Gustav Jahn (Richter)

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Gustav Jahn

Gustav Jahn (* 26. September 1862 in Neudamm (Neumark); † 9. April 1940 in Berlin) war ein deutscher Richter und erster Präsident des Reichsfinanzhofs.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studium der Rechtswissenschaft, Staatswissenschaft Univ. Berlin, 1885 Referendar, 1889 Gerichtsassessor LG Berlin, 1894 Amtsrichter Berlin-Charlottenburg, 1895 Hilfsrichter Kammergericht, 1898 Richter LG Berlin, 1899 Hilfsarbeiter Justizministerium Preußen, 1900 Regierungsrat Reichsschutzamt, 1903 vortragender Rat, geheimer Regierungsrat, 1907 geheimer Oberregierungsrat, 1912 Unterstaatssekretär, 1917 wirklicher geheimer Rat, Exzellenz, 1918 Reichsfinanzhofspräsident München.

Vor seiner Ernennung zum Gerichtspräsidenten war Jahn als Unterstaatssekretär im Reichsschatzamt beschäftigt. Seine Ernennung zum Präsidenten des Reichsfinanzhofs erfolgte 1918, als mit diesem Gericht ein einheitliches oberstes Gericht für Zölle und andere Abgaben geschaffen wurde. Jahn amtierte bis 1930. Bereits in den ersten Jahren seiner Amtszeit bis 1924 wurde der Reichsfinanzhof um vier weitere auf insgesamt sechs Senate vergrößert.

Verheiratet war er mit Gertrud Ludendorff, der Schwester von Erich Ludendorff. Sie hatten eine gemeinsame Tochter, Anneliese Jahn, verheiratete Anneliese von Tengg-Kobligk (1900–2000). Jahns Enkelin ist die Dokumentarfilm-Produzentin, Autorin und Malerin Irmgard von zur Mühlen.

Nach seiner Amtszeit in München kehrte er etwa 1936 nach Berlin zurück und lebte bis zu seinem Tode in der Charlottenburger Str. 19 in Zehlendorf.

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