Gusel Jachina

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Gusel Jachina während einer Buchlesung in Dresden 2020

Gusel Jachina (* 1. Juni 1977 in Kasan) (auch Guzel Shamilevna Yakhina, russisch Гузель Шамильевна Яхина, Betonung: Guzél Shamílevna Yákhina, tatarisch Гүзәл Шамил кызы Яхина) ist eine russische Schriftstellerin und Filmemacherin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jachinas Mutter ist Ärztin, ihr Vater Ingenieur. In der Familie sprach sie nur Tatarisch. Die russische Sprache lernte sie erst mit zwölf Jahren nach dem Umzug 1999 nach Moskau im Kindergarten.[1] Sie ging in Moskau an des Lyzeum für Physik und Mathematik und an eine Kunstschule. Anschließend trat Jachina in die Fußstapfen ihrer Großeltern, die Lehrer waren, und studierte an der Kasaner Tatarischen Staatlichen Geisteswissenschaftlich-Pädagogischen Universität Germanistik und Anglistik auf Lehramt. Im Jahre 2015 beendete sie ihre Ausbildung an der staatlichen Moskauer Filmhochschule, Gerassimow-Institut für Kinematographie mit dem Diplom. Nach ihrer Ausbildung arbeitete Jachina zunächst in der Werbung, begann aber schon erste Artikel in den russischen Zeitschriften Newa und Oktjabr zu veröffentlichen. Teile ihres Romans Suleika öffnet ihre Augen erschienen im Journal Sibirskije Ogni.[2]

Jachina ist verheiratet mit einem Moskauer Unternehmer und hat eine Tochter. Sie lebt mit ihrer Familie in Moskau.[3]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jachinas Debütroman erzählt von ihrer tatarischen Großmutter, die 1930 in Rahmen des Kulaken-Programms nach Ost-Sibirien deportiert wurde. In dem Arbeitslager an der Angara sollten die Kulaken langsam aussterben. Sie bekommt ein noch während der Ehe gezeugtes Kind. Nach vier im Säuglingsalter gestorbenen Kindern zieht sie es groß und beginnt im Lager eine Liebesbeziehung mit dem Mörder ihres Mannes.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Wo vielleicht das Leben wartet", Aufbau Verlag, 2022
  • Wolgakinder, Aufbau Verlag, 2019
  • Suleika öffnet die Augen, Aufbau Verlag, 2017
  • Schweipolt – Eine Winter-Tragödie, (Erstausgabe), Katzengraben-Presse Berlin-Köpenick 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Guzel Yakhina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Гузель Яхина: «Дружбы, которые завязывались в ссылке, были больше, чем родственные узы» — публикации и статьи журнала STORY. In: story.ru. Abgerufen am 7. Juni 2022 (russisch).
  2. Alexandra Guzeva: 3 major Russian books of 2015 - Russia Beyond. In: rbth.com. 12. Dezember 2015, abgerufen am 7. Juni 2022 (englisch).
  3. Гузель Яхина – биография писательницы, фото, личная жизнь, творчество 2022. In: uznayvse.ru. Abgerufen am 7. Juni 2022 (russisch).
  4. NZZ: Gusel Jachinas fesselnder Roman – Stalin überleben vom 22. Februar 2017, aufgerufen am 11. März 2017