Gustaf Norén

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Gustaf Norén 2014

Erik Gustaf David Norén (* 1. Februar 1981 in Borlänge) ist ein schwedischer Musiker (Gesang, Gitarre). Er war einer der beiden Frontleute der Rockband Mando Diao.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erik Gustaf David Norén wurde 1981 als Sohn von Jan Norén und Kerstin Bengtsson-Norén in Borlänge (Schweden) geboren. Er hat zwei jüngere Brüder, Victor und Carl, und eine jüngere Schwester, Josefine.

Norén beschreibt das ländliche Umfeld seiner Kindheit als sorglos und kreativ. Seine musikalische Begabung genauso wie sein Hang zum Schauspiel zeigten sich schon sehr früh in der Schule. Laut seiner Mutter schlüpfte er ständig in andere Rollen.

Während Gustafs Kindheit und Teenagerjahren spielte Fußball eine große Rolle. Wie andere Mitglieder von Mando Diao war er ein Fan des IK Brage (Borlänge), dem örtlichen Fußballclub mit Wurzeln in der Arbeiterschicht. In der Schule war Rockmusik nach Fußball das wichtigste Thema. Die Musik der 1960er Jahre, besonders die Beatles, waren Norén bevorzugte Musik. Neuere Bands wie Nirvana und später ab 1995 Britpopgruppen wie Oasis oder Blur erweiterten die Liste seiner Lieblinggruppen.[1]

1996 traf Norén Björn Dixgård auf einer Party. Wenig später lud Dixgård ihn ein, Mitglied seiner Band zu werden; sie wurden die beiden Frontmänner von Butler, der Band, die Björn Dixgård gemeinsam mit Daniel Haglund, dem späteren Keyboarder von Mando Diao, gegründet hatte. Jan Norén, Gustafs Vater, spielte für einige Zeit ebenfalls in der Band mit.[2]

1997 wurde der Name Butler in Mando Jao umgeändert. Erzählungen zufolge hatte Dixgård einen Traum, in dem ihm ein alter Mann erschien und ihm die beiden Worte zurief. Die Band fand Gefallen an dem Namen, und er wurde übernommen. Norén verließ die Band 1998 für kurze Zeit, da er nach Falun übersiedelte und sich von seinen Freunden entfremdete; er kam bald zurück.[3]

1999 wurde der Bandname wieder geändert, diesmal in Mando Diao, da die Band sicher war, so eine bessere englische Aussprache bieten zu können. Zu dieser Zeit waren Björn Dixgård, Gustaf Norén, Daniel Haglund und Carl-Johan Fogelklou Bandmitglieder. Im selben Jahr kam Samuel Giers als Schlagzeuger zur Band. Daniel Haglund verließ die Band 2004 und wurde durch Mats Björke ersetzt.

Zuerst noch in Bars und kleinen Veranstaltungsorten in Schweden unterwegs, folgten bald Auftritte in anderen europäischen Ländern sowie den USA und Japan. Jedes Album, das veröffentlicht wurde, wurde ein größerer Erfolg als das vorherige. Heute ist Mando Diao eine der bekanntesten schwedischen Bands.

2006 wurde Norén in die Liste der 100 sexiesten Männer Schwedens gewählt.[4]

Im Jahr 2008 traten Gustaf Norén und Björn Dixgård dem Künstlernetzwerk Caligola bei; 2012 kam als erste Veröffentlichung des Musikprojekts das Album Back To Earth auf den Markt.

Hauptartikel: Caligola (Musikprojekt)

Der größte Erfolg im Heimatland Schweden gelang Björn Dixgård und Gustaf Norén 2012 mit dem Album Infruset, einer Vertonung von Gedichten des schwedischen Lyrikers Gustaf Fröding. Norén wurde anlässlich des 100. Todesjahres des Dichters 2011 um die Vertonung eines Gedichtes gebeten, daraus wurde in Bandprojekt im Umfang von zehn vertonten Gedichten.

2009 hatte Gustaf Norén sein Debüt als Schauspieler in dem schwedischen Kurzfilm Ingen kom ner.[5]

Am 3. Juni 2015 trennten sich Gustaf Norén und Mando Diao.[6]

Mit seinem Musikprojekt MA beginnt Gustaf ein neues Kapitel - seine Musik ist frei für jeden auf Soundcloud verfügbar; sein neuer Song "Ma Queen Of Everything" wurde mit einem mobilen Tonstudio in der Natur aufgenommen und am 19. September 2015 veröffentlicht.[7][8]

Am 12. November 2015 feierte der schwedische Film She´s Wild Again Tonight von Fia-Stine Sandlund beim Stockholm Film Festival Premiere, in dem Gustaf Norén und die schwedische Schauspielerin Shima Niavarani die Hauptrollen in einer Adaption von August Strindbergs Stück Fröken Julie spielen.[9][10]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mando Diao[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Mando Diao/Diskografie

Caligola[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Caligola (Musikprojekt)
  • 2012 Back To Earth
  • 2012 Resurrection

MA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015 Ma Queen Of Everything

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingen kom ner (2009)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingen kom ner ist ein schwedischer Kurzfilm, der eine Horrorgeschichte erzählt; der Film hatte am 23. Januar 2009 beim Gothenburg Film Festival Premiere und am 18. April 2009 unter dem Titel No Come Down beim Arizona International Film Festival. Regie führte Torbjörn Martin, das Drehbuch lieferten John Boisen, Björn Fävremark und Torbjörn Martin. Gustaf Norén ist in der Rolle des Thomas zu sehen.[11]

She´s Wild Again Tonight (2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film She´s Wild Again Tonight der schwedischen Regisseurin Fia-Stina Sandlund stellt den dritten Teil einer Trilogie dar, deren erster und zweiter Teil She´s Blonde Like Me (2011) und She´s Staging It (2012) sind.

Josefine Adolfsson und Fia-Stina Sandlund lieferten das Drehbuch. Die Geschichte ist eine Adaption von August Strindbergs Stück Fröken Julie aus dem Jahr 1888; Gustaf Norén und Schauspielkollegin Shima Niavarani verkörpern ihre eigenen fiktionalisierten Personen. Die Handlung ist in Brooklyn angesiedelt, wo Gustaf und Shima gemeinsam mit ihrem Regisseur, dargestellt von John Coombs, das feministische Stück "Fröken Julie" erarbeiten. Der Film umfasst eine intensive Geschichte vom beruflichen und privaten Verhältnis der beiden Charaktere, von Feminismus und von der männlichen und weiblichen Rollenverteilung in der Gesellschaft.[12][13][14]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.weltbild.at/3/15943480-1/buch/suesse-rebellen-die-mando-diao-story.html
  2. http://www.weltbild.at/3/15943480-1/buch/suesse-rebellen-die-mando-diao-story.html
  3. http://www.weltbild.at/3/15943480-1/buch/suesse-rebellen-die-mando-diao-story.html
  4. aftonbladet.se
  5. http://www.imdb.com/title/tt1410237/
  6. http://www.aftonbladet.se/nojesbladet/musik/rockbjornen/article20903368.ab
  7. https://soundcloud.com/mamusicmagod/ma-queen-of-everything
  8. http://www.vf.se/nyheter/torsby/en-rockstjarna-som-musiklarare
  9. http://www.stockholmfilmfestival.se/en/festival/2015/film/shes_wild_again_tonight
  10. http://www.sfi.se/sv/svensk-filmdatabas/Item/?type=MOVIE&itemid=75278
  11. http://www.imdb.com/title/tt1410237/?ref_=ttexst_ql
  12. http://www.sfi.se/sv/svensk-filmdatabas/Item/?type=MOVIE&itemid=75278
  13. http://www.imdb.com/title/tt5137556/
  14. http://www.stockholmfilmfestival.se/en/festival/2015/film/shes_wild_again_tonight