Gurro

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Gurro
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Gurro (Italien)
Gurro
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten 46° 4′ N, 8° 42′ OKoordinaten: 46° 4′ 0″ N, 8° 42′ 0″ O
Höhe 810 m s.l.m.
Fläche 13 km²
Einwohner 218 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 17 Einw./km²
Postleitzahl 28828
Vorwahl 0323
ISTAT-Nummer 103036
Volksbezeichnung gurresi
Schutzpatron Mariä Geburt (8. September)
Website Gurro
Gurro
Zentrum Gurro

Gurro ist eine Gemeinde in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB) in der Region Piemont.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich im oberen Valle Cannobina. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 13 km². Die Nachbargemeinden sind Cavaglio-Spoccia, Cursolo-Orasso, Falmenta und Miazzina.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Ortschaft Mergugno (ein Weiler von Gurro) befindet sich eine Nekropolis aus der Römerzeit, die im Jahr 1837 entdeckt wurde; bei Ausgrabungen wurden Gräber, Münzen und Werkzeuge gefunden.

Schottische Spuren im Dorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Art und Weise der Kleidung, die Bräuche und Studien der Sprachwissenschaft im lokalen Dialekt zeugen von einer gewissen Affinität zwischen der Bevölkerung von Gurro und der von Schottland. Mehrere Dokumente aus dem 16. Jahrhundert erzählen, dass nach der Schlacht von Pavia 1525 zwischen Franz I. und Karl V. (HRR) einige schottische Söldner, die nicht nach Hause zurückkehren konnten, Zuflucht im Dorf Gurro gefunden haben. Der Grund für ihre Wahl war, dass die Soldaten in Gurro ähnliche Lebensbedingungen wie in den schottischen Highlands vorfanden[2][3].

Die Zeugnisse für die Tradition der Gründung des Dorfes sind zahlreich, dazu gehören u. a.:

  • Das schöne, für Frauen typische Kostüm, bestehend aus 14 Meter langem Stoff, in dem der Unterrock aus schottischem Stoff und feiner Verarbeitung gefertigt ist.
  • Die engen Gassen des Dorfes und die alten Häuser in einem Stil, der in keinem anderen Dorf im Tal zu finden ist.
  • Die tragende Struktur der Wände, die den Umfang bilden, besteht aus Holz, das von einem Rechteck gebildet wird und von einem Andreaskreuz geschnitten wird.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1861 1871 1881 1901 1921 1931 1951 1971 1991 2001 2011 2017 2018
Einwohner 713 779 882 988 1042 947 818 627 466 310 247 213 218

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verschiedene Autoren: Comuni della Provincia del Verbano-Cusio-Ossola. Consiglio Regionale del Piemonte, Chieri 2012, ISBN 9788896074503.
  • Verschiedene Autoren: Il Piemonte paese per paese. Bonechi Editore, Firenze 1996, ISBN 88-8029-156-4.
Pfarrkirche Natività di Maria

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gurro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Gurro (italienisch) auf tuttitalia.it
  • Gurro (italienisch) auf comuni-italiani.it
  • Gurro (italienisch) auf piemonte.indettaglio.it/ita/comuni

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. BBC, The Italian village that takes after Scotland, 10. November 2017
  3. DAV Panorama, Das letzte Paradies? Wandern im Nationalpark Val Grande, 18. Dezember 2018