Guebwiller

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Guebwiller
Wappen von Guebwiller
Guebwiller (Frankreich)
Guebwiller
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Thann-Guebwiller
Kanton Guebwiller
Koordinaten 47° 54′ N, 7° 13′ OKoordinaten: 47° 54′ N, 7° 13′ O
Höhe 254–620 m
Fläche 9,68 km²
Einwohner 11.322 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 1.170 Einw./km²
Postleitzahl 68500
INSEE-Code
Website www.ville-guebwiller.fr

Blick auf Guebwiller

Guebwiller (deutsch Gebweiler, els.: Gawill´r) ist eine Stadt mit 11.322 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Bis zum 31. Dezember 2014 war die Stadt Sitz der Unterpräfektur (frz. sous-préfecture) des Arrondissements Guebwiller. Sie ist Hauptort (frz.: chef-lieu) des Kantons Guebwiller sowie Sitz und Mitglied des Gemeindeverbands Communauté de communes de la Région de Guebwiller.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guebwiller liegt am Austritt des Flüsschens Lauch aus den Vogesen in die Oberrheinebene. Das Gemeindegebiet von Guebwiller ist Teil des Regionalen Naturparks Ballons des Vosges.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guebwiller wurde das erste Mal als Gebunvillare im Jahr 774 in einer Schenkungsurkunde erwähnt, in der das Kloster Murbach bedacht wird. Damals handelte es sich lediglich um ein Hofgut. Zur Stadt entwickelte sich der Ort im 12. Jahrhundert um die Kirche Saint-Léger und eine Burganlage, die heute Burgstall genannt wird. Eine Stadtmauer wurde zwischen 1270 und 1287 errichtet. Im Jahr 1394 lebten dort 1350 Einwohner.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt von Schweden geplündert. Am Ende dieses Kriegs kam die Stadt auf Grund des Westfälischen Friedens zu Frankreich. 1657 lebten in der Stadt nur noch 176 Einwohner.

Im Lauf des 19. Jahrhunderts entstand eine bedeutende Textilindustrie. Die Stadt war nach Mülhausen deren größter Standort; es wurde Wolle und Baumwolle verarbeitet.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1793 1856 1905 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 3.005 8.971 13.313 10.568 10.840 11.072 10.689 10.942 11.525 11.609

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Guebwiller ist eine der bedeutendsten Weinbauorte im Elsass. Die im Jahr 1975 geschaffene Appellation Alsace Grand Cru definiert seit 2007 herausgehobene Einzellagen im Weinbaugebiet Elsass. Die 51 Lagen verteilen sich auf 47 Gemeinden. Guebwiller weist als einzige Gemeinde vier dieser Grand-Cru-Lagen auf:

Die Grand-Cru-Weinlagen Kitterlé (rechts, oben) und Saering (vorn links)
  • Kessler (28.53 ha)
  • Kitterlé (25.79 ha)
  • Saering (26.75 ha)
  • Spiegel (18.26 ha, teilweise auf Bergholtzer Gebiet)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Talaufwärts liegt die Ruine der ehemaligen Burg Hugstein (13. Jahrhundert) auf einer Anhöhe an der Straße nach Murbach. Auf dem sich nördlich der Stadt erhebenden Bergrücken des Oberlinger befinden sich geringe Reste einer großen mittelalterlichen Burganlage. Acht Kilometer westlich liegt der Große Belchen, der mit 1.424 m höchste Berg der Vogesen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauswand mit Portrait von Théodore Deck in Guebwiller

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guebwiller unterhält eine Städtepartnerschaft mit der italienischen Gemeinde Castelfiorentino in der Toskana.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Guebwiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Offizielle Homepage