Gundersleben

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Gundersleben
Stadt Ebeleben
Koordinaten: 51° 18′ 1″ N, 10° 46′ 18″ O
Höhe: 283 (280–290) m ü. NN
Einwohner: 139 (8. Nov. 2017)
Eingemeindung: 29. Dezember 1995
Postleitzahl: 99713
Vorwahl: 036020
Dorfkirche
Dorfkirche

Gundersleben ist ein Ortsteil der Stadt Ebeleben im südwestlichen Teil des thüringischen Kyffhäuserkreises.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Gundersleben befindet sich im südwestlichen Teil des Landkreises, etwa zehn Kilometer (Luftlinie) südwestlich der Kreisstadt Sondershausen und zwei Kilometer östlich von der Kernstadt Ebeleben. Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 249.

Als höchste Erhebung gilt der Gänseberg (300,6 m ü. NN), erwähnenswert sind auch der Kleine Weinberg (299,7 m ü. NN) und der Körnersberg (290,6 m ü. NN).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gundersleben wurde bereits in einer Urkunde von Ludwig dem Frommen als Gundersleba genannt. Darin überweiste er den Zehnt von 160 Thüringer Dörfern an das Stift Fulda.[1] Eine weitere urkundliche Erwähnung erfolgte am 19. Februar 1046 in einer in Wallhausen ausgestellten Urkunde des Königs Heinrich III., in der er die Schenkung verschiedener Güter des Markgrafen Ekkehard II. von Meißen, darunter auch Gundereslebo, an die Abtei Gernrode bestätigt, deren Besitz noch im 13. Jahrhundert nachweisbar ist.[2]

Im Jahr 1250 war Albrecht von Gundersleben einer der Räte des Landgrafen Heinrichs III.[3]

Bis 1574 hatte Gundersleben einen eigenen Pfarrer und wurde danach Filialgemeinde von Rockstedt.[1]

Ab dem Jahr 1584 gehörte der Ort für längere Zeit zum Amt Straußberg, bis 1836 zum Amt Schernberg.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Gundersleben lag an der Bahnstrecke Hohenebra–Ebeleben. Hier verkehren nur noch Güterzüge.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Friedrich Apfelstedt: Heimathskunde für die Bewohner des Fürstenthums Schwarzburg-Sondershausen. Erstes Heft. Sondershausen 1854, S. 167.
  2. König Heinrich III. bestätigt Schenkung des Markgrafen Ekkehard über Güter in Gundersleben, Westerhausen, Mordorf u. a. O. an die Abtei Gernrode. In: Codex diplomaticus Saxoniae regiae. Nr. 100. Abgerufen am 6. November 2012.
  3. Friedrich Apfelstedt: Heimathskunde für die Bewohner des Fürstenthums Schwarzburg-Sondershausen. Erstes Heft. Sondershausen 1854, S. 167.
  4. Dehio, Georg, bearbeitet von Stephanie Eißling, Franz Jäger und anderen Fachkollegen: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Thüringen. Deutscher Kunstverlag, 2003, ISBN 3-422-03095-6, S. 555.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gundersleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien