GNU Guile

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GNU Guile

GNU-Guile-logo.svg
Basisdaten

Maintainer Andy Wingo, Ludovic Courtès
Entwickler GNU-Projekt[1]
Erscheinungsjahr 1993[2]
Aktuelle Version 3.0.8[3]
(11. Februar 2022)
Betriebssystem GNU, GNU/Linux, BSD, MS Windows (via MinGW oder Cygwin)
Programmiersprache C
Kategorie Programmiersprache
Lizenz GPL
gnu.org: guile

Guile, ein Akronym für GNU Ubiquitous Intelligent Language for Extensions, ist die offizielle Erweiterungssprache für das Betriebssystem GNU und wird im Rahmen des GNU-Projekts entwickelt. Guile ist ein Interpreter für die Programmiersprache Scheme, einen Lisp-Dialekt. Die Compiler-Infrastruktur, Bibliotheken und dynamische Programmierumgebung machen Guile zu einer mächtigen Sprache zum Schreiben von Anwendungen. Guile wird als Programmbibliothek implementiert, die in andere Programme – vor allem C- und C++-Programme – eingebunden werden kann, um deren Erweiterbarkeit zu fördern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge von Guile liegen in einer Diskussion, die von Richard Stallman angefangen wurde und die später unter dem Namen „Tcl-Wars“ bekannt geworden ist: Stallman behauptete, dass Tcl nicht leistungsfähig genug sei, um als Erweiterungssprache zu dienen und kündigte die Absicht der Free Software Foundation an, Guile als Erweiterungssprache für das GNU-Projekt zu fördern. Es ist hingegen ein weit verbreitetes Missverständnis, dass Guile als Reaktion auf Tcl geschaffen wurde. Zwar geschah die öffentliche Ankündigung von Guile zur gleichen Zeit wie die „Tcl-Wars“, aber Guile wurde aus einem Zustand heraus geschaffen, der außerhalb der Polemik existierte. Eine gute Einführung in die Entstehungsgeschichte zu GNU Guile findet sich im Reference Manual zu Guile.

Eigenschaften des Guile-Interpreters[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Guile-Interpreter erweitert Scheme unter anderem um folgende Fähigkeiten:

Anders als Scheme selbst ist Guile case sensitive

Projekte, die Guile einsetzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jim Blandy, „Guile: An Interpreter Core for Complete Applications“, Handbook of Programming Languages, Volume IV: Functional and Logic Programming Languages, Peter H. Salus (Herausgeber). 1998 (erste Auflage), Macmillian Technical Publishing; ISBN 1-57870-011-6, S. 87–104.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GNU's programming and extension language. (abgerufen am 28. Juli 2017).
  2. Guile: An Interpreter Core for Complete Applications. S. 102.
  3. GNU Guile 3.0.8 released. 11. Februar 2022.
  4. Joel Brobecker: GDB 7.8 released! 29. Juli 2014, abgerufen am 30. Juli 2014.
  5. Paul Smith: GNU Make 4.0 released. 9. Oktober 2013, abgerufen am 9. Oktober 2013.