Gruppenreise

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Gruppenreisen sind Reisen, an denen eine größere Anzahl von Personen als geschlossene Gruppe teilnimmt. Als besonderes Merkmal ist in der Regel die Teilnahme aller Mitreisenden am gesamten Reise(Besichtigungs)programm. Der einzelne Teilnehmer wird manchmal seine persönlichen Interessen zugunsten des Gruppeninteresses zurückstellen müssen. Er wird nicht so zeitflexibel sein können wie beispielsweise bei einer Individualreise oder auch bei einer Pauschalreise (die aber durchaus auch eine Gruppenreise sein kann). Typische Transportmittel sind der Reisebus und das Flugzeug. Es gibt keine Definition, die eine Mindestgröße einer Gruppenreise bestimmt. Aufgrund von internationalen Usancen spricht man erst ab 15 Personen von einer Gruppenreise.

Vorteile einer Gruppenreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wohl wichtigste Vorteil ist der finanzielle gegenüber einer Individualreise. Beispielsweise gewähren Hotels, Museen und andere Besichtigungspunkte meist einen Gruppentarif, der deutlich unter dem Preis an Einzelreisende, an Private liegt. Manche Einrichtungen gewähren bereits bei kleinere Gruppen deutliche Ermäßigungen. Es gibt jedoch keine festen Größenbegriffe (manche gewähren bereits bei 10 Personen Ermäßigungen, andere erst ab 15, die meisten ab 20 Personen). Während Museen und Sehenswürdigkeiten die Preise häufig im Internet darstellen, erhält man Gruppenpreise in Hotels und Restaurants nur auf konkrete Anfrage.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die Reisebegleitung, die die Organisation übernimmt, bzw. die Reiseleitung, die darüber hinaus mit Land und Leuten und Besonderheiten des Reisezieles vertraut machen. Diese Begleiter sind das Bindeglied zwischen dem Reisenden, dem Reiseveranstalter und dem Ziel der Reise. Weiters gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten (Burgen, Museen), Firmen und Transportmittel (Schifffahrt u. ä.), die nur als Gruppe buchbar sind, die nur für Gruppen ihre Tore öffnen. Alleine stünde man vor verschlossenen Türen. Auch ist der komplette Programmablauf organisiert. Man steigt beispielsweise im Stadtzentrum aus dem Bus und lästiges Parkplatzsuchen fällt weg. Nicht zu vergessen ist der gesellschaftlich-soziale Aspekt einer Gruppenreise. Man ist nicht alleine unterwegs und kann leichter neue Kontakte innerhalb der Gruppe knüpfen.

Nachteile einer Gruppenreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitliche Einschränkungen müssen hingenommen werden. Da ein Zeitplan eingehalten werden muss, bleibt oft nicht genügend Spielraum, um länger an einem Ort verweilen zu können. Ein nicht ergründbarer Nachteil ist oft, dass die Gruppe in Restaurants oder im Hotel bei den Essen zum Einen alle zugleich erscheinen sollten und zum Anderen oft gezwungen sind, gemeinsam mit anderen Personen an mehr oder weniger großen Tischen Platz zu nehmen. Gruppenreisen finden nur zu bestimmten, von vornherein festgelegten Terminen statt.

Rechtliche Beurteilung von Gruppenreisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppenreisen fallen in Deutschland (geregelt im § 651 a ff BGB) und Österreich (geregelt im KSchuG § 31 b Reiseveranstaltungsvertrag) unter das Reiserecht.

Daher braucht sich ein Teilnehmer einer Gruppenreise im Falle von Problemen keine Sorgen machen. Sein Ansprechpartner für alle im Programm versprochenen Leistungen ist der Reiseveranstalter. Man muss also nicht mit dem griechischen Hotelier streiten, sondern man reklamiert zunächst beim Reiseleiter oder Busfahrer. Und sollten diese nicht Abhilfe schaffen können, so kann man nach Rückkehr zu Hause seine Forderungen an den Reiseveranstalter stellen. Dieser Absatz setzt natürlich voraus, dass die Gruppenreise bei einem Reiseveranstalter gebucht wurde, der die gesetzlichen Vorschriften erfüllt. Problematisch wird es, wenn Privatpersonen oder Clubs Gruppenreisen im eigenen Namen veranstalten. Hier kommt es zu privaten Haftungen der Organisatoren mangels einer Haftpflichtversicherung sowie Verstöße gegen EU-Reiserichtlinien wie Veranstalterhaftpflicht und nationalen Vorschriften (Gewerbeordnung).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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