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Gunter Gerlach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Gunter Gerlach (* 26. Dezember 1941 in Leipzig; † 19. Oktober 2025 in Hamburg)[1] war ein deutscher Schriftsteller; Autor von Hörspielen, Hörfunkserien, Kurzprosa, Krimis und Romanen.

Gunter Gerlach war gelernter Elektromechaniker. Er absolvierte von 1961 bis 1967 eine Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. 1965 gründete er mit Dieter Glasmacher und Werner Nöfer u. a. die Künstlergruppe Cruizin 4 (Syndikat für Kunstbetrieb),[2] von 1980 bis 1983 der Hamburger Künstlergruppe E & A sowie ab 1986 der Autorengruppe PENG. 1999 gehörte er zu den Unterzeichnern des literarischen Manifests Hamburger Dogma.

Gunter Gerlach war als Künstler vor allem auf den Gebieten Performance und visuelle Poesie tätig. Er stellte unter anderem einen Weltrekord im Dauermalen auf.[3] Seit den 1980er Jahren schrieb er vor allem Prosatexte. Nach surrealistischen Anfängen verlegte er sich in den 1990er Jahren auf das Verfassen von Kriminalromanen. Gerlach erhielt 2011 ein Aufenthaltsstipendium der Künstlerresidenz Chretzeturm, Stein am Rhein.

Gunter Gerlach gehörte dem Verband Deutscher Schriftsteller und der Autorenvereinigung Das Syndikat an.

Im Sommer 2021 wurde bekannt, dass Gunter Gerlach seit geraumer Zeit an Demenz erkrankt war.[4] Um seine Arbeit zu würdigen, gab Lou A. Probsthayn unter dem Titel Ein falsches Wort und du bist tot eine Sammlung mit 33 Kurzgeschichten von Gunter Gerlach heraus.

Einzelnachweise

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  1. Regula Venske: Nachruf auf Gunter Gerlach. In: Syndikat e. V. 1. November 2025, abgerufen am 5. November 2025.
  2. Bücherhallen Hamburg Kurzbiografie Gunter Gerlach (Memento vom 18. Mai 2015 im Internet Archive)
  3. Siehe Vita-Bemerkungen in "PENG - Autorengruppe", München 1995 (Dolphin Seas Art), S. 58
  4. Volker Albers: Hamburger Autor Gunter Gerlach: Buchprojekt aus traurigem Anlass. In: Hamburger Abendblatt. 15. Juni 2021, abgerufen am 27. Juni 2021.