Gudhjem

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Dänemark Gudhjem
Wappen fehlt
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Gudhjem (Dänemark)
Gudhjem
Gudhjem
Basisdaten
Staat: Dänemark
Region: Hovedstaden
Kommune (seit 2003): Bornholms Regionskommune
Koordinaten: 55° 13′ N, 14° 58′ O55.21277777777814.970277777778Koordinaten: 55° 13′ N, 14° 58′ O
Einwohner: (2015[1]) 715
Postleitzahl: 3760 Gudhjem
Gudhjem 140814-2.jpg
Sol over Gudhjem (dt. Sonne über Gudhjem) ist der Name eines Smørrebrøds, das mit Bückling, rohem Eigelb, Schnittlauch und Radieschen zubereitet wird.

Gudhjem ist eine Kleinstadt an der Nordküste der dänischen Ostseeinsel Bornholm. Am 1. Januar 2015 lebten dort 715 Menschen.[1] Der Ortsname bedeutet wörtlich „Götterheim“.[2]

Gudhjem liegt nur anderthalb Winkelminuten westlich des 15. Längengrads, auf dem die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) der mittleren Sonnenzeit entspricht. In Dänemark wird die MEZ deshalb auch „Gudhjem-Zeit“ genannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Gudhjem ist ein alter Fischerort. Bis zu einer großen Pestepidemie in der Mitte des 17. Jahrhunderts war die wohl älteste Hafenstadt der Insel zugleich einer der größten Orte. Hier fand im Mittelalter für Kaufleute der Hansestädte ein großer Heringsmarkt statt. Heute ist Gudhjem aufgrund seiner idyllischen Lage ein beliebtes Touristenziel. Gudhjem gehörte bis zum 31. Dezember 2002 zur Kommune Allinge-Gudhjem.

Oluf Høst Museet[Bearbeiten]

Der dänische Maler Oluf Høst, geboren 1884 in Svaneke, kehrte 1929 nach Bornholm zurück und bezog ein Haus in Gudhjems Løkkegade, das er 1935 auch erwerben konnte. Es entwickelte sich zu einem Treffpunkt für Maler und Intellektuelle. Bis zu seinem Tod 1966 lebte und arbeitete er im Ort, so dass sich in seinen Stadtansichten und Landschaftsbildern auch viele winterliche Motive finden, im Unterschied zu den meisten anderen Malern, die vor allem im Sommer auf die Insel kamen. 1998 wurde Høsts Haus in ein Museum umgewandelt, das seinem Werk verpflichtet ist.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Fixpunkt für Urlauber sind der Hafen und die dortige Fischräucherei. Vom Kai fahren in der Sommersaison Ausflugsschiffe nach Christiansø. Die Insel markiert den östlichsten Punkt Dänemarks.

Auf private Initiative geht das kleine, im ehemaligen Bahnhof untergebrachte Heimatmuseum zurück. Es bietet wechselnde kunst- und naturgeschichtliche Ausstellungen.

Am Teich Gråmyr und am Hang der Salne Bugt nordwestlich des Ortes stehen Bautasteine, die so genannten Hestestene (dt. Pferdesteine).

Bei (5 km westlich) fallen die Granitfelsen Helligdomsklipperne 22 Meter tief ins Meer ab. Ganz in der Nähe steht Bornholms Kunstmuseum.

In Richtung Tejn liegen im Troldskoven frühzeitliche Steinsetzungen und Bautasteine.

Die Østerlars Kirke in Østerlars (5 km südlich) stammt aus dem 11. Jahrhundert. Es ist eine von vier für Bornholm typischen Rundkirchen. Sie wurden im Mittelalter als Wehrkirchen errichtet. Die Schießscharten im oberen Stockwerk der Kirche zeugen davon. Das charakteristische Kegeldach wurde später aufgesetzt.

Galerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF44: Folketal pr. 1. januar fordelt på byer (dänisch)
  2. Heinrich Beck, Detlev Ellmers, Kurt Schier (Hg.): Germanische Religionsgeschichte. Quellen und Quellenprobleme, S. 525; J. Kousgård Sørensen: Gudhem, in: Frühmittelalterliche Studien 19 (1985), S.131-38.
  3. Oluf Høst Museet Offizielle Website (dän., dt., engl.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gudhjem – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Gudhjem – Reiseführer