Gusow-Platkow

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gusow-Platkow
Gusow-Platkow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gusow-Platkow hervorgehoben
Koordinaten: 52° 35′ N, 14° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Amt: Neuhardenberg
Höhe: 10 m ü. NHN
Fläche: 38,04 km2
Einwohner: 1294 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15306
Vorwahl: 03346
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 190
Adresse der Amtsverwaltung: Karl-Marx-Allee 72
15320 Neuhardenberg
Bürgermeister: Karlheinz Klein (Feuerwehrgruppe Gusow-Platkow)
Lage der Gemeinde Gusow-Platkow im Landkreis Märkisch-Oderland
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Über dieses Bild
Evangelische Kirche Platkow als Ruine, 1974
„Derfflinger-Eiche“ auf der Grenze zwischen Gusow und Werbig

Gusow-Platkow [ˈguːzoː ˈplatkoː] ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg). Sie wird vom Amt Neuhardenberg verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gusow-Platkow liegt im südöstlichen und östlichen Teil des Amtsgebietes des Amtes Neuhardenberg. Die Gemeinde grenzt im Norden und Nordosten an die amtsfreie Gemeinde Letschin, im Osten und Südosten an die amtsfreie Stadt Seelow, im Südwesten an die Gemeinde Vierlinden (Amt Seelow-Land), im Westen und Nordwesten an die Gemeinde Neuhardenberg (Amt Neuhardenberg).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrer Hauptsatzung gliedert sich die Gemeinde in die Ortsteile[2]:

  • Gusow mit dem bewohnten Gemeindeteil Karlshof und dem Wohnplatz Gusower Loose[3]
  • Platkow mit dem bewohnten Gemeindeteil Neuhof und den Wohnplätzen Paschenbrück und Platkower Loose[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Gusow-Platkow entstand am 31. Dezember 1997 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Gusow und Platkow.[4]

Platkow ist eines der ältesten Dörfer im Landkreis Märkisch-Oderland und wurde im Jahr 1229 erstmals urkundlich erwähnt. Die Rittergüter von Gusow und Platkow wurden 1448 durch das märkische Adelsgeschlecht von Schapelow erworben und gingen 1649 in den Besitz des brandenburgischen Generalfeldmarschalls Georg von Derfflinger über. 1745 gingen die Güter an die Podewilssche Herrschaft.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Gusow Platkow Jahr Gusow-
Platkow
Jahr Gusow-
Platkow
1875 2 041 1 348 1997 1 427 2015 1 222
1910 1 728 966 2000 1 416 2016 1 243
1939 1 417 903 2005 1 406 2017 1 294
1946 1 549 977 2010 1 282
1950 1 795 1 024 2011 1 233
1971 1 341 732 2012 1 230
1990 1 012 598 2013 1 202
1995 922 538 2014 1 193
1996 915 537

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[5][6][7]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Gusow-Platkow besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[8]

  • Feuerwehrgruppe Gusow-Platkow 5 Sitze
  • Dorfclub 1961 2 Sitze
  • SV Preussen Gusow 24 1 Sitz
  • Geschichtsfreunde 1 Sitz
  • Frauensportgruppe Gusow 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit 1998 Karlheinz Klein[9]

Klein wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 ohne Gegenkandidat mit 94,4 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[10] in seinem Amt bestätigt.[11]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau durch einen silbernen Wellenbalken geteilten Schildfuß, in Gold eine schwarze Eiche mit 13 grünen Blättern und zwei Früchten, deren Stamm von einer silbernen Blitzrinne gespalten ist; begleitet rechts von einem Bündel mit sieben durchbrochenen schwarzen Kornhalmen, links von einer grünen Tabakstaude mit zwei Blattpaaren und einem Blütenstand mit 6 roten Blüten.“[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Gusow-Platkow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

  • Schloss Gusow mit Museum, in dem Zinnfiguren Einblicke in die brandenburg-preußische und deutsche Geschichte geben.
  • Derfflinger-Eiche mit einem Brusthöhenumfang von 7,90 m (2016).[12]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 167 zwischen Wriezen und Seelow.

Der Bahnhof Seelow-Gusow liegt an der Bahnstrecke Berlin–Küstrin, der von der Regionalbahnlinie RB 26 (Berlin OstkreuzKostrzyn) angefahren wird. .

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Historischer Führer – Stätten und Denkmale der Geschichte in den Bezirken Potsdam, Frankfurt (Oder), Urania Verlag Leipzig-Jena-Berlin, 1. Auflage 1987, Seite 319.
  • Horst Baltzer: Familienbuch Gusow-Platkow, ca. 1650–1915 (Landkreis Märkisch-Oderland). 2 Bände. Leipzig: AMF 2016 (= Mitteldeutsche Ortsfamilienbücher der AMF 93)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gusow-Platkow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2017 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. a b Hauptsatzung der Gemeinde Gusow-Platkow vom 2. Februar 2009 Dokument@1@2Vorlage:Toter Link/daten.verwaltungsportal.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. a b Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Gemeinde Gusow-Platkow
  4. Bildung einer neuen Gemeinde Gusow-Platkow. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 21. Oktober 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 8. Jahrgang, Nummer 45, 14. November 1997, S. 926.
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 22–25
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  8. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  9. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Märkisch Oderland (Memento des Originals vom 1. April 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen.brandenburg.de
  10. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  12. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017