Gumbrechtshoffen

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Gumbrechtshoffen
Wappen von Gumbrechtshoffen
Gumbrechtshoffen (Frankreich)
Gumbrechtshoffen
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Haguenau-Wissembourg
Kanton Reichshoffen
Gemeindeverband Communauté de communes du Pays de Niederbronn-les-Bains
Koordinaten 48° 54′ N, 7° 38′ OKoordinaten: 48° 54′ N, 7° 38′ O
Höhe 167–271 m
Fläche 5,74 km²
Einwohner 1.139 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 198 Einw./km²
Postleitzahl 67110
INSEE-Code

Gumbrechtshoffen (deutsch: Gumprechtshofen, elsässisch Gumbertshoffe) ist eine französische Gemeinde mit 1139 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gumbrechtshoffen liegt auf einer Höhe von 180 Metern über dem Meer an der Nördlichen Zinsel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes liegt aus dem Jahr 1109 vor. Die Herrschaft Lichtenberg kaufte das Dorf Gumbrechtshofen 1332 von den Grafen von Ötingen.[1] Durch Gebietserwerb im 14. Jahrhundert mussten zu Beginn des 15. Jahrhunderts die zu umfangreich gewordenen Ämter Ingweiler und Buchsweiler der Herrschaft Lichtenberg neu organisiert werden. Dabei wurde unter anderem das Amt Pfaffenhofen ausgegliedert und verselbständigt, zu dem auch Gumbrechtshofen gehörte.[2]

Anna von Lichtenberg (* 1442; † 1474), eine der beiden Erbtöchter Ludwigs V. von Lichtenberg (* 1417; † 1474) heiratete 1458 den Grafen Philipp I. den Älteren von Hanau-Babenhausen (* 1417; † 1480), der eine kleine Sekundogenitur aus dem Bestand der Grafschaft Hanau erhalten hatte, um heiraten zu können. Durch die Heirat entstand die Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Nach dem Tod des letzten Lichtenbergers, Jakob von Lichtenberg, eines Onkels von Anna, erhielt Philipp I. d. Ä. 1480 die Hälfte der Herrschaft Lichtenberg. Zu dieser Hälfte gehörte auch das Amt Pfaffenhofen mit Gumbrechtshofen.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg (1514–1590) führte nach seinem Regierungsantritt 1538 die Reformation in seiner Grafschaft konsequent durch, die nun lutherisch wurde.

Durch die Reunionspolitik Frankreichs fielen 1680 erhebliche der im Elsass gelegenen Teile der Grafschaft Hanau-Lichtenberg unter die Oberhoheit Frankreichs. Dazu zählte auch das Amt Pfaffenhofen. 1709 kam das Dorf Gumprechtshofen zu Leiningen[3] und schied damit aus der Grafschaft Hanau-Lichtenberg aus.

Bis 1945 gab es zwei eigenständige Orte, Ober- und Niedergumbrechtshoffen, die zum 1. September 1945 zusammengeschlossen wurden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Population - Municipality code 67174.svg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Eyer: Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts = Schriften der Erwin von Steinbach-Stiftung 10. 2. Aufl. Bad Neustadt an der Saale 1985 [Nachdruck des Werks von 1938]. ISBN 3-922923-31-3
  • Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
  • Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gumbrechtshoffen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eyer, S. 61.
  2. Eyer, S. 238.
  3. Knöpp, S. 14; Matt, S. 7.