen (private military contractor PMC)
Denkmal für russische PMC in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui

Gruppe Wagner (russisch Группа Вагнера Gruppa Wagnera), auch OSM,[1] PMC Wagner, ChVK Wagner oder CHVK Vagner, ist ein russisches privates Sicherheits- und Militärunternehmen (kurz PMC), dessen Söldnereinheiten verdeckt operieren. Angehörige der Gruppe Wagner waren unter anderem im Bürgerkrieg in Syrien aktiv[2] und sind es aktuell im Russisch-Ukrainischen Krieg.[3] Auch führen sie Ausbildungseinsätze in der Zentralafrikanischen Republik durch und kämpften im libyschen Bürgerkrieg auf Seiten des Generals Chalifa Haftar.[4][5][6] Nach Videoaufnahmen aus Syrien und abgehörten Funksprüchen in der Ukraine durch den BND hat die Gruppe Wagner bei ihren Einsätzen Menschenrechtsverletzungen in Form von Folter und Hinrichtungen begangen.[7][8]

Ursprung, Aufgaben und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruppe geht auf den Neonazi Dmitri Utkin zurück, nach dessen Kampfnamen „Wagner“ sie benannt ist.[9] Der Name wurde von Utkin in Anspielung auf Richard Wagner gewählt, der als Adolf Hitlers Lieblingskomponist gilt (siehe dazu Wagner und Hitler).[10] Die Organisation wurde von dem russischen Oligarchen und Putin Vertrauten Jewgeni Prigoschin finanziert, der auch als Eigentümer gilt.[11]

Nach Recherchen der russischen Mediengruppe RBK operiert die Gruppe im Interesse der russischen Regierung. Seit Beginn des russischen Militäreinsatzes in Syrien im September 2015 begannen die Bemühungen in Russland, die illegale Einheit zu legalisieren. Ein dazu offensichtlich auf die Gruppe Wagner zugeschnittenes Gesetz geriet im Dezember 2016 aber ins Stocken, da das Verteidigungsministerium weder für das Budget aufkommen noch die Verluste als seine eigenen anerkennen will.[12] Formal ist die Gruppe Wagner nicht dem russischen Verteidigungsministerium unterstellt. Quellen berichten jedoch übereinstimmend von engen Verbindungen in Strategie und bei Operationen mit dem russischen Militärgeheimdienst GRU.[13] Nach Einschätzung der NZZ handelt es sich mehr um eine paramilitärische Organisation als um ein Sicherheitsunternehmen.[14] Auch Ruslan Leviev vom Conflict Intelligence Team bezeichnete die Firma als quasi-Regierungswerkzeug – es wäre schwierig, sie eine Private Militärfirma zu nennen.[15] Wie bei anderen Einsätzen von sogenannten Private Military Contractors (PMC) hat auch der Einsatz der Gruppe Wagner in diesem Fall für Russland den Vorteil, keine regulären Truppen in sicherheitspolitisch kritische und umstrittene Einsätze schicken zu müssen. Gefallene werden nicht als Gefallene der russischen Armee gewertet und veröffentlicht.[16]

Die New York Times zitierte einen Militäranalysten, der darauf verwies, dass die syrische Regierung sehr gewillt sei, Sicherheits- und Kampfleistungen des russischen Unternehmens gegen den Zugang zu den natürlichen Ressourcen ihres Landes (Gas, Öl u. a.) zu tauschen.[17]

Task-Force „Russitsch“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründer der Task-Force Russitsch Alexei Miltschakow und Jan Petrowski aus Russitsch verleihen dem prominenten Verfechter weißen Überlegenheitsdenkens (White Supremacy) Jared Taylor das „Russitsch“-Abzeichen

In das Netzwerk der Gruppe Wagner ist die Task-Force Russitsch eingegliedert, welche auf das in der rechtsextremen Szene beliebte Valknut-Symbol zurückgreift. Sie soll nach Belltower.News von Alexei Miltschakov und Jan Petrowski im Jahr 2014 gegründet worden sein. Zuvor nahmen diese an einem paramilitärischen Training-Programm der „Russischen Reichslegion“ teil. Vertreter dieser Einheit posieren in sozialen Netzwerken mit Hitlergruß.[9] Ihr Gründer Miltschakow ist ein bekennender Neonazi, der durch Leichenschändungen während des Russisch-Ukrainischen Krieges aufgefallen ist. Unter anderem schnitzte er Hakenkreuze in die Gesichter von getöten ukrainischen Soldaten.[18] Während der Russischen Invasion in die Ukraine 2022 deutete die Gruppe an, dass sie in Charkiw zum Einsatz kommen werde.[19] Laut einem internen BND-Dokument, über das der Spiegel am 22. Mai 2022 berichtete, soll Russitsch spätestens Anfang April Teil der Kampfhandlungen auf ukrainischem Territorium geworden sein.[20][21][22]

Rekrutierung, Ausbildung und Verluste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Oberstleutnant der Reserve (Podpolkownik) Dmitri Utkin schied 2013 aus dem aktiven Militärdienst aus. Zuvor hatte er eine Speznas-Einheit des Militärnachrichtendienstes GRU befehligt. Seit 2014 kommandiert er eine private Einheit der Söldnergruppe Slawisches Korps und war einer der Überlebenden des Syrien-Einsatzes[23] (siehe Abschnitt Geschichte).[24] Utkin, der als ein großer Bewunderer des „Dritten Reichs“ und Adolf Hitlers gilt,[25] führte den Kampfnamen Wagner, nach dem deutschen Komponisten Richard Wagner, den Hitler sehr schätze. Das neue Militärunternehmen wurde nach ihm benannt.

Über die genaue Truppenstärke der Gruppe Wagner ist wenig bekannt; laut RBK soll das Unternehmen bis zu 2500 Mann in Syrien im Einsatz haben.[26][24]

Die Angehörigen der Gruppe Wagner sind meist frühere Angehörige der russischen Armee, der Daily Telegraph berichtete aber auch von serbischen Wagner-Kämpfern in Syrien.[27] Die Auswertung bekannt gewordener Todesfälle ergab, dass ehemalige Soldaten vom Rang eines einfachen Gefreiten bis hin zum Oberstleutnant (Podpolkownik) für die Gruppe Wagner kämpfen.[28] Laut RBK werden sie auf dem Truppenübungsplatz beim Dorf Molkino im Süden Russlands auf ihre Einsätze vorbereitet.[23] Ein ehemaliger Kämpfer berichtete, das Einsatztraining dauere ein bis zwei Monate und werde professionell durchgeführt. Weiter sagte er dem britischen Sender Sky News, die Organisation würde alle Personalunterlagen ihrer Mitglieder einbehalten. Er habe Schwierigkeiten gehabt, diese zurückzufordern, da es die Gruppe Wagner in Russland offiziell nicht gibt.[29]

Laut Schweizer Tages-Anzeiger schätzen ehemalige Angehörige der Einheit die Zahl der Gefallenen in Syrien auf „mindestens 100“.[16] Im März 2017 nannte die Nowaja Gaseta neun Namen von offensichtlich Gefallenen allein aus den ersten drei Monaten des Jahres 2017.[30]

Die Verluste unter den Söldnern der Gruppe Wagner in Syrien lagen nach Einschätzung von Aktivisten von 2015 bis Ende 2017 bei 72 oder 101 Kämpfern, die nicht in den offiziellen Verluststatistiken der russischen Streitkräfte auftauchen.[31]

2018 kam es zu einem direkten Aufeinandertreffen von US-Militär und der Gruppe Wagner, in der Presse wurde von möglicherweise hunderten getöteter Söldner berichtet, die bei amerikanischen Luftangriffen umgekommen seien.[32] Rechercheure des SPIEGEL reduzierten die Anzahl auf etwa zwanzig getötete Russen, die dazu eher zufällig in Angriffen auf syrische Soldaten umgekommen seien.[33]

In Mosambik wurden im Verlauf des Oktobers 2019 sieben Wagner-Söldner bei Kämpfen gegen Islamisten getötet und zahlreiche verwundet.[34]

Nach dem Russischen Überfall auf die Ukraine 2022 senkte Wagner seine Rekrutierungs-Anforderungen gemäß Recherchen der BBC radikal; zuvor entlassene Angehörige seien kontaktiert worden; abgelehnte Bewerber von schwarzen Listen und auch Schulden oder das Fehlen eines Passes wären nun kein Hinderungsgrund mehr. Auch Ausländer, mit der Ausnahme von Georgiern, würden akzeptiert. Ein Veteran erzählte der BBC, Veteranen unter sich sprächen von "Gesindel", das seien keine Söldner, sondern ein Strafbataillon.[35]

Finanzierung und Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie sich die Einsätze der Gruppe Wagner finanzieren, ist bisher nicht bekannt.

Die Besoldung eines Angehörigen der Gruppe Wagner liegt laut The Moscow Times zwischen 80.000 Rubel pro Monat (1380 $) für den Dienst in einer Basis in Russland und 250.000 Rubel (4300 $) für den aktiven Kampfeinsatz in Syrien.[28] Angehörige erhalten beim Tod eines Kämpfers eine Wiedergutmachung.[28]

Rechtlicher Rahmen und Geheimhaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruppe Wagner ist als Unternehmen in Argentinien registriert.[36]

Private Militärunternehmen waren in Russland per Gesetz bis 2017 grundsätzlich verboten. Die Teilnahme an bewaffneten Konflikten auf dem Gebiet eines anderen Staates wurde mit bis zu sieben Jahren Haft geahndet (Paragraf 359). Auf das Bewerben, Trainieren und Finanzieren einer solchen Gruppe stand bis zu 15 Jahre Gefängnis.[37] Kurz vor dem Jahreswechsel 2016/2017 unterschrieb Wladimir Putin eine Gesetzesänderung und am 9. Januar 2017 trat das Gesetz Nummer 53 über die Militärdienstpflicht in Russland in Kraft. Seit diesem Zeitpunkt gilt jeder Russe, der den Militärgrundwehrdienst absolviert hat oder Reservist ist, als russischer Militärangehöriger, wenn er „internationale terroristische Aktivitäten außerhalb des Territoriums der Russischen Föderation verhindert“.[38] Da fast jeder männliche Russe nach der Schule den Grundwehrdienst abgeleistet hat, betrifft das Gesetz fast alle. Mit dem Gesetz wird es möglich, russische Söldner weltweit einzusetzen, und es schafft laut Die Zeit die Voraussetzung, das russische Militär mit privaten Militärunternehmen legal auszubauen.[38]

Offizielle Stellen äußern sich nicht zur Existenz privater russischer Kombattanten. Es existiert eine Aussage von Wladimir Putin (als Ministerpräsident im Jahr 2012), wonach diese „ein Werkzeug für die Durchsetzung nationaler Interessen ohne direkte Beteiligung des Staates“ sein könnten.[39][36] Die meisten Informationen zur Gruppe Wagner stammen aus Recherchen der Mediengruppe RBK. Sie wertete öffentliche Ausschreibungen des Verteidigungsministeriums aus, sprach mit Informanten aus Ministerien und Militär sowie ehemaligen Angehörigen der Gruppe.[16] RBK arbeitete mit dem „Collective Conflict Intelligence Team“ zusammen, das vor allem soziale Medien auswertet.[28] Informationen zur Existenz und Einsätzen der Gruppe werden teilweise bei Beerdigungen gefallener Angehöriger sichtbar.[23] Die Zeitung „Fontanka“ aus Sankt Petersburg veröffentlichte Dokumente, die belegen, dass zwei russische Kämpfer der Einheit mit staatlichen Orden ausgezeichnet wurden. Sie starben im Winter 2015 bei der in diesem Zeitraum umkämpften ukrainischen Stadt Debalzewe. Demnach erhielten auch in Syrien getötete Kämpfer der Gruppe Wagner einen Tapferkeitsorden.

Überraschend äußerte sich im Januar 2018 Außenminister Lawrow zur Übernahme militärischer Aufgaben im Ausland durch private Sicherheitsunternehmen und zum Fehlen eines rechtlichen Rahmens dazu.[14] Ein Publizist, der die Legalisierung der Söldnerunternehmen in Russland befürwortete, wurde Anfang November 2018 verhaftet und der Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen angeklagt.[40]

Grigori Jawlinski berichtete im November 2018, dass Veteranen, die vom russischen Staat „angeheuert, ausgebildet, bewaffnet und heimlich in den Krieg geschickt“ wurden, eine rechtliche Anerkennung anstreben würden, um beim Staat dessen finanzielle und soziale Verantwortung einzufordern.[41]

Einsatzländer und Menschenrechtsverletzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armenien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Konflikt um Bergkarabach 2020 sollen an die 500 Wagner-Söldner Anfang November auf der Seite Armeniens gegen Aserbaidschan gekämpft haben, an die 300 von ihnen sollen an der Schlacht um Schuscha, kommandiert von Hauptmann Viktor Zlobov, teilgenommen haben.[42] Der Einsatz wird von der Wagner-Gruppe bestritten.

Ukraine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Annexion der Krim 2014 wurden Angehörige der Gruppe Wagner in der Region des Donbass in der Ukraine aktiv. Im September 2014 überfiel die Kampftruppe Rusitsch, angeführt von Alexey Milchakov, einen Konvoi der ukrainischen Freiwilligeneinheit Bataillon Ajdar.[43] Hier soll die Gruppe auch für Disziplinierungsmaßnahmen der Volksmiliz eingesetzt worden sein und hätte damit eine Art militärpolizeiliche Aufgabe übernommen.[24] Die NZZ wies auf Angaben des Ukrainischen Inlandsgeheimdienstes hin, welcher bis zu 2000 Personen ermittelt haben will, die unter dem Dach von Wagner gekämpft hätten.[14]

Im Februar 2022 äußerte das US-Verteidigungsministerium den Verdacht, dass Mitglieder der Gruppe Wagner auch im Rahmen des russischen Überfalls auf die Ukraine zum Einsatz kommen. Dabei „ist nicht genau klar, wo oder wie oder in welchem Maße“, aber man hätte „einige Anzeichen dafür gesehen, dass sie eingesetzt werden“.[44] Vermutet werden unter anderem Attentat-Versuche auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.[45] Der britische Militärnachrichtendienst Defence Intelligence berichtete im März 2022, dass russische PMCs „wahrscheinlich zum Kampf in der Ukraine eingesetzt“ werden.[46] Laut einem Mitte März 2022 veröffentlichten Bericht der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte überprüfte die Gruppe Wagner zu jener Zeit die Aufnahme von 18.000 Syrern, die der Baath-Partei des syrischen Machthabers Bschar Al-Assad angehören, um sie im Krieg in der Ukraine einzusetzen.[47] Laut einem Bericht des Bundesnachrichtendienstes kämpfen zahlreiche Rechtsextreme und Neonazis für Russland gegen die Ukraine. Eine dieser Gruppierungen ist „Rusitsch“ der Gruppe Wagner, die laut Bericht seit spätestens April 2022 an den russischen Kampfhandlungen auf ukrainischem Territorium teilnimmt.[48]

Augenzeugen des Massakers von Butscha berichteten, dass zu Beginn der Besatzung Butschas „junge Soldaten“ vor Ort gewesen seien, ehe sie durch andere Kräfte (darunter tschetschenische Truppen) abgelöst worden seien und die systematischen Angriffe auf Zivilisten damit einhergehend begonnen hätten. Funksprüche aus dem nördlichen Großraum Kiew, die vom deutschen Bundesnachrichtendienst abgehört wurden, deuten darauf hin, dass an den Ermordungen Söldner der Gruppe Wagner beteiligt waren und dass die Hinrichtungen, Vergewaltigungen und Folterungen der Zivilisten durch russische Soldaten von der russischen Militärführung bewusst angeordnet wurden, um die örtliche Bevölkerung in Angst zu versetzen und ihren Durchhaltewillen zu brechen.[7]

Syrien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Sicherung von Anlagen zur Erdölgewinnung und -verarbeitung der Regierung von Baschar al-Assad in Syrien wurden für das Jahr 2013 vermutlich 267 Männer in Sankt Petersburg rekrutiert.[49] Als Arbeitgeber trat ein in Hongkong registriertes Unternehmen namens „Slawisches Korps“ auf. Der Einsatz in Syrien endete nach den vorliegenden Berichten desaströs, da die schlecht ausgerüsteten Söldner von Kämpfern des IS bei Homs[50] umzingelt wurden. Die Männer waren in As-Suchna, östlich von Palmyra, eingesetzt. Der Ort liegt an der Straße von Deir ez-Zor nach Homs. Die Einheit verlor die Kontrolle über die Erdöl-Anlagen und konnte nur knapp entkommen.[50] Wadim Gussew und Pawel Sidorow wurden 2014 wegen des Aufbaus einer 250-köpfigen Söldnertruppe als erste russische Söldner überhaupt von einem russischen Gericht verurteilt.[51]

Laut dem russischen Verteidigungsministerium tauchten ersten Wagner-Kämpfer in Syrien kurz vor dem offiziellen Ausbau der russischen Basen im Oktober 2015 auf.[52] Zunächst seien dort 1.000 bis 1.600 Angestellte der Wagner-Gruppe gleichzeitig anwesend gewesen.[52] Gleichzeitig begannen Bemühungen, die Einheit zu legalisieren.[12] Die Kämpfer nehmen an Operationen im Syrischen Bürgerkrieg teil,[23][28] Angehörige der Einheit sollen aber auch Kampftruppen von Präsident Assad trainieren. Auch eine Wagner-Einheit mit Kämpfern aus Serbien soll laut Telegraph in Syrien aktiv sein. Sie wird von dem bosnischen Serben Davor Savicic (Kampfname „Elvis“) geführt, der im jugoslawischen Bürgerkrieg gekämpft hat.[27] In Syrien ist auch die Ausstattung der Gruppe mit schwerem Gerät belegt: Die Gruppe Wagner operierte mit russischen T-90-Panzern und Panzerhaubitzen.

Von den beiden russischen Unternehmen Evro Polis und Stroitransgas ist bekannt, dass sie Verträge mit der syrischen Regierung abgeschlossen haben und private Söldner einsetzen. Evro Polis profitiert von den Öl- und Gasquellen, die aus den Händen des IS erobert wurden und lässt sie laut New York Times durch Söldner bewachen. Die Phosphat-Mine von Stroitransgas war zeitweise unter der Kontrolle von Aufständischen und wurde von Söldnern befreit.[26]

Angehörige der Gruppe Wagner spielten bei der Rückeroberung der Stadt Palmyra aus der Hand des IS eine wichtige Rolle.[26] Ein ehemaliger Kämpfer der Gruppe Wagner erzählte dem britischen Sender Sky News, er und seine russischen Mit-Kombattanten hätten an vorderster Front gekämpft, es habe viele Verluste gegeben und die syrische Armee sei erst in zweiter Reihe nachgerückt.[29]

Am 7. Februar 2018 wurde bei Deir ez-Zor nahe Khusham (35°18′03″N 40°17′31″E) ein Kampfverband durch die amerikanische Luftwaffe zerschlagen, der gegen kurdische Truppen vorgerückt war, darunter, wie sich später herausstellte, war auch der Kampfverband Rusitsch ehemals Kampfverband „Viking“[43] der Gruppe Wagner. Das russische Außenministerium bestätigte Tage später den Tod von fünf russischen Bürgern[53] sowie die Behandlung von mehreren Dutzend Verletzten, welche in russischen Spitälern behandelt würden.[54] Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete jedoch von 300 Toten und Verwundeten der Einheit. Drei Transportflugzeuge hätten im fraglichen Zeitraum Verwundete aus Syrien nach Russland gebracht und 80 Männer seien nach einer Quelle aus der Gruppe Wagner getötet worden.[55] Den US-Medien wurden kommentarlos geheimdienstliche Telefonmitschnitte aus dem Vorfeld des Vorfalls zur Verfügung gestellt: Prigoschin hätte demnach die Aktion mit Personen auf Ministerebene in Russland sowie solchen in der russischen Präsidialverwaltung vorbereitet.[56]

Im April 2018 starb der russische Investigativjournalist Maxim Borodin bei einem gemäß Ermittlern „unglücklichen Vorfall“: Der Journalist, der Recherchen über Aktivitäten der Söldnertruppe Wagner in Syrien anstellte, war in Jekaterinburg von seinem Balkon im fünften Stock gefallen.[57]

Im November 2019 identifizierten Journalisten der Nowaja Gaseta auf einem Video im Internet einen russischen Staatsbürger als Wagnersöldner, der dabei zu sehen ist, wie er gemeinsam mit Kameraden im Jahr 2017 in einer Tankstelle bei Homs einen Syrer zu Tode foltert. Der Syrer war vermutlich zuvor desertiert und wurde von den offenbar betrunkenen Wagnerleuten mit einem Vorschlaghammer geschlagen und anschließend mit einem Feldspaten geköpft. Der Leiche wurden die Arme abgetrennt und der Körper wurde mit einem Brandbeschleuniger übergossen und angezündet.[58]

Im Jahr 2021 erstatteten Hinterbliebene eines Syrers Anzeige in Russland wegen Mordes und Folter gegen mehrere Personen der Wagner-Gruppe. Ihre Vorwürfe stützen sich auf Videoaufnahmen, in denen mehrere Personen schwerste Körperverletzungen begehen, ehe sie ihr Opfer enthaupten und verbrennen. Rund um den Einsatz russischer Söldner in Syrien gibt es zahlreiche Berichte über Folter und Morde an Zivilisten. Zumeist werden sie Mitgliedern der Wagner-Gruppe zugeschrieben.[8]

Sudan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß einem Bericht der BBC ist die Gruppe Wagner auch im Sudan im Einsatz.[14] Die Söldner sollen die Regierung des damaligen sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir im Konflikt gegen den Südsudan unterstützen. Dabei sollen die Wagnerkräfte die Bedingungen für gute Geschäfte russischer Unternehmen gewährleisten und besonders Gold-, Uran- und Diamantminen schützen. Wladimir Putin pflegte ein gutes Verhältnis zu al-Bashir und bot sich als Schutzmacht gegen die USA an.[59] Die Zahl der Wagner-Truppen werden Anfang 2021 auf 300 geschätzt.[60]

Zentralafrikanische Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglieder der Gruppe Wagner eingesetzt zum Schutz des Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik (ZAR)

Anfang 2018 wurde der Einsatz von mindestens rund 170 Angehörigen der Gruppe Wagner in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) bekannt. Dokumentiert sind Lieferungen von Waffen, Munition, Militär-Lkw vom Typ Ural-4320 und logistischem Equipment in den Staat. Dort bilden die Söldner u. a. Truppen der Regierung aus.[61][62] Der Ableger nennt sich laut Le Monde offenbar Sewa Security Services.[63] Die Filmemacher Orhan Dschemal, Kirill Radchenko und Alexander Rastorgujew wurden im Juli 2018 während der Dreharbeiten zu einem Film über russische Söldner in der Zentralafrikanischen Republik von Unbekannten getötet.[64][65][66] Mehrere Varianten der angeblichen Umstände widersprachen sich, insbesondere der überlebende Fahrer der Journalisten erzählte unglaubhafte Details.[67][68] Ein Zeuge verstarb unter ungeklärten Umständen, während Pjotr Wersilow (Ex-Ehemann von Nadeschda Tolokonnikowa), der eigene Recherchen im Fall angestellt hatte, einen Tag nach Erhalt von Informationen am 11. September 2018 in Moskau mit Medikamenten vergiftet wurde.[69]

Im April 2019 sagte US-General Stephen J. Townsend vor dem US-Senat aus, Wagner-Söldner stellten in der ZAR die Leibwache für Präsident Faustin Archange Touadéra und würden bei der Ausbildung von Milizen helfen.[70] Anfang 2021 werden an die 450 Wagner-Söldner gezählt; deren Basis befindet sich im Berego Palace.[60]

Ende Mai 2021 lieferten sich Wagner-Einheiten mit der Armée de terre tchadienne an der Grenze zum Tschad Scharmützel und töteten 6 Soldaten.[71]

Libyen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon im Jahr 2015 soll Chalifa Haftar Russland darum gebeten haben, Waffen und Personal zu senden sowie für ein halbes Jahr jegliche Resolutionen des Sicherheitsrats zu blockieren, da er überzeugt war, das Land in einer solchen Zeit blutig erobern zu können, was in Russland zunächst nicht als glaubwürdig eingestuft wurde.[72] Schon ab Frühjahr 2018 gab es Informationen, dass Wagner auch in Libyen eingesetzt werden könnte.[73] Im November 2018 machte die Nowaja Gaseta publik, dass Jewgeni Prigoschin bei einer Zusammenkunft des russischen Verteidigungsministers Schoigu mit dem von Russland unterstützten Machthaber im östlichen Libyen, Chalifa Haftar, zugegen war.[74] Nachdem die Nowaja Gaseta dies offengelegt hatte, gab die Staatliche RIA eine Erklärung heraus, welche die Anwesenheit Prigoschins, „Putins Koch“, mit einem Kulinarischen Programm zu rechtfertigen suchte – was wiederum die Nowaja Gaseta mit der Feststellung der Kürze des Treffens als höchst unglaubwürdig bezeichnete.[75] Als Chalifa Haftar sich Ende März 2019 anschickte, seine Truppen gegen die Hauptstadt Tripolis in Marsch zu setzen, um sich als Militärmachthaber an die Spitze des Landes zu putschen, gingen Beobachter davon aus, dass er rund 300 Söldner der Gruppe Wagner neben seinen Milizen einsetzte.[76][77] Im November 2019 berichtete die New York Times, dass sich die Präsenz der Russen auch in den Feldspitälern hatte feststellen lassen; anstelle von großen Wunden hatten Verletzte und Tote vermehrt kleine Eintrittslöcher und keine Austrittswunden aufgewiesen, was ein Markenzeichen der russischen Scharfschützen sei.[78] Die russische Recherche-Seite Meduza hatte schon im Oktober von mindestens zehn getöteten Russen berichtet und auf aufgefundene persönliche Gegenstände von Russen hingewiesen sowie auf Aussagen zu über 30 Getöteten.[72]

Die libysche Regierung dokumentierte nach einer Stellungnahme von Anfang Dezember 2019 zwischen 600 und 800 russische Söldner, die sich bisher auf Seite des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar im Bürgerkrieg betätigt hatten.[79]

Ein vertraulicher UN-Bericht spricht von 122 Wagner-Angehörigen, die sich in Libyen befinden. 39 Söldner sollen Scharfschützeneinheiten angehören. Auch wurden in den Jahren 2018 und 2019 Flüge direkt von oder im Auftrag der Wagner-Gruppe durchgeführt, die als Ziel den Osten Libyens hatten. Damit umgingen sie ein Waffenembargo der UN.[80] Im Januar 2020 war von mehr als 500 Wagner-Kämpfern die Rede, im Frühling 2020 wurde die Anzahl mit 800 bis 1200 angegeben.[81][82]

Ebenfalls in Zusammenhang mit der Gruppe Wagner gebracht wurde der Aufbau eines etwa 70 Kilometer langen Systems an Schützengräben und Befestigungsanlagen von Sirte bis zur Luftwaffenbasis Al-Dschufra.[83] Bis Ende 2020 wuchs die Truppenstärke auf ca. 2000 Mann; sie haben ihre Basen in Sirte und al-Dschufra,[60] wo sie große militärische Anlagen bauen.[84]

Im Februar 2020 gelangten investigative Reporter der britischen BBC in den Besitz eines Samsung-Tablets, das ein Wagner-Söldner wohl beim Rückzug der Gruppe im Frühjahr 2020 in Libyen zurückgelassen hatte. Das Tablet wurde in einer signalabschirmenden Umgebung ausgewertet, um seine Geolokalisierung oder Löschung von remote zu verhindern. Die Auswertung des Inhalts erlaubte Einblicke in die Operationen der Wagner-Gruppe in Libyen. Demnach waren bis zu 1000 Wagner-Kämpfer im Zeitraum zwischen September 2019 und Juli 2020 in Libyen aktiv. Die Gruppe beging dort zahlreiche Menschenrechtsverbrechen, wie die Tötung von Gefangenen und unbewaffneten Zivilisten, sowie die Platzierung von Landminen in Wohngebieten. Die BBC gelangte außerdem in den Besitz einer „Einkaufsliste“ von Wagner, in der modernste Waffen (automatische Gewehre, Radarsysteme, Artillerie etc.) geordert wurden. Die ließ auf enge Verbindungen zur russischen Armee schließen.[85]

Mali[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regierung von Mali verhandelte im September 2021 mit der Gruppe Wagner über einen Truppeneinsatz von 1000 Söldnern,[86] öffentlich gemacht hatte dies die Agentur Reuters. Man wolle Beziehungen aufbauen, um die Sicherheit des Landes zu gewährleisten und noch sei nichts mit Wagner unterzeichnet, erklärte daraufhin ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. In der Vergangenheit hatte Mali schon einmal mit sowjetischen bzw. russischen Kräften kooperiert. Nach dem Abzug der bisherigen Kolonialmacht Frankreich bat Modibo Keita, der erste Präsident des neu entstandenen Landes, 1961 die Sowjetunion um Hilfe beim Aufbau der einer eigenen Armee. Diese militärische Zusammenarbeit dauerte bis in die 1990er Jahre.[87]

Frankreich und Deutschland drohten im Herbst 2021 mit dem Abzug ihrer Truppen aus dem Antiterroreinsatz, sollten russische Söldner der Gruppe Wagner in Mali zum Einsatz kommen.[87][88] Im Januar 2022 wurden genau diese dort gesichtet.[11] Nach Angaben der französischen Streitkräfte soll ein Großteil des 450 Personen starken russischen Kontingents vor Ort aus Wagner-Söldnern bestehen.[89] Die Rede war später von bis zu 1000 Russen und seit deren Ankunft sei die Gewalt angestiegen; bei einer Aktion inklusive einer „Säuberung“ am 1. April sollen laut Zeugenaussagen gegenüber unter anderem Human Rights Watch keineswegs Jihadisten getötet worden sein, sondern bis zu 300 Zivilisten.[90]

Im April 2022 warfen französische Streitkräfte den Wagner-Söldnern vor, die Absicht zu haben, Leichen für Propagandazwecke zu missbrauchen, mit der Absicht, die französischen Streitkräfte zu diskreditieren. So veröffentlichten die französischen Streitkräfte Videoaufnahmen, die angeblich Wagner-Söldner dabei zeigen, wie sie Bestattungen inszenieren. Zeitgleich veröffentlichten pro-russische Internetprofile, die angeblich der Wagner-Gruppe zuzuordnen sind, Aufnahmen von Leichen und behaupteten, dass dies Resultate der Präsenz des französischen Militärs seien.[91] Ein Satellitenvideo belegt jedoch, dass Wagner-Söldner kurz vor den von französischen Streitkräften veröffentlichten Videoaufnahmen ein Feuergefecht geführt hatten.[92]

Mosambik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende August 2019 wurden 160 bis 200 Wagner-Söldner in den Norden Mosambiks entsandt. In der Provinz Cabo Delgado gibt es einen muslimischen Aufstand, die Ahlu Sunnah Wa-Jama führt dort seit 2017 einen Guerilla-Krieg. Im September landete ein Antonov An-124-Transporter am Flughafen Nacala und lud mindestens einen Mi-17-Helikopter aus, drei Mi-17 sollen dort im Einsatz gewesen sein. Im Oktober und November 2019 wurden die Wagner-Söldner in mehrere Gefechte verwickelt, zwölf Männer fielen und wurden teilweise geköpft, eine größere Anzahl wurde verletzt. Im Dezember 2019 wurde die Wagner-Söldner-Einheit, die für diese Art von Kriegsführung nicht richtig ausgestattet war, aus den umkämpften Gebieten wieder abgezogen.[34][93][94]

Weitere afrikanische Länder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt Hinweise, dass sich Abteilungen von Wagner in Madagaskar, Guinea, Guinea Bissau, Angola, Ägypten, Kongo, Eritrea und Simbabwe befinden, wo sie unter anderem russische Unternehmen beschützen, die dort verschiedene Tätigkeiten von Bergbau bis Bau betreiben. Sie treten dort auch als Regierungsberater auf.[60] Die Moskauer Zeitung „Kommersant“ berichtete im April 2018, Jewgenij Prigoschin finanziere russische Politikberater für afrikanische Länder, in denen Wahlen bevorstehen.[95]

Venezuela[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Medienberichten soll eine Einheit der Gruppe Wagner 2019 nach Caracas geflogen sein, um die Macht von Staatspräsident Nicolás Maduro im Konflikt mit dem Parlamentspräsidenten Juan Guaidó zu sichern. Das russische Außenministerium stützt dessen Regime und verurteilte jegliche Einmischung der USA. Größe der Einheit, Einsatzzeitraum und andere Eckdaten sind jedoch unklar.[96][97]

Weißrussland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weißrussische Behörden haben im Juli 2020, einige Zeit vor der weißrussischen Präsidentschaftswahl, 32 Mitglieder der Gruppe Wagner verhaftet. Weißrussland meldete, es sollten 200 Kämpfer im Land ankommen. Anscheinend sollten die Söldner die Wahlen destabilisieren.[98]

Sanktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisation steht seit 2017 auf der Sanktionsliste der USA gegen russische Unternehmen und Personen.[99][100] Im Dezember 2021 setzte auch die EU die Gruppe Wagner wegen „schwerer Menschenrechtsverstöße“ auf eine Sanktionsliste. Somit wurden in der EU vorhandene Vermögenswerte eingefroren, ein Einreiseverbot gegen betroffene Personen verhängt und ein Geschäftsverbot in der EU erlassen.[101][102]

Rundfunkberichte und Reportagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marat Gabidullin: Wagner – Putins geheime Armee: Ein Insiderbericht. Russlands brutale Schattenarmee und seine Söldner. 1. Auflage. Ullstein Verlag, Deutschland 2022, ISBN 978-3-430-21085-0 (304 S., französisch: Moi, Marat Ex-Commandante de l'armée Wagner. Übersetzt von Christiane Koschinski, Jörg Lukas).
  • Michael Riepl: Russian Contributions to International Humanitarian Law. A contrastive analysis of Russia’s historical role and its current practice. In: Kölner Schriften zum Friedenssicherungsrecht – Cologne Studies on International Peace andSecurity Law – Études colonaises sur le droit de la paix et de la sécurité internationale. Nr. 16. Nomos, Baden-Baden 2022, ISBN 978-3-7489-1321-4, S. 300–323, doi:10.5771/9783748913214 (nomos-elibrary.de [abgerufen am 11. April 2022] Dissertation, Universität Köln, 2021; CC-BY 4.0).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gruppe Wagner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Up to Nine Russian Contractors Die in Syria, Experts Say Incident shows how the country is using private groups to avoid deploying uniform troops, they say. Wall Street Journal, 18. Dezember 2015.
  2. Dominik Peters, Maximilian Popp, Christoph Sydow: Bürgerkrieg in Syrien: Idlib steht vor einem Inferno. In: Spiegel Online. 23. Juli 2019 (spiegel.de [abgerufen am 18. August 2019]).
  3. Сирийские потери „Славянского корпуса“. In: Radio Swoboda, 13. Dezember 2016.
  4. Jok/dpa: Russische Söldner kämpfen laut Uno in Libyen gegen die Regierung. In: Spiegel Online. Abgerufen am 26. Mai 2020.
  5. Ute Weinmann: Wagner machts möglich. Jungle World, abgerufen am 26. Mai 2020.
  6. Enes Canli: Libya: Mayor says Wagner Group left country Anadolu, 24. Mai 2020.
  7. a b Melanie Amann, Matthias Gebauer, Fidelius Schmid: Horror von Butscha: Soldaten besprachen Gräueltaten gegen Zivilisten über Funk. In: Der Spiegel. 7. April 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 7. April 2022]).
  8. a b Fidelius Schmid: Syrien: Strafanzeige gegen Wladimir Putins Söldner wegen Folter und Mordes. In: Der Spiegel. Abgerufen am 15. März 2021.
  9. a b Nicholas Potter: Putins rechtsextreme Schattenarmee. Belltower.News, 1. März 2022, abgerufen am 12. März 2022.
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  56. «Готовил сюрприз Асаду с 6 по 9 февраля и обсуждал это с Кремлем». Washington Post опубликовала фрагменты выводов разведки США о контактах «кремлевского повара» Пригожина с топовыми чиновниками России и Сирии накануне разгрома «вагнеровцев» под Дейр-эз-Зором. In: Nowaja Gaseta. 23. Februar 2018, abgerufen am 12. August 2021 (Titel auf Deutsch: „Ich bereitete vom 6. bis 9. Februar eine Überraschung für Assad vor und besprach dies mit dem Kreml.“).
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  67. Павел Каныгин: Убийство в ЦАР: «Русские журналисты имели при себе оружие»? Невероятные подробности, рассказанные африканским водителем съемочной группы. И при чем здесь разведка ЦАР. In: Nowaja Gaseta. 18. August 2018, abgerufen am 12. August 2021 (russisch, Titel in Deutsch: Mord in der Zentralafrikanischen Republik: „Russische Journalisten hatten Waffen“? Unglaubwürdige Details vom afrikanischen Fahrer der Crew erzählt.).
  68. Тюрбанутые. Если «вагнеровцы», разозленные тем, что на них падает подозрение, найдут убийц — это будет одна история. А если СК РФ будет разыскивать «арабов в тюрбанах» — совсем другая. In: Nowaja Gaseta. 1. August 2018, abgerufen am 12. August 2021 (russisch, Titel auf Deutsch: Turbiert.).
  69. Ходорковский рассказал о гибели «при странных обстоятельствах» свидетеля по делу об убийстве журналистов в ЦАР. In: Nowaja Gaseta. 20. September 2018, abgerufen am 12. August 2021 (Titel auf Deutsch: Chodorkowski erzählte über den Tod „unter merkwürdigen Umständen“ eines Zeugen im Falle der Ermordung von Journalisten in der Zentralafrikanischen Republik).
  70. Richard Sisk: US General Troubled by Russian Mercenaries in Africa. military.com, 3. April 2019.
  71. Russland schickt die Söldnerplage. In der Zentralafrikanischen Republik schützen brutale russische Kämpfer die Regierung. Dabei legen sie sich mit Frankreichs Verbündetem Tschad an. 10. Juni 2021, abgerufen am 14. Juni 2021.
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  73. Russia’s Favorite Mercenaries. The Atlantic, 27. August 2018.
  74. In dieser Küche wird etwas vorbereitet. Nowaja Gaseta, 9. November 2018.
  75. Feldküche. Nowaja Gaseta, 10. November 2018.
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  92. Russische Söldner inszenieren Massengrab – Mali macht Frankreich verantwortlich. In: Der Spiegel. 27. April 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 27. April 2022]).
  93. Pjotr Sauer: 7 Kremlin-Linked Mercenaries Killed in Mozambique in October — Military Sources. Army sources told The Moscow Times about two separate incidents involving ambushes by Islamic State-linked insurgents. 31. Oktober 2019, abgerufen am 12. April 2021.
  94. Pjotr Sauer: In push for Africa, Russia’s Wagner mercenaries are ‘out of their depth’ in Mozambique – The Moscow Times. The secretive Kremlin-linked group is growing in scope and ambition, winning contracts normally reserved for local security firms. Many believe it is not up to the job. 20. November 2019, abgerufen am 12. April 2021.
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  98. Weißrussland nimmt mehr als 30 russische Söldner fest. Die Mitglieder der Truppe Wagner fielen auf, weil sie - anders als russische Touristen - keinen Alkohol tranken. Ihr Auftag (sic!) lässt erahnen, dass Minsk und Moskau alles andere als ziemlich beste Freunde sind. In: dw.de. 29. Juli 2020, abgerufen am 6. Juni 2022.
  99. Andrew E. Kramer: Russia Deploys a Potent Weapon in Syria: The Profit Motiv (en). In: The New York Times, 5. Juli 2017. Abgerufen am 4. August 2017. 
  100. Die USA verhängten Sanktionen gegen PMCs ‚Wagner‘ und Unternehmen des Geschäftsmanns Prigoschin. Nowaja Gaseta, 20. Juni 2017.
  101. Wagner-Gruppe. EU sanktioniert russische Söldner. In: Tagesschau.de, 13. Dezember 2021.
  102. Söldnertruppe »Wagner«: EU beschließt Sanktionen gegen russische Firma. In: Der Spiegel. 13. Dezember 2021, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 13. Dezember 2021]).