Gundelsheim (Oberfranken)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gundelsheim
Gundelsheim (Oberfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gundelsheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 56′ N, 10° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 249 m ü. NHN
Fläche: 3,78 km²
Einwohner: 3367 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 891 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96163
Vorwahl: 0951
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 137
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Gundelsheim
Karmelitenstr. 11
96163 Gundelsheim
Webpräsenz: www.gemeinde-gundelsheim.de
Bürgermeister: Jonas Merzbacher (SPD)
Lage der Gemeinde Gundelsheim im Landkreis Bamberg
Landkreis Haßberge Landkreis Schweinfurt Landkreis Kitzingen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Pommersfelden Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Coburg Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Forchheim Zückshuter Forst Winkelhofer Forst Steinachsrangen Semberg Lindach (gemeindefreies Gebiet) Koppenwinder Forst Hauptsmoorwald Geisberger Forst Eichwald (Oberbayern) Ebracher Forst Ebracher Forst Walsdorf (Oberfranken) Rattelsdorf Baunach Reckendorf Lauter (Oberfranken) Gerach (Oberfranken) Gundelsheim (Oberfranken) Hallstadt Schlüsselfeld Zapfendorf Wattendorf Viereth-Trunstadt Strullendorf Stegaurach Stadelhofen Schönbrunn im Steigerwald Scheßlitz Priesendorf Pommersfelden Pommersfelden Pettstadt Oberhaid (Oberfranken) Litzendorf Lisberg Königsfeld (Oberfranken) Kemmern Hirschaid Frensdorf Ebrach Buttenheim Burgwindheim Burgebrach Breitengüßbach Bischberg Altendorf (Landkreis Bamberg) MemmelsdorfKarte
Über dieses Bild

Gundelsheim ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gundelsheim liegt in der Region Oberfranken-West. Die Gemeinde befindet sich rund sieben Kilometer nördlich von Bamberg am Kreuz Bamberg, dem Kreuzungspunkt der Autobahnen A 70 und A 73.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt nur die Gemarkung und den Gemeindeteil Gundelsheim.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Memmelsdorf, Bamberg und Hallstadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gundelsheim gehörte zum Hochstift Bamberg und ab 1500 auch zum Fränkischen Reichskreis. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[2] Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1962 wurde in Gundelsheim die Kirche Sieben Schmerzen Mariä errichtet.

Am 1. Juli 1972 wurde der Ortsteil Hirschknock an Bamberg abgetreten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1335
  • 1987: 2755
  • 2000: 3339
  • 2007: 3293
  • 2014: 3363

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner von Gundelsheim sind zu 68,8 % römisch-katholisch und zu 18,9 % evangelisch. 12,3 % haben eine andere Religion oder sind konfessionslos.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2008 Jonas Merzbacher (SPD). Mit 24 Jahren war er zum Amtsantritt der zweitjüngste Bürgermeister Deutschlands. Er gewann 2008 in der Stichwahl mit 68,23 % der Stimmen gegen Norbert Mittmann (Freie Wählergemeinschaft) und wurde 2014 im ersten Wahlgang mit 70,97 % bei einem Gegenkandidaten im Amt bestätigt. Merzbachers Vorgänger war Hans-Jürgen Grieger (CSU). Dieser wiederum wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Gerhard Dorsch (Bürgergemeinschaft). Zweiter Bürgermeister ist Robert Martin (Bürgergemeinschaft).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht in der Wahlperiode 2014–2020 aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften (in Klammern 2008–2014):

  • SPD 5 (4) Sitze
  • CSU 5 (4) Sitze
  • Bürgergemeinschaft 3 (4) Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft 1 (2) Sitz(e)
  • Grüne/Frischer Wind 2 (2) Sitze[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Gundelsheim (Oberfranken)

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gundelsheim gibt es einen Kindergarten mit 125 Plätzen und die Volksschule mit neun Lehrern und 136 Schülern. Die Kindertagesstätte St. Marien bietet den Kindern eine Betreuung in vier Gruppen, davon eine Krippengruppe für Kinder im Alter von acht Wochen bis drei Jahren und drei Gruppen für Kinder von zwei bis sechs Jahren.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacobus Beck, O. Carm. (* 9. März 1905 in Hartenreuth; † 8. Mai 1967 in Bamberg), langjähriger Pfarrer in Gundelsheim. Exprovinzial, Erzbischöflicher Geistlicher Rat, Direktor des Spätberufenengymnasiums Theresianums am Karmelitenkloster in Bamberg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.565.000 Euro, davon waren umgerechnet 232.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 101 und im Bereich Handel und Verkehr 29 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 68 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1149. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 drei landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 23 Hektar, davon waren 21 Hektar Ackerfläche und drei Hektar Dauergrünfläche.

Brauereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gundelsheim gibt es keine Brauerei mehr. Die letzte war die Brauerei Leicht, die 1959 schloss.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gundelsheim besaß einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Bamberg–Scheßlitz, die allerdings 1985 (Personenverkehr) und 1988 (Güterverkehr) stillgelegt und anschließend demontiert wurde. Der Ort besitzt einen Stadtbusanschluss der Stadtwerke Bamberg.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  3. Statistik Religionszugehörigkeit
  4. http://www.gemeinde-gundelsheim.de/uploads/media/Vorl_Ergebnis_der_Kommunalwahl_2014.pdf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gundelsheim (Oberfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien