Guînes

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Guînes
Wappen von Guînes
Guînes (Frankreich)
Guînes
Region Nord-Pas-de-Calais
Département Pas-de-Calais
Arrondissement Calais
Kanton Guînes
Gemeindeverband Communauté de communes des Trois Pays
Koordinaten 50° 52′ N, 1° 52′ OKoordinaten: 50° 52′ N, 1° 52′ O
Höhe 0–166 m
Fläche 26,42 km²
Einwohner 5.739 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 217 Einw./km²
Postleitzahl 62340
INSEE-Code

Guînes (flämisch Giezene) ist eine französische Gemeinde mit 5739 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Pas-de-Calais in der Region Nord-Pas-de-Calais; sie gehört zum Arrondissement Calais und zum Kanton Guînes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Place des Tilleuls. Im Hintergrund die Tour de l'Horloge auf der mittelalterlichen Motte

Guînes war im Mittelalter Hauptort der Grafschaft Guînes. Die Normannen legten im Jahr 928 hier eine Motte an, die sie mit einem doppelten Burggraben umgaben. Graf Robert Manasse gründete in der Nähe seiner Burg ein Benediktinerinnenkloster, das dem heiligen Leonhard von Limoges geweiht wurde. Graf Balduin II. ließ Ende des 11. Jahrhunderts die alte hölzerne Burg durch eine steinerne ersetzen und die Stadt durch eine Mauer umgeben. Drei Jahre nach der Eroberung von Calais, am 22. Januar 1351 wurde die Burg von Guînes durch Verrat den Engländern ausgeliefert. Der Friede von Brétigny lieferte die Stadt und die Grafschaft dann vollständig den Engländern aus.

Wenige Kilometer südöstlich, südlich des Weilers Campagne les Guînes, befand sich während des Zweiten Weltkriegs ein Feldflugplatz der Deutschen Luftwaffe. Diese nutzte ihn im Rahmen der Luftschlacht um England. Hier lagen wesentliche Teile des mit Bf 109 ausgerüsteten Jagdgeschwaders 54 (JG 54). Dessen Stab lag hier zwischen Anfang August und Anfang Dezember 1940, ab Ende August unter dem Kommando von Obstlt. Hannes Trautloft. Hinzu kamen zwischen Ende Juli und Ende September die I. (I./JG 54) und anschließend bis Ende November die II. Gruppe (II./JG 54). Heute durchschneidet die Eisenbahntrasse zum Kanaltunnel das ehemalige Flugfeld.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1962: 4.724
  • 1968: 4.984
  • 1975: 5.034
  • 1982: 5.174
  • 1990: 5.105
  • 1999: 5.221

Ab 1962 nur Einwohner mit Erstwohnsitz

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blanchard-Säule (La colonne Blanchard)
Die Inschrift auf der Säule

La colonne Blanchard: an dieser Stelle im Forêt domaniale landeten am 7. Januar 1785 die ersten Menschen, die den Ärmelkanal durch die Luft überquerten; sie ist nach Jean-Pierre Blanchard benannt.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Guînes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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