Gustav Lübbe

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Gustav H. Lübbe, 1981

Gustav Heinrich Lübbe (* 12. April 1918 in Engter, heute Stadtteil von Bramsche, Landkreis Osnabrück; † 18. Mai 1995 in Bergisch Gladbach) war ein deutscher Verleger und Inhaber des Bastei-Verlags.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lübbe wurde als Sohn eines Landwirts geboren. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Schriftsetzer. Er nahm von 1939 bis 1945 am Zweiten Weltkrieg teil und absolvierte sein Abitur in Belgrad. Zuletzt hatte er den Rang eines Hauptmanns der Luftwaffe.[1] Nach Kriegsende war er von 1947 bis 1953 Redakteur (Leiter Feuilleton) der Neuen Tagespost in Osnabrück (heute zur Neuen Osnabrücker Zeitung).[2] 1949 heiratete er Ursula Lübbe geborene Sprenger (* 14. Juli 1922 in Osnabrück; † 19. August 2016 in Bergisch Gladbach).[3]

1953 kaufte er den kleinen Kölner Bastei-Verlag auf und übersiedelte von Osnabrück nach Bergisch Gladbach. Im Laufe der Zeit erreichte er mit Liebes- und Familienromanen, mit Western (z. B. Lassiter) und Heimatromanen und ähnlichen Publikationen, die meist dem Groschenroman zuzurechnen sind, sowie Comics (z. B. Bessy, Felix und Wastl) und Rätselheften Millionenauflagen. Bedeutendste Erfolgsserie unter den Krimis ist Jerry Cotton. Nachdem er auch mit seinen Taschenbüchern große Beachtung gefunden hatte, fügte Lübbe seiner Verlagsgruppe 1963 den Gustav Lübbe Verlag mit vornehmlich kulturell und geschichtlich orientierten Buchausgaben hinzu.

Aus der Ehe mit Ursula Lübbe gingen sein Sohn Stefan (1957–2014) und Cornelia Lübbe (* 1952) hervor. Sein Sohn Stefan war von 2006 bis zu seinem Tod 2014 Alleingesellschafter des Bastei Lübbe Verlages. Von 1995 bis 2006 war auch seine Tochter Cornelia am Unternehmen beteiligt.[4]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Berling: Begegnungen mit Gustav Lübbe. Lübbe, Bergisch Gladbach, 1993.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gustav Lübbe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] (Der Spiegel vom 15. April 1968)
  2. http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/erlebtegeschichten/luebbeursula102.html
  3. Verlegerin Ursula Lübbe gestorben, Zeit online, 22. August 2016
  4. Stefan Lübbe wird Alleinherrscher (Handelsblatt vom 8. Januar 2007)
  5. Verdienstordenträgerinnen und -träger seit 1986. Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 11. März 2017.