Gsteig bei Gstaad

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Gsteig bei Gstaad
Wappen von Gsteig bei Gstaad
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Obersimmental-Saanenw
BFS-Nr.: 0841i1f3f4
Postleitzahl: 3785
Koordinaten: 586770 / 136900Koordinaten: 46° 23′ 0″ N, 7° 16′ 0″ O; CH1903: 586770 / 136900
Höhe: 1184 m ü. M.
Fläche: 62,4 km²
Einwohner: 981 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 16 Einw. pro km²
Gemeindepräsident: Markus Willen
Website: www.gsteig.ch
Die Kirche von Gsteig

Die Kirche von Gsteig

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Gsteig bei Gstaad (französisch Châtelet) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen des Kantons Bern in der Schweiz.

Gsteig ist eine Einwohnergemeinde ohne Burgergemeinde. Daneben existiert eine evangelisch-reformierte Kirchgemeinde.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gsteig geht zurück auf das althochdeutsche steiga (Anstieg) und bezeichnet die Stelle, wo die alte Wegverbindung nach dem Col du Pillon ansteigt. Der Name chastellet kommt vom Altfranzösischen «chastel» – Bezeichnung für Schloss, Festung oder Gipfel.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gsteig bei Gstaad liegt im Berner Oberland auf dem Weg zum Col du Pillon. Die Gemeinde besteht aus den Orten Gsteig und Feutersoey. Die Nachbargemeinden von Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Saanen, Lauenen, Savièse, Ormont-Dessus und Château-d’Œx. Die Berge im Süden der Gemeinde bilden die Grenze zum Wallis. Im Ortsteil Feutersoey befindet sich der Arnensee, ein Stausee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1312 wurde der Ort erstmals mit dem Namen Chastelet erwähnt, ab 1453 hiess er Steig und französisch Châtelet. Damals wurde die Theodulskirche geweiht, die bis zur kirchlichen Selbständigkeit eine Aussenstelle von Saanen war. 1458 wurde eine Burg erwähnt, von der heute nur noch Mauerreste vorhanden sind. Eine Siedlung namens Ussers Gründ wurde zu unbekannten Zeiten durch einen Bergsturz zerstört. Unter der Herrschaft Berns wurde 1556 die Reformation eingeführt.

In Gsteig wurde seit Jahrhunderten Alpwirtschaft betrieben, einen Viehmarkt gibt es seit 1727. Als Nebenerwerb entwickelte sich zuerst die Holzverarbeitung und ab 1900 etwas Tourismus mit Hotels und Ferienhäusern, der nach Saanen und auf den Diableretsgletscher ausgerichtet ist, wo auch im Sommer Ski gefahren wird. Weitere Ausflugsziele vor Ort sind die Burgfälle, der Arnensee und das Naturschutzgebiet am Oldenhorn. Die Einheimischen arbeiten heute vorwiegend in Gstaad.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 61,1 %, BDP 11,0 %, SP 6,9 %, FDP 5,8 %, glp 5,3 %, GPS 3,4 %, Alpenparlament 2,3 %, EVP 1,8 %.[3]

Gemeindepräsident ist seit 2013 Markus Willen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gsteig bei Gstaad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. Anne-Marie Dubler: Gsteig. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  3. Resultate der Gemeinde Gsteig. Staatskanzlei des Kantons Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 30. Oktober 2016 (html).