Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland

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- GSSD / GSTD / WGT -
GCB
CA - russisch Советская Армия (Sowjetarmee)
Aktiv 26. März 1954 bis 31. August 1994
Land SowjetunionSowjetunion Sowjetunion
Streitkräfte Sowjetarmee
Teilstreitkraft Heer
Luftstreitkräfte der Sowjetunion
Grobgliederung Siehe Gliederung
Hauptquartier Wünsdorf
Einsätze 17. Juni 1953
Prager Frühling
Kommandeur
Wichtige
Kommandeure

Georgi Schukow
Iwan Konew
Iwan Jakubowski
Andrei Gretschko
Matwei Sacharow
Wiktor Kulikow

Die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (kurz GSSD, russisch Группа советских войск в Германии Gruppa sowjetskich wojsk w Germanii) waren Gliederungen der Land- und Luftstreitkräfte der Sowjetarmee, die von 1954 bis 1994 in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und in der Bundesrepublik Deutschland stationiert waren. Von 1988 bis zur Auflösung 1994 war ihre offizielle Bezeichnung Westgruppe der Truppen (kurz WGT, russ. Западная группа войск Sapadnaja gruppa wojsk). In der Bundesrepublik Deutschland bezeichnete man sie auch als Gruppe der Sowjetischen Truppen in Deutschland (GSTD).

Die sowjetischen Truppen in der DDR stellten das größte Truppenkontingent dar, das jemals über einen so langen Zeitraum von einer Besatzungsmacht im Ausland unterhalten wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Abschiedsstele auf dem Flugplatz Großenhain

Die GSSD ging am 26. März 1954 aus der Gruppe der Sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland (GSBT bzw. GSBTD; russ. Группа советских оккупационных войск в Германии Gruppa sowjetskich okkupazionnych wojsk w Germanii) hervor, die seit 29. Mai 1945 bestand. Die GSBT setzte sich nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges aus Truppenteilen der Ersten Weißrussischen Front mit Sitz in Potsdam-Babelsberg (ab 1946 in Wünsdorf) und der Zweiten Weißrussischen Front sowie der Ersten Ukrainischen Front der Roten Armee zusammen.

Diese Truppen hatten die Aufgabe, für die Einhaltung der Bestimmungen des Potsdamer Abkommens zu sorgen. Sie sicherten dabei neben der Westgrenze auch die Demontage von Industrieanlagen und nahmen während der Berlin-Krise 1948/49 Polizeiaufgaben wahr. Vor allem aber dienten sie zur Durchsetzung der militärpolitischen Interessen der Sowjetunion.

Die Stärke der GSBT von ursprünglich etwa 1,5 Millionen Mann reduzierte sich bis Ende 1947 auf 350.000. Ab 1949/50 erfolgte aufgrund des durch Berlin-Krise und Koreakrieg verschärften Ost-West-Konflikts eine Truppenverstärkung und Aufrüstung; die Personalstärke der sowjetischen Besatzungstruppen wuchs auf 500.000 bis 600.000 Soldaten. Bis 1953 war das Personal der GSBT eng mit der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (bis 1949) und danach mit der Sowjetischen Kontrollkommission (SKK) verbunden. Mit der Auflösung der SKK am 28. Mai 1953 erfolgte eine Trennung zwischen Besatzungstruppen und Verwaltung. Der Oberkommandierende der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland und der sowjetische Botschafter waren die höchsten sowjetischen Repräsentanten in der DDR.

Am 17. Juni 1953 kam es zu einem Volksaufstand in der DDR, woraufhin die sowjetische Militärführung den Ausnahmezustand (Kriegsrecht) anordnete. Die GSBT setzte in Ost-Berlin hierzu die 1. und 14. Mechanisierte Division und die 12. Panzerdivision mit insgesamt 600 Panzern vom Typ T-34 ein. Auch in den anderen Landesteilen setzte die GSBT weitere 13 Divisionen zur Sicherung ein.

Am 25. März 1954 erklärte die sowjetische Regierung, dass die DDR die volle Souveränität erhalten solle. Einen Tag später wurde die GSBT in Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) umbenannt, was das Ende der Besatzungszeit signalisierte. Mit der formalen Souveränitätserklärung war zudem der Weg frei, die DDR in den Warschauer Pakt aufzunehmen, und das führte am 20. September 1955 zur Unterzeichnung eines Staatsvertrags zwischen der Sowjetunion und der DDR.

Die Truppen der GSSD waren Kasernierter Volkspolizei bzw. NVA und den anderen Bewaffneten Organen der DDR übergeordnet. Die Aufgabe der GSSD bestand zentral in der Sicherung der DDR gegen die NATO. Ihre starke personelle und materielle Ausstattung, ab Mitte/Ende der 1950er Jahre einschließlich Atomwaffen, ließen unverkennbar ihre offensive Ausrichtung gemäß der sowjetischen Militärdoktrin erkennen, was man im Westen als Bedrohung wahrnahm.

Am 12. März 1957 wurde zwischen den Regierungen der Sowjetunion und der DDR in einem Abkommen über den zeitweiligen Aufenthalt sowjetischer Streitkräfte auf dem Territorium der DDR vereinbart, dass zahlenmäßige Stärke der sowjetischen Truppen, ihre Stationierungsorte und Übungsräume mit den Staatsorganen der DDR abgestimmt werden. In diesem Abkommen wurde ferner festgelegt, dass sich die sowjetischen Streitkräfte nicht in die inneren Angelegenheiten der DDR einmischen.

1956/57 erfolgte der Abzug eines Armeestabes – der 18. Armee – und von zwei Divisionen mit insgesamt rund 33.000 Soldaten. Von April bis September 1959 wurden zudem sowjetische Mittelstreckenraketen vom Typ R-5M (NATO-Codename SS-3 Shyster) in der DDR in Fürstenberg an der Havel und in Vogelsang (südöstlich dieser Stadt) mit der 72. Ingenieurbrigade stationiert.

1963 betrug die Mannschaftsstärke der GSSD 386.000 Soldaten, davon gehörten 46.000 zur 16. Luftarmee. Zur Ausrüstung zählten 7500 Panzer, 100 Taktische Raketen, 484 Jagdflugzeuge, 146 Jagdbomber, 101 Aufklärungsflugzeuge, 122 Bomber und 80 Hubschrauber.

1968 waren die Truppen der GSSD an der Niederschlagung des Prager Frühlings in der Tschechoslowakei beteiligt. Es kamen hierbei die 1. Gardepanzerarmee (Hauptquartier: Dresden) mit vier Divisionen, die 20. Gardearmee mit drei Divisionen (insgesamt rund 2000 Panzer) und Teile der 16. Luftarmee zum Einsatz.

Auf Beschluss der Regierung der UdSSR wurden 1979/80 rund 20.000 Armeeangehörige, 1000 Panzer und zahlreiche Einrichtungen vom Territorium der DDR abgezogen. Im Zuge der Perestroika und dem damit verbundenen Schwenk der sowjetischen Politik unter Gorbatschow erfolgte ab Dezember 1988 eine Abkehr von der offensiven Ausrichtung der GSSD. So wurde von Gorbatschow angekündigt, alle atomaren Kurzstreckenraketen (NATO-Bezeichnung: SS-12, SS-23), vier Panzerdivisionen sowie Luftsturm- und Pioniersturmkräfte bis 1991 aus der DDR abzuziehen. Auf bedeutenden Militärflugplätzen z.B. Großenhain, Altenburg waren Atomwaffen eingelagert. Diese Standorte wurde gegenüber der DDR stets geheimgehalten. Spätestens am 29. Juni 1991 sollen in Deutschland keine ehemals sowjetischen, jetzt russischen Atomwaffen mehr stationiert gewesen sein (auch die offenkundig letzten in Altengrabow nicht mehr). So äußerte sich jedenfalls der letzte Chef der GSSD, Burlakow, gegenüber dem damaligen deutschen Inspekteur des Heeres Jörg Schönbohm.[1]

Im Rahmen des Zwei-plus-Vier-Vertrages, der den Weg zur deutschen Wiedervereinigung ebnete, wurde der Abzug der sowjetischen Truppen bis zum 31. Dezember 1994 vereinbart. Es handelte sich dabei um eine der größten Truppenverlegungen zu Friedenszeiten in der Militärgeschichte. In Folgeverhandlungen wurde der Termin auf den 31. August 1994 vorverlegt. Als Gegenleistung verpflichtete sich Deutschland, der Sowjetunion bzw. Russland rund 15 Milliarden DM zur Deckung der Kosten für die Rückführung, für Umschulungsmaßnahmen der Soldaten und für den Aufbau von Wohnungen zu tragen. Trotz der Schwierigkeiten, die sich aus der Auflösung der Sowjetunion im gleichen Zeitraum ergaben, wurde der Abzug planmäßig und fristgemäß bis Ende August 1994 vollzogen. Der Rücktransport der Truppen und des Materials erfolgte vor allem auf dem Seeweg über die Häfen in Rostock sowie Mukran auf Rügen sowie per Bahn über die Republik Polen.

Die russische Armee verabschiedete sich am 25. Juni 1994 mit einer vor dem Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park durchgeführten Militärparade der 6. Garde-Mot. Schützenbrigade von Berlin.[2] Die Abschiedsfeiern in Wünsdorf am 11. Juni 1994 und im Treptower Park in Berlin am 31. August 1994 markierten damit das Ende der sowjetischen Militärpräsenz auf deutschem Boden. Der russische Präsident Boris Jelzin und Bundeskanzler Helmut Kohl verabschiedeten die Westgruppe der Truppen in einem offiziellen Festakt im Berliner Schauspielhaus am Gendarmenmarkt.[3] Am 1. September 1994 flog der Oberkommandierende der Streitkräfte, Generaloberst Matwej Burlakow, vom Militärflughafen Sperenberg nach Moskau zurück.[4]

Gliederung[Bearbeiten]

GSBT-Verbände 1945/1946[Bearbeiten]

1. Weißrussische Front
2. Stoßarmee (Stab in Schwerin), später ersetzt durch die 4. Mechanisierte Gardearmee.
3. Stoßarmee (Stendal)
5. Stoßarmee (Olympisches Dorf bei Nauen) (nur bis Ende 1945)
8. Gardearmee (Weimar)
47. Armee (Halle/Saale) (nur bis Ende 1945)
1. Gardepanzerarmee (Radebeul bei Dresden)
2. Gardepanzerarmee (Fürstenberg/Havel)
1. Gardepanzerkorps
11. Panzerkorps
2. Gardekavalleriekorps
16. Luftarmee (Woltersdorf (bei Berlin))
Dnepr-Flottille (nur bis Ende 1945)

GSSD 1971 (unvollständig)[Bearbeiten]

1. Gardepanzerarmee

  • selbständiges 23. Panzerregiment/Armee
  • 108. Panzerregiment/9. Panzerdivision

8. Gardearmee

  • 20. Garde-Panzerdivision mit Kampfpanzern vom Typ T-54 und Schwere Panzer vom Typ T-10
  • 20. Garde-Mot. Schützendivision
  • 39. Garde-Mot. Schützendivision
    • ausgerüstet mit 20 Kampfpanzern vom Typ IS-3 und IS-4, bis zu 20 Kampfpanzern vom Typ T-34/85 und Schützenpanzern vom Typ BTR-152
  • 57. Garde-Mot. Schützendivision
  • 43. Garde-Artilleriebrigade
  • Truppenfliegereinheiten in
  • Luftwarnbataillon
  • Nacht-Aufklärungsbataillon
  • Flugabwehrraketenregimenter mit mobilen Flugabwehrraketen SA-4 Ganef

WGT 1991[Bearbeiten]

Die sowjetischen Truppen belegten auf dem Territorium der DDR 777 Kasernenanlagen an 276 Orten. Dies schloss 47 Flugplätze und 116 Übungsplätze mit ein. Die WGT zählte im Januar 1991 nach eigenen Angaben 337.800 Soldaten in 24 Divisionen, verteilt auf fünf Landarmeen und eine Luftarmee. Dazu kamen noch 208.400 Familienangehörige von Offizieren sowie Zivilangestellte, darunter befanden sich etwa 90.000 Kinder.

Die meisten Standorte befanden sich im Gebiet des heutigen Bundeslandes Brandenburg. Das Oberkommando der GSSD/WGT befand sich in Wünsdorf.

Landstreitkräfte[Bearbeiten]

Die Landstreitkräfte waren folgendermaßen gegliedert:

Direkt unterstellt

  • 35. Garde-Luftlandebrigade (Cottbus)
  • 33. Spetsnaz-Brigade (Neu Temmen)
  • 82. Osnaz-Brigade (Merseburg) Elektronische Aufklärung
  • 34. Artilleriedivision (Potsdam)
    • 286. Schwere Garde-Haubitzenbrigade (Potsdam)
    • 288. Schwere Haubitzenbrigade (Chemnitz)
    • 303. Garde-Artilleriebrigade (Altengrabow)
    • 307. Durchbruch-Artilleriebrigade (Chemnitz)
  • 164. Raketenbrigade (Drachhausen)
  • 175. Raketenbrigade (Oschatz)

1. Gardepanzerarmee (Dresden)

  • 9. Panzerdivision (Riesa)
    • 1. Garde-Panzerregiment (Zeithain)
    • 23. Panzerregiment (Jüterbog)
    • 70. Garde-Panzerregiment (Zeithain)
    • 302. Mot. Schützenregiment (Riesa)
    • 96. Panzerartillerieregiment (Borna)
  • 11. Garde-Panzerdivision (Dresden)
    • 7. Garde-Panzerregiment (Meißen)
    • 40. Garde-Panzerregiment (Königsbrück)
    • 44. Garde-Panzerregiment (Königsbrück)
    • 249. Garde-Mot. Schützenregiment (Dresden)
    • 841. Garde-Panzerartillerieregiment (Chemnitz)
  • 20. Garde-Mot. Schützendivision (Grimma)
    • 29. Garde-Mot. Schützenregiment (Plauen)
    • 67. Garde-Mot. Schützenregiment (Grimma)
    • 242. Garde-Mot. Schützenregiment (Wurzen)
    • 95. Panzerregiment (Glauchau)
    • 944. Garde-Panzerartillerieregiment (Leisnig)
  • 47. Panzerregiment (Plauen) - 1990 abgezogen
  • 101. Panzerregiment (Dresden) - 1990 abgezogen
  • 1044. Luftlandebataillon (Königsbrück)
  • 432. Raketenbrigade (Wurzen)
  • 181. Garde-Raketenbrigade (Hochstadt)
  • 308. Artilleriebrigade (Zeithain)
  • 6. Hubschrauberstaffel (Dresden-Hellerau)
  • 225. Kampfhubschrauberregiment (Allstedt)
  • 485. Kampfhubschrauberregiment (Brandis und Merseburg)
T-64 der 21. Garde-Motorisierten-Schützen-Division in Perleberg

2. Gardepanzerarmee (Fürstenberg/Havel)

  • 16. Garde-Panzerdivision (Neustrelitz)
    • 47. Garde-Panzerregiment (Neustrelitz)
    • 65. Garde-Panzerregiment (Neustrelitz)
    • 67. Garde-Panzerregiment (Rathenow)
    • 60. Mot. Schützenregiment (Ravensbrück)
    • 724. Garde-Panzerartillerieregiment (Neustrelitz)
  • 21. Mot. Schützendivision (Perleberg)
    • 239. Mot. Schützenregiment (Perleberg)
    • 240. Mot. Schützenregiment (Ludwigslust)
    • 283. Garde-Mot. Schützenregiment (Hagenow)
    • 36. Panzerregiment (Parchim)
    • 1054. Panzerartillerieregiment (Rathenow)
  • 94. Garde-Mot. Schützendivision (Schwerin)
    • 204. Garde-Mot. Schützenregiment (Schwerin)
    • 286. Garde-Mot. Schützenregiment (Schwerin)
    • 288. Garde-Mot. Schützenregiment (Wismar)
    • 74. Garde-Panzerregiment (Schwerin)
    • 199. Garde-Panzerartillerieregiment (Wismar)
  • 207. Mot. Schützendivision (Stendal)
    • 33. Mot. Schützenregiment (Stendal)
    • 41. Mot. Schützenregiment (Gardelegen)
    • 400. Mot. Schützenregiment (Mahlwinkel)
    • 16. Garde-Panzerregiment (Stendal)
    • 693. Panzerartillerieregiment (Stendal)
  • 138. Panzerregiment (Wustrow) - 1990 abgezogen
  • 221. Panzerregiment (Ludwigslust) - 1990 abgezogen
  • 112. Garde-Raketenbrigade (Gentzrode)
  • 458. Raketenbrigade (Neustrelitz)
  • 290. Artilleriebrigade (Schweinrich)
  • 9. Hubschrauberstaffel (Neuruppin)
  • 172. Kampfhubschrauberregiment (Damm b. Parchim)
  • 439. Kampfhubschrauberregiment (Damm b. Parchim und Lärz)

3. Stoßarmee (Magdeburg)

  • 7. Garde-Panzerdivision (Roßlau)
  • 10. Garde-Panzerdivision (Altengrabow)
    • 61. Garde-Panzerregiment (Altengrabow)
    • 62. Garde-Panzerregiment (Altengrabow)
    • 63. Garde-Panzerregiment (Altengrabow)
    • 248. Garde-Mot. Schützenregiment (Schönebeck)
    • 744. Garde Panzerartillerieregiment (Altengrabow)
  • 12. Garde-Panzerdivision (Neuruppin)
    • 48. Garde-Panzerregiment (Neuruppin)
    • 332. Garde-Panzerregiment (Neuruppin)
    • 353. Garde-Panzerregiment (Neuruppin)
    • 200. Garde-Mot. Schützenregiment (Burg bei Magdeburg)
    • 117. Panzerartillerieregiment (Mahlwinkel)
  • 47. Garde-Panzerdivision (Hillersleben)
    • 26. Panzerregiment (Hillersleben)
    • 153. Panzerregiment (Hillersleben)
    • 197. Garde-Panzerregiment (Halberstadt)
    • 245. Garde-Mot. Schützenregiment (Magdeburg)
    • 99. Garde-Panzerartillerieregiment (Magdeburg)
  • 115. Panzerregiment (Quedlinburg) - 1990 abgezogen
  • 145. Panzerregiment (Gardelegen) - 1990 abgezogen
  • 36. Raketenbrigade (Altengrabow)
  • 448. Raketenbrigade (Born)
  • 385. Artilleriebrigade (Born)
  • 296. Hubschrauberstaffel (Mahlwinkel)
  • 178. Kampfhubschrauberregiment (Stendal)
  • 440. Kampfhubschrauberregiment (Stendal)

8. Gardearmee (Nohra)

  • 27. Garde-Mot. Schützendivision (Halle/Saale)
    • 68. Garde-Mot. Schützenregiment (Halle)
    • 243. Garde-Mot. Schützenregiment (Halle)
    • 244. Garde-Mot. Schützenregiment (Schlotheim)
    • 28. Panzerregiment (Halle)
    • 54. Garde-Panzerartillerieregiment (Halle)
  • 39. Garde-Mot. Schützendivision (Ohrdruf)
    Ein Progress-30-Bus in der 39. Garde-Mot. Schützendivision in Ohrdruf
    • 117. Garde-Mot. Schützenregiment (Meiningen)
    • 120. Garde-Mot. Schützenregiment (Ohrdruf)
    • 172. Garde-Mot. Schützenregiment (Gotha)
    • 15. Garde-Panzerregiment (Ohrdruf)
    • 87. Garde-Panzerartillerieregiment (Gotha)
  • 57. Garde-Mot. Schützendivision (Naumburg)
    • 170. Garde-Mot. Schützenregiment (Naumburg)
    • 174. Garde-Mot. Schützenregiment (Weißenfels)
    • 241. Garde-Mot. Schützenregiment (Leipzig)
    • 57. Garde-Panzerregiment (Zeitz)
    • 128. Garde-Panzerartillerieregiment (Zeitz)
  • 79. Garde-Panzerdivision (Jena)
    • 17. Garde-Panzerregiment (Saalfeld)
    • 45. Garde-Panzerregiment (Weimar)
    • 211. Panzerregiment (Jena)
    • 247. Garde-Mot. Schützenregiment (Weimar)
    • 172. Garde-Panzerartillerieregiment (Rudolstadt)
  • 119. Panzerregiment (Bad Langensalza) - 1990 abgezogen
  • 900. Luftlandebataillon (Haßleben)
  • 11. Raketenbrigade (Weißenfels)
  • 449. Raketenbrigade (Arnstadt)
  • 390. Garde-Artilleriebrigade (Ohrdruf)
  • 298. Hubschrauberstaffel (Haßleben)
  • 336. Kampfhubschrauberregiment (Nohra)
  • 486. Kampfhubschrauberregiment (Altes Lager)

20. Gardearmee (Eberswalde)

  • 25. Panzerdivision (Vogelsang) - 1989 aufgelöst
    • 162. Panzerregiment (Vogelsang)
    • 175. Panzerregiment (Prenzlau)
    • 284. Mot. Schützenregiment (Vogelsang)
    • 803. Garde-Mot. Schützenregiment (Prenzlau)
    • 843. Panzerartillerieregiment (Schönewalde)
  • 32. Garde-Panzerdivision (Jüterbog) - 1989 aufgelöst
    • 287. Garde-Panzerregiment (Jüterbog)
    • 288. Garde-Panzerregiment (Jüterbog)
    • 343. Garde-Panzerregiment (Jüterbog)
    • 48. Garde-Mot. Schützenregiment (Dallgow)
    • 469. Garde-Panzerartillerieregiment (Jüterbog)
  • 35. Mot. Schützendivision (Krampnitz bei Potsdam)
    • 64. Mot. Schützenregiment (Potsdam)
    • 69. Mot. Schützenregiment (Wünsdorf)
    • 83. Garde-Mot. Schützenregiment (Krampnitz)
    • 219. Panzerregiment (Olympisches Dorf)
    • 283. Garde-Panzerartillerieregiment (Elstal)
  • 90. Garde-Panzerdivision (Bernau bei Berlin)
    • 6. Garde-Panzerregiment (Bad Freienwalde) - 1990 abgezogen
    • 68. Garde-Panzerregiment (Bernau)
    • 215. Garde-Panzerregiment (Bernau) - 1990 abgezogen
    • 81. Garde-Mot. Schützenregiment (Eberswalde-Finow)
    • 400. Panzerartillerieregiment (Bernau)
  • 6. Garde-Mot. Schützenbrigade (Berlin-Karlshorst)
  • 58. Panzerregiment (Bernau) - 1990 abgezogen
  • 899. Luftlandebataillon (Eberswalde-Finow) - 1990 abgezogen
  • 27. Raketenbrigade (Jüterbog)
  • 464. Raketenbrigade (Fürstenwalde)
  • 387. Garde-Artilleriebrigade (Altes Lager)
  • 41. Hubschrauberstaffel (Eberswalde-Finow)
  • 337. Kampfhubschrauberregiment (Mahlwinkel)
  • 487. Kampfhubschrauberregiment (Templin)

Sowie zahlreiche Luftabwehr-, Pionier- und andere Kampf- und Kampfunterstützungsbrigaden und -Einheiten.

Ein Panzerregiment der WGT verfügte in der Regel über 94 Kampfpanzer (T-64 bzw. T-80) a 3 Bataillone zu 31 Kampfpanzer, 43 Schützenpanzer (BMP-2) a 1 Bataillon, vier Flugabwehrraketensysteme SA-13 Gopher a 1 Batterie und 18 Selbstfahrlafetten 2S1 a 1 Bataillon zu 3 Batterien.

Ein Kampfhubschrauberregiment verfügte über 26 – 42 Mi-24, 9 – 20 Mi-8 und 3 – 4 Mi-9. Dem Stab der WGT unmittelbar unterstellt waren das 239. Hubschrauberregiment in Oranienburg, die 113. Hubschrauberstaffel in Sperenberg sowie die 292. Hubschrauberstaffel in Cochstedt.[5]

Luftstreitkräfte[Bearbeiten]

16. Luftarmee (Wünsdorf)

  • 6. Garde-Jagdfliegerdivision (Merseburg)
    • 31. Garde-Jagdfliegerregiment (Falkenberg/Elster)
    • 85. Garde-Jagdfliegerregiment (Merseburg)
    • 968. Jagdfliegerregiment (Altenburg)
  • 16. Garde-Jagdfliegerdivision (Pütnitz)
    • 33. Jagdfliegerregiment (Wittstock)
    • 773. Jagdfliegerregiment (Damgarten)
    • 787. Jagdfliegerregiment (Finow)
  • 126. Jagdfliegerdivision (Zerbst)
    • 35. Jagdfliegerregiment (Zerbst)
    • 73. Garde-Jagdfliegerregiment (Köthen)
    • 833. Jagdfliegerregiment (Jüterbog)
  • 125. Jagdbombenfliegerdivision (Rechlin)
    • 19. Garde-Jagdbombenfliegerregiment (Lärz)
    • 20. Garde-Jagdbombenfliegerregiment (Groß Dölln)
    • 730. Jagdbombenfliegerregiment (Neuruppin)
  • 105. Jagdbombenfliegerdivision (Großenhain)
    • 296. Jagdbombenfliegerregiment (Großenhain)
    • 559. Jagdbombenfliegerregiment (Finsterwalde)
    • 911. Jagdbombenfliegerregiment (Brand)
  • 357. Schlachtfliegerregiment (Brandis)
  • 368. Schlachtfliegerregiment (Tutow)

Sowie weitere direkt unterstellte Verbände.

Ausrüstung[Bearbeiten]

Kampfpanzer vom Typ T-80BW

Zur Ausrüstung an Waffen und Gerät gehörten 1991 noch rund:

  • 4200 Panzer
  • 8200 gepanzerte Fahrzeuge
  • 3600 Geschütze
  • 106.000 sonstige Kraftfahrzeuge
  • 690 Flugzeuge
  • 680 Hubschrauber
  • 180 Raketensysteme
  • 95.500 Kraftfahrzeuge
  • 677.000 Tonnen Munition

Oberkommandierende der GSSD[Bearbeiten]

Die ersten drei Oberkommandierenden waren in Personalunion Chef der SMAD.

GSBTD[Bearbeiten]

GSSD[Bearbeiten]

WGT[Bearbeiten]

  • Boris W. Snetkow – 26. November 1987 bis 13. Dezember 1990
  • Matwei P. Burlakow – 13. Dezember 1990 bis 31. August 1994

Sowjetische Militärtribunale[Bearbeiten]

Zumindest formell waren die sowjetischen Militärtribunale (SMT) der GSSD bzw. der WGT unterstellt. Sie konnten Verurteilte in eigene Haftanstalten nehmen.

Berührung mit dem Leben in der DDR[Bearbeiten]

Autographen sowjetischer Soldaten im Forst bei Jena

Die sowjetischen Truppen, die an verschiedenen Standorten des Landes stationiert waren, sind mindestens partiell in Kontakt gekommen mit DDR-Bürgern. Zumeist geschah dies auf Grund eines Hilfe-Ersuchens staatlicher Stellen beim Eintreten von Naturkatastrophen oder technischen Havarien. So haben Soldaten der Sowjetarmee mit schwerer Technik bei Hochwassern, Wetter-Unbilden wie Schneeverwehungen und Unfällen in großen Industriekombinaten bei Bergungs- und Beräumungsarbeiten geholfen.

Ein weiterer Einsatzfall, der fast regelmäßig eingetreten ist, war die Hilfe von Soldaten bei der Einbringung der Getreide- und Hackfruchternte auf den Feldern der LPG oder der VEG (Volkseigenen Güter). Dabei kam es auch zu organisierten geselligen Begegnungen und Gesprächen, vor allem zwischen Schülern und Heranwachsenden mit den Militärangehörigen. Manchmal wurden Adressen ausgetauscht oder kleine Freundschaftsgeschenke übergeben.

Oft kam ein Kontakt auch zustande, indem stationierte Truppen ortsansässige Firmen für Handwerkerleistungen o. ä. in Anspruch nahmen.

Die Anwesenheit uniformierter sowjetischer Bürger im Land, die allerdings zumeist restriktiv auf das Leben in den streng abgeschirmten Kasernen beschränkt blieb, hat außer den erwähnten Andenken und Erinnerungsstücken bei ihren Empfängern auch gelegentliche Spuren in der Öffentlichkeit hinterlassen, wie solche Autographe auf den Baumrinden belegen, die bei Spaziergängen entstanden sind. Die baulichen Hinterlassenschaften der GSSD sind nach 1994, als die Truppen aus Ostdeutschland abgezogen wurden, teilweise beseitigt worden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Albert Hoffmann, Siegfried Stoof: Die sowjetischen Truppen in Deutschland – Ihr Hauptquartier in Wünsdorf. Berlin 2008, ISBN 978-3-00-023449-1.
  • Silke Satjukow: Besatzer – „Die Russen“ in Deutschland 1945–1994. Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-36380-5.
  • Klaus Froh, Rüdiger Wenzke: Die Generale und Admirale der NVA – Ein biographisches Handbuch. 4. Auflage. Berlin 2000, ISBN 3-86153-209-3
  • Ilko-Sascha Kowalczuk, Stefan Wolle: Roter Stern über Deutschland. Sowjetische Truppen in der DDR. 2. Auflage, Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-584-3
  • Matvej P. Burlakov: Sovetskie vojska v Germanii – 1945–1994/Pamjatnyj aĺbom [Sowjetische Truppen in Deutschland]. Molodaja Gwardija, Moskau 1994, ISBN 5-235-02221-1
  • Matvej P. Burlakov: Wir verabschieden uns als Freunde – Der Abzug/Aufzeichnungen des Oberkommandierenden der Westgruppe der Sowjetischen Streitkräfte: Bonn [u. a.] 1994, ISBN 3-906501-08-6
  • Bernhard Mroß: Sie gingen als Freunde – Der Abzug der Westgruppe der sowjetisch-russischen Truppen/10. Jahrestag des Abzugs der sowjetisch-russischen Truppen aus Deutschland (1994–2004)/Dolmetscheraufzeichnungen in Momentaufnahmen: Harrislee 2005
  • Frank Gaudlitz, Thomas Kumlehn: Die Russen gehen – Der Abzug einer Armee/Frank Gaudlitz, Fotogr.; Thomas Kumlehn, Gesprächsprotokolle. Mit einer Chronik von Lothar Engelhardt. Berlin 1993, ISBN 3-86163-057-5
  • Thilo Gehrke: Das Erbe der Sowjetarmee in Deutschland, eine Bild und Textdokumentation, Beiträge für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Bd. 29, Verlag Dr. Köster, Berlin 2008, ISBN 978-3-89574-684-0
  • Thilo Gehrke: Stationierung, Abzug und Erbe der Roten Armee in Deutschland in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Neuformierung in der Russischen Föderation. Wissenschaftliche Studie: GRIN-Verlag, München 2009, ISBN 978-3-640-92686-2
  • Joachim Liebe, Rolf Schneider: Der rote Stern stirbt leise – Abzug der Russen aus Deutschland/Fotogr.: Joachim Liebe, Essay: Rolf Schneider. Dietz, Berlin 1995, ISBN 3-320-01866-3
  • Gerhard Kaiser: Sperrgebiet – Die geheimen Kommandozentralen in Wünsdorf seit 1871. Mit Fotografien von Christian Thiel, Berlin 1993, ISBN 3-86153-059-7
  • Karl-Heinz Lezim: Schulter an Schulter – Eine Bilddokumentation über die Klassen- und Waffenbrüderschaft der Bürger der DDR und der Angehörigen der Nationalen Volksarmee mit den Angehörigen der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD). Hrsg. von der Politischen Hauptverwaltung der NVA, Militärverlag der DDR, Berlin 1984
  • Michail Boltunov: ZGV – Gor’kaja doroga domoj. Sankt-Peterburg 1995, ISBN 5-900740-10-2
  • Horst Lohmann: GSSD – Die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Ein historischer Abriss. Verlag p+v Dr. Erwin Meißler, November 2010, ISBN 978-3-932566-81-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. »Märkische Allgemeine« vom 19. April 2012, Seite 3
  2. Berliner Zeitung vom 21. Juni 1994: Do swidanja mit einem Lied auf Deutsch, abgerufen am 15. November 2009.
  3. Berliner Zeitung vom 31. August 1994: In seiner Hotelsuite findet der Präsident auch eine Sauna, abgerufen am 30. August 2009.
  4. stern.de vom 31. August 1994: Russischer Truppenabzug: Abschied zweiter Klasse, abgerufen am 30. August 2009.
  5. Lutz Freundt: Sowjetische Fliegerkräfte Deutschland 1945–1994. Flugplätze (Teil 2) und Truppenteile. Band 2. Edition Freundt Eigenverlag, Diepholz, 1998. ISBN 3-00-002665-7. S. 37