Guillestre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Guillestre
Wappen von Guillestre
Guillestre (Frankreich)
Guillestre
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Hautes-Alpes
Arrondissement Briançon
Kanton Guillestre (Hauptort)
Gemeindeverband Communauté de communes du Guillestrois
Koordinaten 44° 40′ N, 6° 39′ OKoordinaten: 44° 40′ N, 6° 39′ O
Höhe 867–2.694 m
Fläche 51,29 km2
Einwohner 2.301 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 45 Einw./km2
Postleitzahl 05600
INSEE-Code

Guillestre ist eine französische Gemeinde mit 2301 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) in den französischen Alpen im Département Hautes-Alpes.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guillestre liegt auf einem rund 1000 m hohen Plateau oberhalb der Schlucht des Flusses Guil, der wenige km unterhalb in die Durance mündet. Es liegt an der Route des Grandes Alpes und ist Ausgangspunkt für Fahrten zu den Alpenpässen Col de Vars, Col d’Izoard und Col Agnel. Teile des Gemeindegebietes gehört zum Regionalen Naturpark Queyras. Die Lage des Ortes bietet zudem einen leichten Zugang zu mehreren Skigebieten, beispielsweise in Risoul, Vars oder Queyras. Auch der Ort Mont-Dauphin (der zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört) befindet sich im Umfeld.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guillestre wurde im 12. Jahrhundert als Besitz der Bischöfe von Embrun erstmals urkundlich erwähnt.[2] Es blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück und war durch seine Lage im Grenzgebiet zu Italien von den italienisch-französischen Kriegen betroffen. Daher verfügte der Ort auch über eine Festungsanlage, und noch heute erinnern die Stadttore an diese Zeiten. Während der Religionskriege wurde Guillestre am 5. September 1587 durch den protestantischen Heerführer François de Bonne, duc de Lesdiguières angegriffen.[3] Am 30. Juli 1692 eroberte Viktor Amadeus II. von Savoyen die Stadt nach einer drei Tage dauernden Belagerung.[4]

Blick vom Mont Cugulet auf Guillestre
Place du Général Albert in Guillestre

Bürgermeister ist Bernard Leterrier; seine Amtszeit wurde 2014 verlängert und endet 2020. Er ist Nachfolger von Armand Jallut, der das Amt von 2001 bis März 2008 bekleidet hatte. Guillestre lebt als Mittelzentrum für die umliegenden Ferienorte hauptsächlich vom Sommer- und Wintertourismus.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kapelle Saint-Guillaume wurde im 11. Jahrhundert errichtet. Der „Tour d’Eygliers“ ist Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigungen und überblickt die Altstadt. Die Stadtkirche „Notre-Dame d’Aquilon“ wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut und wird am nördlichen Portal von zwei liegenden Löwen verziert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Guillestre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Le Patrimoine de Guillestre auf ville-guillestre.fr, abgerufen am 20. Februar 2015.
  2. Joseph Hyppolyte Roman: Dictionnaire topographique du département des Hautes-Alpes. Imprimerie Nationale, Paris, 1884, S. 78 (französisch, online auf BNF [abgerufen am 20. Februar 2015]).
  3. De 1500 a 1789 auf queyras.aparcourir.com, abgerufen am 20. Februar 2015. (PDF)
  4. Geoffrey Symcox: Victor Amadeus II. Absolutism in the Savoyard State, 1675–1730. University of California Press, Berkeley 1983, ISBN 0-520-04974-8, S. 111. (online)