Gufferthütte

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Gufferthütte
DAV Kategorie I
Die Hüttentafel der Gufferthütte
Die Hüttentafel der Gufferthütte
Lage Brandenberger Rossalm; Tirol, Österreich; Talort: Achenkirch, Wildbad Kreuth
Gebirgsgruppe Bayerische Voralpen, Brandenberger Alpen
Geographische Lage: 47° 34′ 53,5″ N, 11° 47′ 58″ OKoordinaten: 47° 34′ 53,5″ N, 11° 47′ 58″ O
Höhenlage 1465 m ü. A.
Gufferthütte (Tirol)
Gufferthütte
Besitzer DAV Sektion Kaufering
Erbaut 1926
Erschließung Forststraße
Beherbergung 20 Betten, 38 Lager
Winterraum Lager
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV

Die Gufferthütte (früher auch Ludwig-Aschenbrenner-Hütte) ist eine auf 1465 Meter Höhe gelegene Alpenvereinshütte in den Brandenberger Alpen in Tirol, auf der Südseite der Blauberge.

Charakteristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grenzmarkierung an der deutsch-österreichischen Staatsgrenze nahe der Bayerischen Wildalm

Die Gufferthütte liegt etwa 600 Meter südlich der deutsch-österreichischen Staatsgrenze und nahe der Bayerischen Wildalm. Die von der Sektion Kaufering des DAV betreute Hütte ist eine Schutzhütte der AV-Hütten-Kategorie I und bietet während der Sommersaison 58 Übernachtungsplätze an, davon 20 Zimmer- und 38 Matratzenlager. Der Winterraum der Hütte umfasst 6 Schlafplätze und ist nur mit einem Alpenvereins-Schlüssel zugänglich. Die Versorgung der Hütte erfolgt über einen Forstweg, der vom Parkplatz Köglboden von der Straße von Achenkirch nach Steinberg am Rofan abzweigt und zunächst durch das Tal des Ampelsbaches, später dann durch das Tal des Filzmoosbaches zur Hütte hinaufführt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gufferthütte wurde von der Sektion München des damaligen DuÖAV errichtet und bei ihrer Einweihung im Juni 1926 nach dem Hausberg der Hütte, dem 2194 m hohen Guffert benannt. Nachdem die Hütte im Frühjahr des Jahres 1957 durch einen Brand zerstört worden war, wurde sie im Folgejahr auf den Grundmauern wieder aufgebaut. 1960 wurde die Hütte von der Sektion München in Ludwig-Aschenbrenner-Hütte umbenannt, um damit die Verdienste ihres Funktionärs Ludwig Aschenbrenner zu würdigen. Nachdem die Hütte 1997 von der Sektion München an die Sektion Kaufering des DAV verkauft worden war, führte diese eine Rückumbenennung durch, so dass die Gufferthütte heute wieder ihren ursprünglichen Namen trägt. Von 1998 bis 2003 erfolgte eine umfassende Renovierung der Hütte durch die neue Eigentümersektion.

Aufstiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegweiserschilder nahe dem Wildalmsattel
Ein ausgesetztes Teilstück des Weges BB1 im Lohgartengraben
  • Von Nordwesten aus dem Kreuther Tal
    • Vom Parkplatz Schwaigeralm (802 m) bei Wildbad Kreuth ostwärts durch das Sagenbach-Tal und die Langenau, am Wegpunkt Steinernes Kreuz (884 m) südwärts umschwenkend in das Tal des Lohgartengrabens hinein, dort auf dem teilweise recht ausgesetzten Wanderweg BB1 zum Weidegebiet der verfallenen Bayrbachalm (1209 m) hinauf und von da ab mit dem Weg BB2 über den Wildalmsattel (1499 m) weiter bis zur Hütte, in 3 Stunden
    • Von Kreuth (787 m) aus über die Jausenstation Siebenhütten (836 m), die Wenigberger Jagdhütte und die Halserspitze (1861 m), in 4 Stunden
    • Vom Parkplatz Schwaigeralm (802 m) bei Wildbad Kreuth aus ostwärts durch das Sagenbach-Tal und die Langenau zur Langenaualm (960 m), dann an der bewirtschafteten Bayralm vorbei und den Langeneckberg großräumig umgehend weiter bis zum Weidegebiet der verfallenen Bayrbachalm (1209 m), von da ab südwärts mit dem Weg BB2 über den Wildalmsattel (1499 m) weiter bis zur Hütte, in 4,5 Stunden
    • Von Kreuth (787 m) aus über die Jausenstation Siebenhütten (836 m), die Wolfsschlucht, die Blaubergalm und die Schönleitenalm (1480 m), in 5 Stunden
    • Von Kreuth (787 m) aus über die Geißalm, den Schildensteinsattel (1530 m) und die Blaubergalm, in 6 Stunden
  • Von Südwesten her aus dem Achental
    • Vom Parkplatz Köglboden (957 m) an der Straße von Achenkirch nach Steinberg durch das Tal des Ampersbachs und das Filzmoosbachtal, in 2¼ Stunden

Benachbarte Hütten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbarhütten der Gufferthütte sind:

Gipfeltouren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige Touren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Etruskische Inschriften, Höhe 1500 m, in ¾ Stunden
  • Abendstein (Kletterfelsen), Höhe 1650 m, in ¾ Stunden

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Alpenvereinshütten Band 1: Ostalpen, Seite 83. Bergverlag Rother GmbH, München 2005. ISBN 3-7633-8073-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]