Gudendorf (Cuxhaven)

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Gudendorf
Stadt Cuxhaven
Wappen von Gudendorf
Koordinaten: 53° 48′ 12″ N, 8° 40′ 14″ O
Höhe: 8 m ü. NHN
Fläche: 4,38 km²
Eingemeindung: 1. Juli 1968
Eingemeindet nach: Altenwalde
Postleitzahl: 27478
Vorwahl: 04723
DuhnenDöseStickenbüttelCuxhavenSüderwisch-WesterwischGroden (Cuxhaven)LüdingworthAltenbruchHolte-SpangenSahlenburgAltenwaldeBerensch-ArenschKarte
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Lage von Gudendorf innerhalb der Ortschaft Altenwalde
Gudendorf als Exklave der Hamburger Exklave Ritzebüttel 1394–1937
Gudendorf als Exklave der Hamburger Exklave Ritzebüttel 1394–1937

Gudendorf (niederdeutsch Godendörp) ist der südliche Teil des Cuxhavener Stadtteils Altenwalde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde Gudendorf mit Franzenburg ca. um das Jahr 1800, als kleine Gemeinde erwähnt. Erst gegen 1890–1900 entwickelte sich Gudendorf zu einem großen Teil von Altenwalde.

Die Gemeinden Arensch, Berensch, Cuxhaven, Döse, Duhnen, Groden, Gudendorf, Holte, Insel Neuwerk, Oxstedt, Ritzebüttel, Sahlenburg, Spangen, Stickenbüttel, Süder- und Westerwisch gehörten bis 1864 dem hamburgischen Amt Ritzebüttel und danach der Landherrenschaft Ritzebüttel an. 1926 gingen die Gemeinden Arensch, Berensch, Duhnen, Groden, Gudendorf, Holte, Insel Neuwerk, Oxstedt, Sahlenburg, Spangen, Stickenbüttel, Süder- und Westerwisch in der Landherrenschaft Hamburg auf. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz vom 1. April 1937 gingen die Gemeinden Arensch, Berensch, Gudendorf, Oxstedt, Sahlenburg, Holte und Spangen an den Landkreis Land Hadeln, Regierungsbezirk Stade der preußischen Provinz Hannover.[1]

Ca. gegen 1750 wurde ein Schafstall in Gudendorf gebaut, welcher 1850 erstmals restauriert wurde und später als historischer Bau betrachtet wurde, da es das älteste Gebäude in Gudendorf war. Um 1890–1900 wurde das Gebäude ein zweites Mal restauriert, allerdings sehr schlampig, weswegen es 1950 zusammenfiel und die Baureste entsorgt und verfeuert wurden.

Um 1930 wurde in Gudendorf eine Badeanstalt mit Umkleidekabinen eröffnet, direkt daneben ein großer Sport- und Spielplatz auf den fünf Bergen, Heute: Schützenplatz Gudendorf, neben der Straße "Auf dem Berge", da Gudendorf zu dieser Zeit ein zweites Mal großen Zuwachs an Bevölkerung bekam. Im Sommer 1946 wurde die Badeanstalt abgerissen, die Becken gelehrt und zugeschüttet, da das verwendete Holz als Feuerholz, aufgrund der Nachkriegszeit gebraucht wurde und die Besucher fehlten.

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Altenwalde in die Stadt Cuxhaven eingegliedert.[2] Die Gemeinde hatte eine Fläche von 4,38 km².[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gudendorf wird vom Ortsrat des Cuxhavener Stadtteils Altenwalde vertreten.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Gudendorf (Cuxhaven)
Blasonierung:Gespalten; vorn: in Rot ein silbernes langgestieltes Ankerkreuz; hinten: in Silber eine blaue Heidsichel mit rotem Stiel, überkreuzt von einem Torfspaten mit blauem Blatt und rotem Stiel.“[4]
Wappenbegründung: Seit dem 14. Jahrhundert erwarb das Kloster Neuenwalde die Grundherrschaft über das ganze Gudendorf. Das Ankerkreuz aus dem alten Klostersiegel versinnbildlicht diese Zugehörigkeit. Heidsichel und Torfspaten weisen auf die Lage des Ortes und die wirtschaftliche Tätigkeit seiner Bewohner hin.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gudendorfer See

Gudendorf ist in Besitz des „Urgeschichtlichen Grabes“, welches vor ca. 30 Jahren gefunden wurde. Das Grab liegt geographisch gesehen: !553.8040835508.671919553° 48' 14.70" N und 8° 40' 18.91" O. Daneben befindet sich der Bürgergarten in Gudendorf.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gudendorf besitzt mehrere Vereine, zum einen den Schützenverein „Freier Wildschütz e. V.“ und zum anderen die Freiwillige Feuerwehr, wie auch den Angelverein Land Hadeln e. V. mit angeschlossenem Anglersee.

Personen, die mit Gudendorf in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl-Arnold Eickmeyer (1925–2007), Lehrer, Politiker (SPD), Mitglied des Bundestages (1977–1983 und 1985–1987), war Schulleiter in Gudendorf (1957–1967)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gudendorf (Cuxhaven) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen vom 26. Januar 1937, Art.1 (RGBl. 1937 I S. 91)
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13.9.1950. Stuttgart-Köln August 1952, S. 49.
  4. Rudolf Lembcke: Kreis Land Hadeln. Geschichte und Gegenwart. Hrsg.: Kreis Land Hadeln. Buchdruckerei Günter Hottendorff, Otterndorf 1976, S. 25 (Wappenteil).