Grzimek (Film)

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Filmdaten
Originaltitel Grzimek
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2015
Länge 180 Minuten
Stab
Regie Roland Suso Richter
Drehbuch Marco Rossi
Produktion Nico Hofmann
Christine Strobl
Musik Sebastian Pille
Kamera Stefan Unterberger
Schnitt Benjamin Kaubisch
Besetzung

Grzimek ist ein deutscher biografischer Spielfilm aus dem Jahr 2015. Er zeichnet das Leben des Zoologen Bernhard Grzimek (1909–1987) nach. Regisseur des Films ist Roland Suso Richter. In der Hauptrolle spielt Ulrich Tukur. Seine Premiere hatte der Film am 3. April 2015 auf Das Erste, einen Tag später erschien er auf DVD und Blu-ray.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film beginnt direkt nach Kriegsende 1945. Tierarzt Bernhard Grzimek kämpft für das Weiterbestehen des Frankfurter Zoos in der zerstörten Stadt und sieht sich dazu gezwungen, dessen Direktorat zu übernehmen, tatkräftig unterstützt von seiner begeisterten Frau Hildegard. Der große Erfolg des wiederaufgebauten Zoos gibt ihm die Möglichkeit, in Film und Fernsehen für die Bedeutung von Tier- und Naturschutz zu werben. Höhepunkte dieses Schaffens sind die Fernsehsendung Ein Platz für Tiere sowie der in Afrika gedrehte Dokumentarfilm Serengeti darf nicht sterben, mit dem er 1960 den Oscar gewinnt. Auch danach findet Grzimek immer wieder Wege, die Öffentlichkeit mit Missbrauch und Ausnutzung von Tieren zu konfrontieren, und ruft zu einem bewussteren Umgang mit Tieren auf.

Im Gegensatz dazu legt der Film Grzimeks Schwierigkeiten im privaten Bereich offen. Seine erste Ehefrau Hildegard hat nicht nur unter der großen Arbeitslast ihres Mannes zu leiden, sondern auch unter einigen außerehelichen Affären. So herzlich Grzimek seinen leiblichen Sohn Michael liebt, so wenig findet er Zugang zu seinem Adoptivsohn Thomas. Der Unfalltod Michaels während der Dreharbeiten zu „Serengeti darf nicht sterben“ belastet nicht nur Grzimek persönlich, sondern auch seine Ehe schwer, da seine Frau ihm große Vorwürfe macht. Grzimek stellt den Film gemeinsam mit Michaels Witwe Erika fertig, zu der sich eine Beziehung entwickelt, an der die Ehe mit Hildegard endgültig scheitert und die zu unversöhnlichem Hass zwischen den beiden Frauen führt. Der permanent zurückgesetzte Thomas rutscht in die Kriminalität ab und nimmt sich 1980 im Alter von 30 Jahren das Leben. Grzimek heiratet Erika und adoptiert deren Söhne, seine Enkel, als Kinder.

1987 stirbt Grzimek in Frankfurt und wird neben seinem Sohn Michael in Afrika beigesetzt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

epd film urteilte, dass der Film „etwas mühsam in die Gänge“ komme, aber Grzimeks Lebensleistung würdige, ohne ihn als Helden zu verehren; Barbara Auer verkörpere die von ihr gespielte Figur glaubwürdig.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Diemut Roether: Ein Sturkopf, in: epd film Nr. 4/2015, S. 38