Guémar

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Guémar
Wappen von Guémar
Guémar (Frankreich)
Guémar
Region Grand Est
Département Haut-Rhin
Arrondissement Colmar-Ribeauvillé
Kanton Sainte-Marie-aux-Mines
Koordinaten 48° 11′ N, 7° 24′ OKoordinaten: 48° 11′ N, 7° 24′ O
Höhe 172–193 m
Fläche 18,22 km2
Einwohner 1.333 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 73 Einw./km2
Postleitzahl 68970
INSEE-Code
Website www.ville-guemar.fr

Rathaus Guémar

Guémar (dt. Gemar) ist eine französische Gemeinde mit 1333 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Arrondissement Colmar-Ribeauvillé im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie ist Mitglied des Gemeindeverbandes Pays de Ribeauvillé.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guémar liegt in der Oberrheinebene zwischen Colmar (14 km südlich) und Schlettstadt (10 km nördlich) und knapp 6 km östlich von Ribeauvillé. Hier kreuzen sich die Autoroute A35 (Anschlussstelle 20 – Guémar) und die Départementsstraße D 106. Zwischen Ribeauvillé und Guémar liegt der Weiler Ribeauvillé Gare. Dort verläuft die Eisenbahnstrecke Straßburg–Colmar der SNCF.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde als Ghermari erstmals 768 erwähnt.[1]

Während der Zugehörigkeit des Elsass zum Deutschen Reich 1871–1918 schrieb sich die Gemeinde Gemar – gesprochen hört sich der Ortsname in beiden Sprachen nahezu identisch an. Im Jahr 1885 hatte Gemar 1219 Einwohner und war Teil des Landkreises Rappoltsweier (Ribeauvillé).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1885 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2014
Einwohner 1219 841 847 1002 1051 1162 1314 1356 1333
Quelle: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirche Saint-Léger wurde 1741 im Barockstil erbaut. Der Turm hingegen stammt schon aus dem 14. Jahrhundert und ist der einzige Rest eines älteren Kirchenbaus. Die Turmhaube stammt von 1772.
  • Das Obertor (La Porte Haute), Teil der mittelalterlichen Befestigung des Ortes, wurde um 1400 errichtet und zu Beginn des 21. Jahrhunderts restauriert. Im August 2009 waren die Arbeiten beendet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leo Jud (1482–1542), Schweizer Reformator elsässischer Herkunft, in Guémar geboren

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auguste-Charles Hanauer: Les Constitutions des Campagnes de l'Alsace au Moyen-Âge. Durand (Libraire), Paris 1864, und Salomon (Libraire), Straßburg 1864, S. 354–361.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Guémar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Topographia Alsatiae: Gemar – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Oelsner, Ludwig: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Duncker und Humblot, Berlin 1871, S. 424.