Gummo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher TitelGummo
OriginaltitelGummo
ProduktionslandUSA
Originalspracheenglisch
Erscheinungsjahr1997
Länge95 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieHarmony Korine
DrehbuchHarmony Korine
ProduktionCary Wood
MusikRandall Poster
KameraJean-Yves Escoffier
SchnittChristopher Tellefsen
Besetzung

Gummo ist ein umstrittener US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1997.

Das Örtchen Xenia (Ohio) wurde 1974 von einem Tornado verwüstet. Dieses Ereignis lähmt die Bevölkerung und führt gerade unter Jugendlichen zu extremen Reaktionen. Unfähig, die Situation emotional zu überstehen und gelangweilt von dem sich ihnen bietenden Leben, kanalisieren sie ihre emotionale Instabilität durch Schnüffeln von Klebstoff sowie die Misshandlung von Katzen und anderer Kinder.

Auf eine Handlung im üblichen Sinn wurde verzichtet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film verwendet verschiedenartige Aufnahmetechniken, die scheinbar zufällig eingesetzt werden. Daneben werden schockierende und provokative Szenen in einer Selbstverständlichkeit und Beiläufigkeit gezeigt, die die Verrohung und „Degeneration“ der Jugendlichen betont.

Wie in dem Film Kids, der ebenfalls auf einem Drehbuch von Harmony Korine beruht, hatten die meisten Darsteller wenig oder keine Schauspielerfahrung. Chloë Sevigny entwarf für den Film ihres damaligen Freundes Korine zusätzlich die Kostüme.

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmmusik stammt hauptsächlich von Bands aus der Metal-Subkultur; vertreten sind unter anderem Bathory mit dem Lied Equimanthorn, Sleep mit dem Song Dragonaut, Mystifier, The Electric Hellfire Club, Absu, Burzum und Nifelheim. Einige Stücke wurden exklusiv für den Film aufgenommen oder editiert.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gummo erntete sowohl exzellente als auch extrem schlechte Kritiken. Er wurde mit mehreren Filmpreisen ausgezeichnet, darunter dem FIPRESCI-Preis bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig.

Viele Kritiker hingegen waren der Auffassung, die Erbärmlichkeit und Tristesse würden eher ausgestellt, als dass sie zum Thema gemacht würden (Lexikon des internationalen Films[1]). Der Film sei ein zynischer Versuch, „sozial degenerierten White trash“ vorzuführen, statt sich mit ihm auseinanderzusetzen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gummo. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 27. Mai 2017.